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Alles zur Saison in Schweden

SHL-Vorschau 2025/26: Skellefteå AIK

Lesedauer: 4 Minuten
Jonathan Pudas, Oscar Lindberg und Rickard Hugg (von links) feiern einen Torerfolg für Skellefteå AIK.
Jonathan Pudas, Oscar Lindberg und Rickard Hugg (von links) feiern einen Torerfolg für Skellefteå AIK. (Foto: dpa/picture alliance/TT NEWS AGENCY)

Die SHL ist in ihre neue Saison gestartet. Deshalb beleuchten wir das Teilnehmerfeld etwas genauer – heute mit Skellefteå AIK.

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Der Meister von 2023 tat sich in der vergangenen Saison schwer, sein gewohnt hohes Spieltempo konsequent aufs Eis zu bringen – erst nach dem Jahreswechsel fand Skellefteå AIK zurück zu jener Struktur und Dominanz, die das Team sonst auszeichnet.

Mit Daniel Hermansson übernimmt ein neuer Headcoach das Ruder. Der ehemalige Mora-Trainer gibt sein SHL-Debüt, dürfte jedoch kaum an der bewährten Skellefteå-DNA rütteln – sprich: hohes Tempo, druckvolles Forechecking und kompromissloses Teamspiel.

Tor

Hiobsbotschaft noch vor dem ersten Bully: Beide Stammtorhüter fallen verletzungsbedingt auf unbestimmte Zeit aus. Linus Söderström, seit Jahren einer der besten – wenn nicht der beste – Goalie der Liga, muss pausieren. Für ihn rückt Strauss Mann (Augsburger Panther) zwischen die Pfosten – kein Unbekannter in Skellefteå. Der US-Amerikaner stand bereits vor vier Jahren hier unter Vertrag, überzeugte damals mit starken Leistungen und vertrat die USA sowohl bei Olympia als auch bei der Weltmeisterschaft.

Den Platz hinter ihm anstelle von Gustav Lindvall bekommt Jari Lampinen (Mora IK) – ein 22-jähriges Talent, das Trainer Hermansson aus seiner alten Wirkungsstätte mitgebracht hat. Für den jungen Finnen ist es die große Chance, in der SHL Fuß zu fassen und wertvolle Erstligaerfahrung zu sammeln, solange Söderström und Lindvall ausfallen.

Verteidigung

Der Abgang von Axel Sandin Pellikka zu den Detroit Red Wings hinterlässt natürlich eine spürbare Lücke. Doch mit Emil Djuse (Rapperswil-Jona) kommt ein international erfahrener Verteidiger mit Stationen in AHL, KHL und NL, der mit seinem routinierten Zwei-Wege-Spiel das Potenzial hat, diesen Verlust weitgehend zu kompensieren. Gemeinsam mit dem seit Jahren auf Topniveau agierenden Jonathan Pudas soll er in der Defensive den Ton angeben. Zusammen mit den verlässlichen Arvid Lundberg und Pontus Johansson verfügt Skellefteå weiterhin über eine Defensive, die ligaweit zu den stärksten zählt.

In der Tiefe lauern mit den Jungspunden Frans Haara und Måns Forsfjäll zwei spannende Talente mit Entwicklungspotenzial, die bereitstehen, bei Formschwankungen von Viktor Grahn (Södertälje SK) oder Max Krogdahl (Djurgårdens IF) Verantwortung zu übernehmen.

Angriff

Die Offensive von Skellefteå ruht auf einem stabilen Fundament: Oscar LindbergPär LindholmRickard Hugg sowie die Brüder Jonathan und Andreas Johnson bilden das Herzstück des Angriffs. Besonders Lindberg und Lindholm zählen seit Jahren zu den konstantesten und komplettesten Centern der Liga.

Mit den Neuzugängen Mikkel Aagaard (MoDo) und Lars Bryggman (Pelicans) sollen die Abgänge der produktiven Forwards Max Lindholm (Frölunda) und Anton Heikkinen (Timrå) aufgefangen werden. Der Slowake Oliver Okuliar (Charlotte Checkers) bringt mit seinem physischen Stil und Scorer-Mentalität eine spannende neue Facette ins Spiel.

Auch in der Tiefe ist Skellefteå gut aufgestellt: Victor Stjernborg (Växjö Lakers) stößt mit gerade einmal 23 Jahren und bereits zwei Meistertiteln zum Team. Dahinter drängen junge Talente wie Oskar VuolletValter Lindberg (beide 19) und Eigengewächs Zeb Forsfjäll (20) nach. Vuollet und Forsfjäll wurden bereits von NHL-Teams gedraftet.

Prognose

Skellefteå bleibt auch in dieser Saison ein heißer Anwärter auf die oberen Tabellenplätze. Der Kader ist in allen Mannschaftsteilen ausgewogen besetzt – Qualität, Tiefe und Erfahrung greifen hier nahtlos ineinander. Trotz der Verletzungssorgen auf der Torhüterposition verfügt das Team über genügend Substanz, um diese Phase zu überstehen.

Trainer Daniel Hermansson übernimmt ein funktionierendes Fundament und muss weniger neu erfinden als veredeln. Der Abgang von Ausnahmetalent Axel Sandin Pellikka schmerzt, wird aber durch die Verpflichtung von Emil Djuse und die gewohnt starke Struktur in der Defensive gut abgefedert. Offensiv bietet die Mischung aus Routiniers und aufstrebenden Talenten enormes Potenzial, um Spiele sowohl über Tempo als auch über Disziplin zu entscheiden.

Bleibt das Team von weiteren Verletzungen verschont, ist Skellefteå erneut ein ernsthafter Titelkandidat – vielleicht nicht mit der gleichen Dominanz wie 2023, aber mit dem nötigen Gerüst, um im Frühjahr wieder ganz oben mitzuspielen.

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