Carolina Hurricanes gewinnen zum zweiten Mal den Stanley Cup

20 Jahre nach ihrem ersten Erfolg gelingt den Carolina Hurricanes erneut der große Wurf.
Vegas Golden Knights - Carolina Hurricanes 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)
Serienstand: 2:4
Canes-Kapitän Jordan Staal hat es nicht geschafft, der erste Spieler der NHL-Historie zu werden, der in sechs Finalspielen in Folge trifft. Das dürfte ihm aber herzlich egal sein, denn seine Mannschaft hat mit einem überzeugenden 3:0-Sieg im sechsten Finalspiel bei den Vegas Golden Knights zum zweiten Mal nach 2006 den Stanley Cup gewonnen. Zudem wurde er zum Playoff-MVP gekürt. Der 37-Jährige ist damit der älteste Spieler, der die Conn Smythe Trophy gewonnen hat - und der erste Spieler, bei dem zwischen zwei Stanley-Cup-Siegen mindestens 17 Jahre lagen. Er hatte den Cup bereits 2009 mit den Pittsburgh Penguins gewonnen.
Dabei erwischten die Hurricanes einen perfekten Start. Nach nicht einmal vier Minuten gingen sie durch Taylor Hall in Führung: Nach einem Scheibengewinn in der eigenen Zone schickte Jacob Slavin Hall auf die Reise, der Carter Hart im Tor der Golden Knights mit einem Handgelenkschuss aus halblinker Position zwischen dessen Schoner und Fanghand überwand. Es war kein Torwartfehler, aber eben auch nicht der große Save, den man in einem solchen Spiel braucht.
Staal hatte im zweiten Drittel noch die Chance auf den Rekord, als er mit einem Alleingang an Hart scheiterte, dann rettete Hart spektakulär in Manuel Neuer-Manier - nachdem er aber zuvor mit suboptimalem Puckhandling hinter dem eigenen Tor die Situation erst heraufbeschworen hatte. Nach gut 33 Minuten traf Jackson Blake in Überzahl mit einem Direktschuss auf Zuspiel von Logan Stankoven, die zusammen mit Taylor Hall eine höchst effektive Sturmreihe bildeten.
In der Folge verstärkten die Golden Knights nochmals ihre Offensivbemühungen, konnten Brandon Bussi, der im Tor der Canes wieder den Verzug vor Frederik Andersen bekam, aber nicht überwinden. Der US-amerikanische Goalie wurde besten Spieler der Partie gewählt, gemeinsam mit den beiden Torschützen.
In der Schlussminute traf Nikolaj Ehlers noch ins leere Tor der Gastgeber, so dass die Feierlichkeiten auf der Bank, auf den Rängen und in der ausverkauften heimischen Arena beim Public Vieweing beginnen konnten.
„Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe“, sagte ein sehr emotionaler Jordan Staal nach dem Spiel. „Ich habe an die Kultur geglaubt. Ich habe an das geglaubt, was wir in Carolina aufbauen wollten. Es ist ein unglaubliches Gefühl, so etwas aufbauen zu können und das Ganze dann noch mit diesem Titel zu krönen – es ist ein absoluter Traum, der jetzt wahr geworden ist."
Auch Carolina Headcoach Rod Brind'Amour hat NHL-Geschichte geschrieben: Er war Kapitän des Stanley-Cup-Siegerteams von 2006 und ist seit der Saison 2018/19 Trainer von Carolina. Er ist damit der siebte Akteur in der Geschichte der NHL, der den Stanley Cup mit demselben Verein sowohl als Spieler als auch als Trainer gewonnen hat, und der vierte, dem dies als Kapitän und Trainer gelang.













