Maximilian Eisenmenger: „Es geht um mehr als nur drei Punkte“

Innerhalb von nur einer Woche standen im südlichen Skåne zwei Derbys zwischen den Malmö Redhawks um Maximilian Eisenmenger und Rögle BK auf dem Programm.
Beide Partien gingen zugunsten der Ängelholmer aus. Nach einer anfänglichen Siegesserie von fünf Spielen müssen die Redhawks nun sechs Niederlagen in Folge hinnehmen.
Hockeyweb sprach mit Maximilian Eisenmenger über Derbys, seine Rolle bei den Malmö Redhawks und den Unterschied zwischen der SHL und der Liiga.
Hockeyweb:
Maxi, wie geht es dir so kurz nach dem Spiel?
Eisenmenger:
Ja, also im Großen und Ganzen geht es mir richtig gut, aber heute nach der Niederlage ist es natürlich erst mal schwierig zu verkraften.
Hockeyweb:
Die Ausgangslage vor dem Spiel war deutlich – Zweiter gegen Zwölften – aber das hatte nichts zu bedeuten, denn das Skåne-Derby stand an. Wie hast du das Spiel erlebt? Es war trotz des Ergebnisses von 5:3 ein enges Spiel.
Eisenmenger:
Wir sind eigentlich ganz gut rausgekommen und hatten einen vernünftigen Start. Es ist auch nicht einfach hier zu spielen, es ist laut, viel Druck. Als wir beim 2:2 zurückgekommen sind, dachte ich schon, dass wir die Oberhand und das Spiel auch im Griff hatten. Da waren wir auf einem guten Weg, haben gut unsere Checks zu Ende gefahren, den Puck tief gespielt und viele Chancen kreiert. Dann machen die unglücklich für uns kurz vor dem Drittelende das 3:2. Das war wie ein Schlag in die Fresse, wenn man das so sagen darf. Dennoch haben wir auch wieder guten Druck im dritten Drittel erzeugt, was leider nicht zum Tor geführt hat. Im Großen und Ganzen muss man trotzdem sagen, dass Rögle heute besser war.
Hockeyweb:
Zwei Derbys innerhalb einer Woche: einmal zu Hause, jetzt auswärts. Nach dem Abpfiff in Malmö wurde es hitzig. Auch heute war wieder alles mit drin. Wie waren deine ersten Skåne-Derbys für dich?
Eisenmenger:
Ich meine, ich kenne ja die Derbys aus Deutschland – Mannheim und Frankfurt – und ein Derby ist immer hitzig. Da sind viele Gefühle dabei, viele Emotionen. Das Publikum ist laut, das Stadion ausverkauft. Da geht es halt um mehr als nur drei Punkte, und das, glaube ich, hat man heute auch wieder gemerkt. Die Spiele machen natürlich Spaß, und deswegen tut’s auch umso mehr weh, wenn man sie dann verliert, vor allem zweimal hintereinander.
Hockeyweb:
Wie läuft’s persönlich für dich im ersten Viertel der Saison? Du rotierst zwischen Lineup und Extrastürmer, ein bisschen hin und her. Ist das motivierend oder frustrierend – oder sogar beides? Wie gehst du damit um?
Eisenmenger:
Ich glaub, dass ich von Tag zu Tag einen Schritt nach vorne mache und mich jetzt über die Spiele auch gesteigert habe. Es ist eine schwierige Liga, es gibt viele gute Spieler. Wir haben einen sehr guten Kader, und wenn man Erfolg haben möchte in der ganzen Saison, dann gehört es auch dazu, dass man mal rotiert. Das ist ganz normal und nichts Verwerfliches. Ich arbeite einfach hart weiter an mir und den Rest kann ich nicht beeinflussen.
Hockeyweb:
Letzten Herbst haben wir hier an gleicher Stelle über den Unterschied zwischen Deutschland und Schweden gesprochen. Du hast die Saison später dann in Finnland beendet. Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen dem schwedischen und dem finnischen Eishockey? Gibt es da einen?
Eisenmenger:
Also der Unterschied ist vor allem in der Tiefe der Kader. Die SHL ist auf jeden Fall noch mal ein bisschen robuster und tiefer aufgestellt. Ich fand, dass die finnische Liga noch ein bisschen verspielter ist. Da konnte man sich noch mal den einen oder anderen Fehler mehr erlauben, was man hier auf gar keinen Fall kann. Und vor allem defensiv ist die SHL noch mal einen großen Schritt weiter.
Hockeyweb:
Euer Team jetzt auf Platz 13 runtergerutscht. Es ist aber noch viel Hockey zu spielen in dieser jungen Saison. Worauf kommt es für euch als Mannschaft an, damit ihr noch die Playoffs erreichen könnt?
Eisenmenger:
Erst einmal müssen wir aus diesem kleinen Loch, in das wir uns gegraben haben, etwas herauszukommen. Wichtig ist, dass wir jetzt als Gruppe zusammenhalten. Es ist einfach in diesen Situationen, den Finger auf irgendwen zu zeigen oder irgendwelche Gründe zu suchen oder Ausreden – wir müssen jetzt als Gruppe zusammenhalten und wieder das nächste Spiel gewinnen, neu angreifen und dann wieder in unsere positive Rotation reinkommen. So ein bisschen wie die fünf Spiele davor, die wir gewonnen hatten. Da haben wir gezeigt, wir können spielen, wir glauben an uns, und ich glaub, das ist jetzt eher ein Spiel im Kopf, das wir als Mannschaft zusammen durchmachen müssen. Aber ich glaub, wenn wir das jetzt gut überstehen und wieder Siege einfahren, gut zusammenhalten, dann werden wir auch wieder Richtung Playoffs gehen.











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