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Vom Kapitän zum Bundestrainer

André Rankel übernimmt: Ein neuer Bundestrainer mit klarer Vision

Lesedauer: 4 Minuten
André Rankel ist der neue Bundestrainer der Eishockey-Nationalmannschaft
André Rankel ist der neue Bundestrainer der Eishockey-Nationalmannschaft (Redaktion Hockeyweb )

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat André Rankel als neuen Bundestrainer der deutschen Männer-Nationalmannschaft vorgestellt.

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Mit der Personalentscheidung setzt der Verband auf eine bekannte Persönlichkeit des deutschen Eishockeys, die sowohl als langjähriger Spieler und Kapitän als auch in ersten Trainerstationen wertvolle Erfahrungen gesammelt hat.

Für Rankel ist die neue Aufgabe mehr als nur der nächste Schritt in seiner Trainerkarriere. Der ehemalige Nationalspieler kennt die besondere Bedeutung des DEB-Trikots aus eigener Erfahrung. Über viele Jahre führte er die Nationalmannschaft als Spieler und Kapitän aufs Eis. Nun möchte er seine Erfahrungen in einer neuen Rolle weitergeben.

„Es ist eine große Ehre, unsere Nationalmannschaft als Bundestrainer führen zu dürfen“, erklärte Rankel. Besonders die Werte, die er während seiner aktiven Laufbahn erfahren habe, sollen seine Arbeit prägen. Zusammenhalt, Leistungsbereitschaft und eine klare gemeinsame Ausrichtung stehen für den neuen Bundestrainer im Mittelpunkt.

Dabei will Rankel nicht einfach seine Vorstellungen auf die Mannschaft übertragen. Vielmehr soll gemeinsam mit den Spielern und seinem Trainerteam eine klare Spielidee entwickelt werden. „Mein Ziel ist es, gemeinsam mit den Spielern und dem Trainerteam eine klare Idee zu entwickeln, wie wir spielen wollen, und darauf aufbauend Schritt für Schritt zu wachsen“, so Rankel.

Erfahrung aus Berlin und dem DEB

Für seine neue Aufgabe bringt Rankel bereits Erfahrungen aus dem Trainerbereich mit. Als Assistenztrainer der Eisbären Berlin konnte er seine Perspektive auf das Eishockey erweitern und einen Einblick gewinnen, welche Faktoren beim Aufbau einer erfolgreichen Mannschaft entscheidend sind.

Auch mit den Strukturen des DEB ist Rankel vertraut. In seiner Zeit als U18-Bundestrainer sammelte er bereits Erfahrungen innerhalb des Verbandes. Für DEB-Sportvorstand Christian Künast ist genau diese Kombination ein wesentlicher Grund für die Entscheidung.

Rankel habe über viele Jahre als Spieler bewiesen, „was Führung im deutschen Eishockey bedeutet – als Kapitän, als Vorbild, als jemand, dem die Mannschaft vertraut“. Auch seine Zeit im Trainerteam der Eisbären Berlin habe zur Entwicklung seiner Qualifikation für die neue Aufgabe beigetragen.

In den Gesprächen mit dem DEB habe Rankel zudem mit seinen Ideen und seiner Klarheit überzeugt. Künast sieht darin die Grundlage für eine gemeinsame sportliche Vision der Nationalmannschaft.

Große Aufgabe mit der Heim-WM im Blick

Die Entscheidung für Rankel fällt zu einem besonderen Zeitpunkt. Im kommenden Mai wartet mit der Heim-Weltmeisterschaft ein herausragendes Ereignis auf das deutsche Eishockey. Für den DEB war es deshalb wichtig, frühzeitig Klarheit auf der Trainerposition zu schaffen und die sportliche Planung voranzutreiben.

DEB-Vorstandsvorsitzender Frank H. Lutz betonte, dass die Personalentscheidung mit großer Sorgfalt getroffen worden sei. In den Auswahlprozess seien die relevanten Beteiligten des deutschen Eishockeys einbezogen worden. Sowohl der eigene Eindruck des Verbandes als auch die Rückmeldungen aus der Sportkommission und vom sportlichen Berater hätten letztlich zu einer eindeutigen Entscheidung geführt.

Die Heim-Weltmeisterschaft sei dabei allerdings nicht der einzige Blickpunkt. Rankel soll auch langfristig eine wichtige Rolle innerhalb der Strategie „DEB 2034“ einnehmen. Damit verbindet der Verband die Verpflichtung des neuen Bundestrainers nicht ausschließlich mit einem einzelnen Turnier, sondern mit einer längerfristigen sportlichen Entwicklung.

Rankels Weg macht die Personalie besonders interessant. Als Spieler gehörte er über Jahre zu den prägenden Persönlichkeiten des deutschen Eishockeys. Die Erfahrungen aus dieser Zeit möchte er nun an die nächste Generation weitergeben.

„Was ich als Spieler und Kapitän über all die Jahre gelernt habe, was Zusammenhalt und Leistungsbereitschaft in einer Mannschaft ausmachen, will ich jetzt als Bundestrainer weitergeben“, erklärte Rankel.

Sein Anspruch ist dabei klar: Die Nationalmannschaft soll eine eigene Identität entwickeln und sich sportlich Schritt für Schritt weiterentwickeln. Dafür setzt er auf eine gemeinsame Idee, die von Spielern und Trainerteam getragen wird.

Die Voraussetzungen dafür bringt Rankel aus Sicht des DEB mit: Erfahrung als Nationalspieler und Kapitän, Kenntnisse der Verbandsstrukturen sowie erste Erfahrungen im Profibereich als Trainer. Nun muss er diese Bausteine in seiner neuen Funktion zusammenführen.

Der Start in eine neue Ära

Mit André Rankel beginnt damit ein neues Kapitel für die deutsche Männer-Nationalmannschaft. Der neue Bundestrainer kennt das Gefühl, für Deutschland aufzulaufen, aus eigener Erfahrung. Nun trägt er die Verantwortung dafür, eine Mannschaft auf internationalem Niveau weiterzuentwickeln.

Der DEB verbindet mit seiner Verpflichtung nicht nur die Hoffnung auf eine erfolgreiche Heim-Weltmeisterschaft, sondern auch die Erwartung einer langfristigen sportlichen Entwicklung. Rankel selbst zeigt sich bereit für diese Verantwortung.

„Ich freue mich auf die Verantwortung und auf die Arbeit mit einer Mannschaft, für die ich selbst so lange mit vollem Stolz gespielt habe.“

Damit ist die Richtung vorgegeben. Nun beginnt für Rankel die wohl anspruchsvollste Aufgabe seiner bisherigen Trainerlaufbahn: aus seinen Erfahrungen, seinen Ideen und dem vorhandenen Spielermaterial eine Mannschaft zu formen, die auf dem Eis eine klare gemeinsame Handschrift erkennen lässt.

Die Co-Trainer wurden noch nicht bekanntgegeben.

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