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Alles zur Saison in Schweden

SHL-Vorschau 2025/26: Växjö Lakers

Lesedauer: 3 Minuten
Växjös Goalie Ludvig Persson schnappt sich die Scheibe.
Växjös Goalie Ludvig Persson schnappt sich die Scheibe. (Foto: dpa/picture alliance/TT NEWS AGENCY)

Wir befinden uns im Endspurt unserer SHL-Teamanalysen – heute mit Växjö Lakers.

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Der mehrfache Meister aus Småland, traditionell bekannt für strukturiertes Defensivspiel und geduldige Matchpläne, hatte in der vergangenen Saison offensiv mit einer spürbaren Ladehemmung zu kämpfen. Die Reaktion im Sommer fiel entsprechend aus: Mit Lucas Elvenes (Leksands IF), Reid Gardiner (Kärpät) und Eemeli Suomi (Ilves) wurden drei hochwertige Offensivspieler verpflichtet, die der Angriffszentrale neues Leben einhauchen sollen.

Zudem steht mit Björn Hellkvist (Björklöven) ein neuer Headcoach an der Bande. Er bringt den Ruf mit, Mannschaften gezielt weiterzuentwickeln und neue Impulse zu setzen. Die Grundphilosophie des „Lakers Hockey“ – kontrolliert, geduldig, defensiv stabil – dürfte aber zunächst bestehen bleiben.

Tor

Mit dem Abgang von Emil Larmi (Färjestad BK) endet eine Ära im Lakers-Kasten.
Die Nachfolge tritt voraussichtlich Ludvig Persson (Brynäs IF) an, der nach seiner Rückkehr aus der US-Collegeliga eine starke Premierensaison in der SHL hinlegte.

Dahinter wartet Adam Åhman, der in seine fünfte Saison bei Växjö geht und sich stets verlässlich präsentierte. Bisher meist im Schatten Larmis, hat er bei möglichen Formschwankungen von Persson gute Chancen, mehr Minuten zu sehen.

Verteidigung

Nahezu unverändert im Vergleich zur Vorsaison: Joel Persson und Brian Cooper bilden weiterhin das Führungspaar in der Abwehr – zwei der spielstärksten Verteidiger der Liga, die Tempo, Struktur und den ersten Impuls nach vorne vorgeben.

Neu hinzu kommt Brogan Rafferty (Grand Rapids Griffins), der in der AHL regelmäßig als Vorbereiter glänzte und die offensiven Akzente von der blauen Linie verstärken soll.

Petter Granberg bringt nach wie vor die benötigte Physis, während Keegan Lowe und Zach Giuttari mit ehrlichem, kompromisslosem Verteidigungsarbeit für Balance sorgen – ohne großes Tamtam, aber mit verlässlicher Wirkung.

Angriff

Mit den bereits erwähnten Offensiv-Neuzugängen, die allesamt für Rollen in den Top-Six-Reihen vorgesehen sind, soll die Angriffskraft in Växjö wieder deutlich anziehen. Dazu blieben Otto Koivula und Karl Henriksson zuletzt verletzungsfrei – zwei Bausteine, die Hellkvist zusätzliche Tiefe und Variabilität im Line-up geben.

Verlassen kann man sich weiterhin auf Dennis Rasmussen, der als klassischer Zwei-Wege-Center weitere Möglichkeiten in allen Spielsituationen bringt. In den Bottom-Six runden Manuel Ågren und Felix Robert den Angriff ab. Ågren ist bekannt dafür, gegnerische Verteidiger früh unter Druck zu setzen und das Tempo hochzuhalten, während Robert nach seiner ersten Eingewöhnung in Europa nun das Potenzial hat, mit seiner Dynamik und Kreativität ein echter Faktor zu werden.

Prognose

Die Växjö Lakers funktionieren seit Jahren wie eine Mühle, die zuverlässig weiterläuft. Auch wenn es spielerisch mal hakte, war man nie in der Nähe der unteren Tabellenhälfte. Die Vorgabe für diese Saison ist klar: Die Offensive muss wieder greifen.

Elvenes, Gardiner und Suomi haben in den vergangenen Jahren konstant gepunktet und müssen das nun auch im Lakers-Trikot bestätigen. Gelingt es Hellkvist, das Offensivspiel erneut in Gang zu bringen, dürfte der Funke auch auf Spieler wie McLaughlin und Nilsson überspringen.

Die Voraussetzungen sind vielversprechend. Wenn die Abläufe früh sitzen und die Neuzugänge das erwartete Niveau bringen, ist mit dem Meister von 2023 definitiv wieder zu rechnen.

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