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Der Hockeyweb-Countdown zum Saisonstart

DEL-Vorschau 2026/27: ERC Ingolstadt

Lesedauer: 4 Minuten
Torjäger Riley Barber (links) führt auch in der kommenden Saison den Angriff des ERC Ingolstadt an.
Torjäger Riley Barber (links) führt auch in der kommenden Saison den Angriff des ERC Ingolstadt an. (picture alliance / Fotostand | Fotostand / Schäfer)

Am 17. September startet die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in die neue Saison. Hockeyweb stellt täglich eine Mannschaft vor. Heute geht der Blick auf den ERC Ingolstadt.

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Nach dem etwas zu schnellen Aus in einer denkwürdigen Viertelfinalserie gegen München möchte der ERC Ingolstadt in der kommenden Saison einen erneuten Angriff auf einen langen Play-Off-Run starten. Konstanz ist dabei Trumpf - die größten Veränderungen gab es auf der Torhüterposition und im Trainerstab.

Trainer

Mark French geht in seine mittlerweile fünfte Saison als Cheftrainer der Schanzer. Ihm zur Seite steht auch weiterhin Ilpo Kauhanen als Torwarttrainer. Mike Kelly heißt der neue Co-Trainer, der den Posten von Eric Dubois einnimmt. Dubois ist wurde von den Eisbären Berlin als neuer Headcoach verpflichtet.

Tor

Hier gab es die vielleicht größte Veränderung in Kader: Brett Brochu, der seine Sache ordentlich machte, aber keine klare Nummer Eins - noch dazu als Kontingentspieler - war, wechselte nach Schweden, der junge Nico Pertuch nach Frankfurt. Dafür wurde mit Rückkehrer Jonas Stettmer der aktuelle Meister-Goalie verpflichtet: Für die Eisbären Berlin absolvierte er 38 Starts, kam in der Hauptrunde auf eine Fangquote von 91,39 Prozent - und konnte diesen Wert in der Play-Offs nochmal steigern. Ihm zur Seite steht Devin Williams, der keine Importlizenz blockiert und in der vergangenen Saison durchaus zu überzeugen wusste.

Verteidigung

In der Verteidigung bleibt (fast) alles beim Alten: Peter Spornberger (Iserlohn) und Chris Jandric (Nürnberg), die beide immer wieder aus dem Kader rotieren mussten, wurden abgegeben. Dafür kam mit dem 22-jährigen Norweger Emil Wasenden ein sehr interessanter Spieler, der sich allerdings in Deutschlands höchster Liga erst noch beweisen muss. Zudem wechselte mit Nico Appendino ein weiterer deutscher Verteidiger an die Donau. Ansonsten bleibt der Kern um Kapitän Morgan Ellis, den spektakulären Offensivverteidiger Alex Breton, die "Arbeitstiere" Sam Ruopp und Leon Hüttl sowie den jungen Philipp Preto zusammen. Bei Yongster Edwin Tropmann bleibt abzuwarten, wie schnell er nach seiner Verletzung durch das Foul von Ex-Panther Fabio Wagner in der Viertelfinalserie gegen München wieder an sein altes Niveau anknüpfen kann.

Angriff

Nathan Burns, den die Panther aus Frankfurt verpflichteten, ist der einzige gestandene DEL.Profi unter den drei Neuen im Sturm. Hinzukommen die beiden jungen Paul Vinzens, der aus Weiden nach Ingolstadt wechselt, und Elias Pul, zuletzt für Saskatoon in der WHL, einer der drei Top-Juniorenligen Nordamerikas, aktiv. Der im Winter nachverplichtete Matthew Boucher konnte trotz guten Engagements keine großen Akzente setzen und zog in die Slowakei weiter, Samir Khaboutli wechselte nach Rosenheim. Luca Hauf zog es zurück in heimatliche Gefilde zum Aufsteiger aus Krefeld. Die Krauß-Brüder, die nach einer komplizierten Saison in den Play-Offs gegen München jedoch echte Aktivposten waren, wechselten nach Augsburg (Philipp) und Iserlohn (Johannes) - und gleich am ersten Spieltag treten die Schanzer bei den Roosters an.

Der Kern bleibt somit auch in der Offensive zusammen: Torjäger Riley Barber, die deutschen Routiniers Daniel Pietta und Daniel Schmölz, dazu die etablierten Importspieler Austen Keating, Myles Powell, Kenny Agostino, Peter Abbandonato, Riley Sheen sowie die beiden Deutsch-Kanadier Abbott Girduckis und Jakin Smallwood bilden das Gerüst des Panther-Angriffs, das der junge Nicolas Schindler in seiner zweiten Spielzeit bei den Oberbayern ergänzt.

Prognose

Die Konstanz im Kader soll dabei helfen, Konstanz auch in den Leistungen zu schaffen: In der vergangenen gewannen die Panther elf Heimspiele in Folge und legten sogar eine 14 Partien währende Siegesserie hin, doch kamen nach dem Jahreswechsel aus dem Tritt und fielen nach einigen Wochen an der Tabellenspitze noch auf den fünften Platz zurück. Hier könnte eine stabilere Defensive, insbesondere im Spiel Fünf gegen Fünf, einen wichtigen Beitrag leisten.

Angesichts der Qualität und personellen Stabilität des Kaders muss das Ziel eigentlich direkte Play-Off-Qualifikation heißen. Schlagen die wenigen Neuzugänge und insbesondere Torwart Jonas Stettmer gut ein, können sie sogar in die Phalanx der "Big Three" München - Berlin - Mannheim einbrechen, die wohl viele Experten an der Spitze sehen.

In der Vorbereitung gab es drei Siege - in Frankfurt setzte es am vergangenen Wochenende aber auch die dritte Niederlage der Pre-Season. Nathan Burns konnte gegen sein Ex-Team verletzungsbedingt nicht auflaufen, der junge Paul Vinzens kehrte nach einem heftigen Check von Neu-Löwe Björn Krupp nicht auf das Eis zurück. Krupp ebenfalls nicht, denn er wurde seines Fouls hinausgestellt - und er bekam auch noch eine Tracht Prügel von Morgan Ellis.

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