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Nachfolger von Harold Kreis

André Rankel wird neuer Bundestrainer der Nationalmannschaft

Lesedauer: 2 Minuten
André Rankel soll der neue Eishockey-Bundestrainer sein. (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)

Im deutschen Eishockey richten sich die Blicke derzeit gespannt auf den neuen Eishockey-Bundestrainer.

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Nach der Trennung von Harold Kreis ist die Suche nach einem neuen Bundestrainer abgeschlossen – der Nachfolger heißt André Rankel.

Der ehemalige Nationalspieler und langjährige Kapitän der Eisbären Berlin ist nach Informationen der dpa neuer Bundestrainer.

Der DEB hatte am Dienstag mitgeteilt, dass ein Nachfolger für Harold Kreis gefunden wurde. Wer künftig die deutsche Männer-Nationalmannschaft betreut, wollte der Verband zunächst allerdings nicht verraten. Die offizielle Vorstellung ist für Donnerstag, den 27. August, um 15 Uhr im SAP Garden in München angekündigt. 

Für André Rankel spricht vor allem seine enge Verbindung zum deutschen Eishockey. Der heute 40-Jährige absolvierte 17 Jahre bei den Eisbären Berlin, gewann mit dem Hauptstadtklub sieben deutsche Meisterschaften und wurde 2011 zum Playoff-MVP der DEL gewählt. Außerdem nahm Rankel mit der deutschen Nationalmannschaft an den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver teil. 

Nach seiner aktiven Karriere wechselte Rankel ins Trainergeschäft. Beim DEB übernahm er 2023 zunächst den Posten des U18-Honorar-Bundestrainers. Gleichzeitig arbeitete er bei den Eisbären Berlin als Development & Assistant Coach sowie als Co-Trainer der Profimannschaft.

Damit kennt Rankel sowohl die Perspektive der Nationalmannschaft als auch die tägliche Arbeit im deutschen Profieishockey sehr genau.

Es ist eine bemerkenswerte Entscheidung des DEB. Der Verband überträgt einem vergleichsweise jungen Trainer die Verantwortung für eine Nationalmannschaft, die sich im Umbruch befindet und 2027 bei der Heim-Weltmeisterschaft unter besonderem Druck stehen wird.

Harold Kreis war erst im Juni nach drei enttäuschenden Weltmeisterschaften in Folge von seinen Aufgaben entbunden worden. Bei den Olympischen Spielen 2026 hatte Deutschland immerhin das Viertelfinale erreicht. Der DEB erklärte damals, nach einer intensiven Analyse sei man zu dem Schluss gekommen, dass ein neuer Impuls notwendig sei. 

Ein weiterer Pluspunkt: Rankel hat in den vergangenen Jahren bereits intensiv mit jungen deutschen Spielern gearbeitet. Als U18-Trainer konnte er Erfahrung in der Entwicklung von Talenten sammeln. Gerade mit Blick auf die Zukunft der Nationalmannschaft könnte diese Erfahrung für den DEB interessant sein.

Auch seine aktuelle Tätigkeit bei den Eisbären spricht für eine moderne Trainerlaufbahn. Noch im August 2026 wurde Rankel als Teil des neuen Trainerteams um Chefcoach Eric Dubois und Associate Coach Dan Lambert bei den Eisbären Berlin eingeordnet. 

Rankel ist damit nach seiner langen Karriere als Spieler der nächste Schritt gelungen: vom Nationalspieler über den Nachwuchs- und Vereinstrainer hin zum Chef der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft.

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