SHL-Vorschau 2025/26: Rögle BK

Die SHL ist in ihre neue Saison gestartet. Deshalb beleuchten wir das Teilnehmerfeld etwas genauer – heute mit Rögle BK.
Nach einem Jahr des Umbruchs, geprägt von Verletzungspech und inkonstanten Leistungen, soll nun wieder die typische Rögle-DNA aufleben – offensives, temporeiches Hockey, das Energie versprüht und die Fans mitreißt. Statt Sicherheitsdenken ist wieder Angriffslust gefragt.
Das Gesicht dieses Neustarts ist kein Unbekannter: Rückkehrer Dan Tangnes (EV Zug) startete seine professionelle Trainerkarriere bei Rögle und soll nun das nächste Kapitel dieses Erfolgsmodells schreiben. Mit Calvin de Haan (New York Rangers) soll zudem die zuletzt anfällige Defensive wieder an Stabilität und Qualität gewinnen.
Tor
Mit Christoffer Rifalk und Arvid Holm verfügt Rögle über eines der ausgeglichensten Torhüter-Duos der Liga. Rifalk, seit Jahren verlässlicher Rückhalt und einer der Garanten für den Finaleinzug 2024, überzeugt mit Erfahrung, Ruhe und starkem Positionsspiel.
Holm kehrte vergangene Saison aus Nordamerika zurück, übernahm nach kurzer Zeit den Starterposten von Rifalk und lieferte mit einer Fangquote von 92,5 % in 35 SHL-Spielen ab. Seine starken Leistungen brachten ihm Einsätze bei den Tre Kronor ein – und im Sommer sogar neue Anfragen für eine Rückkehr über den Atlantik.
Verteidigung
In Ängelholm hat die Defensive einen klar nordamerikanischen Anstrich bekommen. Calvin de Haan, der Königstransfer des Sommers, bringt 13 Jahre NHL-Erfahrung mit und soll als Taktgeber und Ruhepol die Abwehr neu strukturieren. Mark Friedman (Milwaukee Admirals) ergänzt das Duo als bissiger Zwei-Wege-Verteidiger, der Gegenspielern sowohl körperlich als auch mental unter die Haut geht.
Paul LaDue (MoDo) gilt als verlässlicher Allrounder mit starken Defensivinstinkten und viel Eiszeit im Unterzahlspiel, während Lukas Ekeståhl Jonsson und Calle Själin mit Tempo und Spielintelligenz das Aufbauspiel antreiben. Komplettiert wird das Gerüst von Filip Johansson und dem österreichischen Talent Gregor Biber, die zusätzliche Tiefe bringen. Insgesamt wirkt die blaue Linie physischer, strukturierter – und klar stärker als im Vorjahr.
Angriff
Nach einer Saison, in der Verletzungen und fehlende Konstanz der Offensive spürbar zusetzten, will Rögle wieder an alte Durchschlagskraft anknüpfen. Der Kern der Angriffsreihe blieb zusammen und wurde punktuell verstärkt – allen voran durch Fredrik Olofsson (EV Zug) und Karson Kuhlman (Lukko Rauma). Olofsson, der bereits 2022 in Ängelholm unterschrieb, dann aber den Umweg über die NHL nahm, soll nun als Center der ersten Reihe die neue offensive Marschrichtung prägen.
Mit Leon Bristedt und Dennis Everberg verfügt Rögle über zwei Top-Stürmer auf dem Flügel, die nach verletzungsgeplagten Monaten wieder an ihr gewohnt hohes Niveau anknüpfen wollen. In den Bottom-Six sorgt Kapitän Anton Bengtsson, zuletzt WM-Teilnehmer mit Schweden, als emotionaler Fixpunkt und Taktgeber für Stabilität. Gemeinsam mit Daniel Zaar, Linus Sjödin und Albin Sundsvik bildet er ein starkes Fundament für die dritte und vierte Reihe – physisch robust, defensiv diszipliniert und mit genügend Offensivpotenzial, um Spiele zu kippen.
Prognose
Dan Tangnes kann auf mehr Tiefe zurückgreifen als sein Vorgänger Roger Hansson, vor allem in der Defensive. Entscheidend wird sein, ob die offensivere Ausrichtung sofort greift und das Team sein volles Potenzial abrufen kann.
Der Kader hat deutlich an Qualität gewonnen und bietet die Basis für eine lange, erfolgreiche Saison. Mit einer der besten Fanbasen der Liga wird Rögle erneut ein Gegner sein, mit dem man rechnen muss. Insbesondere die Neuverpflichtungen Olofsson und de Haan bringen zusätzliche Impulse. Bleibt das Verletzungspech aus, ist ein Platz in den direkten Playoffs definitiv in Reichweite.











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