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Der Hockeyweb-Countdown zum DEL-Saisonstart

DEL-Vorschau 2026/27: Adler Mannheim

Lesedauer: 4 Minuten
Nick Mattinen bleibt bei den Adlern Mannheim.
Star-Verteidiger Nick Mattinen soll auch in der kommenden Saison eine tragende Rolle bei den Adlern Mannheim spielen. (Foto: Adler Mannheim/Daniel Bamberger)

Am 17. September startet die DEL in die neue Spielzeit. Hockeyweb stellt täglich eine Mannschaft vor. Heute richtet sich der Blick auf die Adler Mannheim.

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Die Adler Mannheim gehen als Vizemeister und mit großen Ambitionen in die DEL-Saison 2026/27. Nach einer starken vergangenen Spielzeit, die erst im Finale gegen die Eisbären Berlin endete, soll nun der nächste Schritt folgen. Der Anspruch in Mannheim ist klar: Die Adler wollen wieder um die Meisterschaft spielen. Cheftrainer und Sportmanager Dallas Eakins kann dabei auf einen großen Teil des letztjährigen Kaders zurückgreifen und hat die Mannschaft vor allem offensiv noch einmal gezielt verstärkt. Mit Brooks Macek kehrt zudem ein deutscher Nationalspieler und ehemaliger DEL-Star nach Deutschland zurück.

Tor

Zwischen den Pfosten haben die Adler eine hochkarätige Verstärkung vorgenommen. Jake Hildebrand wechselte von Meister Eisbären Berlin nach Mannheim und bringt nicht nur drei Meisterschaften in Folge, sondern auch reichlich Playoff-Erfahrung mit. Der 32-Jährige absolvierte insgesamt 138 Spiele für Berlin und war insbesondere in den vergangenen Meisterschafts-Playoffs ein wichtiger Rückhalt.

Besonders interessant: Hildebrand erhielt Ende August die deutsche Staatsbürgerschaft und wird damit in der kommenden Saison als deutscher Spieler lizenziert. Dadurch verfügt Mannheim über zusätzliche Möglichkeiten bei der Besetzung der Importstellen. Maximilian Franzreb bleibt nach einer starken Saison ebenfalls im Kader und hat bereits in der vergangenen Saison bewiesen, dass auf ihn Verlass ist. Mit Felix Noack kommt zudem ein junger Torhüter hinzu, der per Förderlizenz bereits DEL2-Erfahrung gesammelt hat.

Damit besitzen die Adler ein sehr stark besetztes Torhütergespann. Gerade Hildebrands Erfahrung aus den vergangenen Meisterjahren könnte in den Playoffs ein entscheidender Faktor werden.

Verteidigung

Auch in der Defensive setzen die Adler auf Kontinuität und Qualität. Nick Mattinen gehört zu den wichtigsten Bausteinen des Abwehrverbunds und bleibt Mannheim erhalten. Der großgewachsene Kanadier überzeugte bereits in seiner ersten DEL-Saison für die Adler und entwickelte sich zuletzt sogar zum torgefährlichsten Verteidiger der Liga.

Auch John Gilmour bleibt an Bord. Der laufstarke Kanadier ist insbesondere im Powerplay ein wichtiger Faktor und sammelte in seinen beiden vergangenen kompletten DEL-Spielzeiten jeweils 27 Scorerpunkte. Dan Renouf, Tobias Fohrler, Leon Gawanke, Lukas Kälble und Hayden Shaw sorgen für weitere Erfahrung und Tiefe.

Mit Jérémie Poirier kommt außerdem ein hochinteressanter Neuzugang aus der AHL. Der 24-jährige Kanadier gilt als dynamischer und offensiv ausgerichteter Verteidiger. In 215 AHL-Spielen sammelte er 114 Scorerpunkte und soll in Mannheim zusätzliche Kreativität von der blauen Linie bringen.

Auch der Nachwuchs soll weiter integriert werden. Colin Schlenker (Bietigheim) und Nick Mähler (Regensburg) wurden für eine Saison in die DEL2 ausgeliehen, um dort regelmäßig Spielpraxis zu sammeln.

Die Defensive dürfte damit zu den stärksten der Liga gehören. Vor allem die Kombination aus körperlicher Präsenz, offensiver Qualität und Erfahrung macht den Mannheimer Abwehrverbund zu einem echten Pluspunkt.

Angriff

Im Sturm haben die Adler besonders prominent nachgelegt. Der Königstransfer ist zweifellos Brooks Macek. Der Deutsch-Kanadier kehrt nach sieben Jahren in der KHL in die DEL zurück. In seiner ersten Deutschland-Zeit sammelte Macek für Iserlohn und München in 308 Spielen 231 Scorerpunkte. In der KHL brachte er es anschließend für Jekaterinburg auf 450 Spiele, 162 Tore und 148 Vorlagen. Seine Verpflichtung soll der Mannheimer Offensive noch einmal zusätzliche Qualität und Torgefahr verleihen.

Dazu kommt mit Patrick Brown ein weiterer erfahrener Angreifer. Der 34-jährige US-Amerikaner absolvierte 187 NHL- und 611 AHL-Spiele und bringt damit enorme Erfahrung sowie ein ausgeprägtes Zwei-Wege-Spiel mit. Brown soll nicht nur offensiv Akzente setzen, sondern auch in den wichtigen Phasen Verantwortung übernehmen.

Ansonsten bleibt das offensive Gerüst weitgehend erhalten. Kapitän Marc Michaelis, Matthias Plachta, Justin Schütz, Tom Kühnhackl, Kris Bennett, Luke Esposito, Zach Solow, Anthony Greco, Alexander Ehl, Maximilian Heim und Kristian Reichel bilden weiterhin eine enorm erfahrene und vielseitige Gruppe.

Auch die Entwicklung junger deutscher Spieler bleibt ein Thema. Der hochtalentierte Max Calce (17) soll sich weiter gezielt entwickeln und Schritt für Schritt mehr Eiszeit erhalten, während Lennard Nieleck über eine Leihe für Bietigheim auf dem Eis steht.

Mit dem Abgang von Yannick Proske, der nach Krefeld wechselte, verliert Mannheim zwar einen jungen Angreifer. Insgesamt ist die Offensive durch Macek und Brown jedoch eher stärker als schwächer einzuschätzen.

Prognose

Die Adler Mannheim gehören nach dem Finaleinzug in der vergangenen Saison erneut zu den Topfavoriten auf die Meisterschaft. Der Kader ist in nahezu allen Mannschaftsteilen hervorragend besetzt und wurde mit Hildebrand, Macek, Brown und Poirier nochmals gezielt verstärkt. Gelingt es Dallas Eakins, die große individuelle Qualität zu einer konstant funktionierenden Einheit zu formen, dürfte Mannheim auch 2026/27 erneut ein gehöriges Wörtchen um den Titel mitreden. Nach dem verlorenen Finale soll diesmal der ganz große Wurf gelingen.

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