JJ Peterka zum Wechsel zu den Boston Bruins – „Ich bin richtig glücklich“

Der Transfer von den Utah Mammoth zu den Boston Bruins kam für den 24-Jährigen völlig unerwartet – die Freude über die neue Herausforderung ist jedoch groß.
„Ja, absolut. Es hatte sich nichts angedeutet“, berichtet Peterka über den Moment, als ihn sein Agent Alan Walsh kurz vor dem NHL-Draft kontaktierte. Wenig später folgte der entscheidende Anruf: Boston hatte den Flügelstürmer verpflichtet. Noch in derselben Nacht sprach Peterka per Videocall mit Bruins-Cheftrainer Marco Sturm. „Dann kamen direkt dutzende Nachrichten und Anfragen auf mein Handy. Viel geschlafen habe ich in der Nacht nicht“, erzählt der Nationalspieler.
Besonders die Aussicht, künftig unter dem ersten deutschen Cheftrainer der NHL-Geschichte zu spielen, begeistert Peterka. „Ich bin richtig glücklich, dass ich nach Boston gehe. Es ist eine tolle, sportbegeisterte Stadt, die Bruins spielen dort eine große Rolle.“ Zudem trifft er mit Assistenztrainer Matt McIlvane auf einen alten Weggefährten aus gemeinsamen Salzburger Zeiten. „Wir hatten beide damals den Traum, irgendwann in der NHL zu landen.“
Auch abseits des Eises bleibt für Peterka zunächst alles beim Alten. Den Sommer verbringt er weiterhin in Deutschland, wo er sich in seiner neuen Trainingshalle in Buchbach auf die kommende Saison vorbereitet. Erst Ende August oder Anfang September wird er nach Boston reisen und sich dort zunächst um eine Übergangsunterkunft kümmern. Dass sein Hausrat ohnehin bereits eingelagert war, erleichtert den Umzug erheblich. „Der Container kann jetzt einfach nach Boston geschickt werden.“
Sportlich hat sich der Angreifer klare Ziele gesetzt. Nach einer Saison in Utah, mit der er nach eigenen Angaben nicht vollständig zufrieden war, möchte er sich bei den Bruins einen Platz unter den Top-6-Stürmern erarbeiten und regelmäßig im Powerplay eingesetzt werden. „Ich weiß, dass ich mir diese Rolle verdienen muss. Aber ich bin froh, jetzt die Chance zu haben zu zeigen, was ich kann.“
Seine größten Stärken sieht Peterka im Offensivspiel. „Wenn ich in Bestform bin, kann ich von überall Punkte erzielen und spielentscheidende Aktionen machen.“ Gleichzeitig möchte er wieder das Selbstvertrauen zurückgewinnen, das ihn bereits zu einem der gefährlichsten deutschen NHL-Offensivspieler gemacht hat.
Besonders freut sich Peterka auf das Zusammenspiel mit Bruins-Superstar David Pastrňák. „Gegen ihn zu spielen war immer extrem schwer. Ihm zuzusehen hat unglaublich viel Spaß gemacht. Jetzt die Möglichkeit zu bekommen, mit ihm zusammenzuspielen, ist wirklich etwas Besonderes.“
Peterka gehört seit Jahren zu den Aushängeschildern des deutschen Eishockeys. Der gebürtige Münchner wurde 2020 von den Buffalo Sabres gedraftet und absolvierte bislang 320 NHL-Partien, in denen er 92 Tore erzielte und 105 weitere vorbereitete. Mit der deutschen Nationalmannschaft gewann er 2023 die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft und wurde dort als bester Stürmer des Turniers ausgezeichnet. Zuletzt gehörte er auch zum deutschen Aufgebot bei den Olympischen Winterspielen 2026.













