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Neues Konzept

Mitgliederversammlung: DEB 2034 folgt auf Powerplay2026

Lesedauer: 3 Minuten
Foto: dpa

Mit „DEB 2034“ hat der Deutsche Eishockey-Bund seine zentrale Zukunftsstrategie für das deutsche Eishockey vorgelegt. Sie ist das Nachfolgeprogramm von „Powerplay2026“ und wurde bei der Mitgliederversammlung am 13. Juni 2026 vorgestellt.

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„DEB 2034“ gibt dem Verband einen langfristigen Fahrplan für die Entwicklung des Sports – auf und neben dem Eis. Die Strategie ist an den Olympiazyklen ausgerichtet und setzt mehrstufige Etappenziele bis zum Jahr 2034.

Der DEB will Eishockey in Deutschland durch erstklassige Nachwuchsarbeit, eine hochwertige Aus- und Weiterbildung und starke Strukturen entwickeln – als Grundlage für nachhaltigen sportlichen Erfolg und eine wachsende Eishockeygemeinschaft. Das Zielbild für 2034: Deutschland als führende Eishockeynation, mit einer Kultur der Exzellenz in der Ausbildung, internationaler Wettbewerbsfähigkeit auf allen Ebenen und einem Sport, der Menschen im ganzen Land begeistert und verbindet.

Das Handeln des Verbandes orientiert sich an fünf Werten: Exzellenz, Entwicklung, Gemeinschaft, Innovation und Verantwortung. Sie reichen vom Anspruch auf höchste Standards in Ausbildung und Organisation über langfristiges Denken und Zusammenhalt von der Basis bis zur Nationalmannschaft bis hin zu Experimentierfreude und Verantwortung für die nächste Generation.

Die zehn Säulen des Programms „DEB 2034“

Den Kern der Strategie bilden zehn gleichrangige Handlungsfelder:

  1. Nachwuchsförderung: systematische Talententwicklung, ein Gütesiegel bis 2028 und der Aufbau von acht bis zehn Nachwuchsleistungszentren bis 2030.
  2. Trainerentwicklung: bis 2034 ausschließlich in Deutschland ausgebildete bzw. entwickelte Cheftrainer in DEL, DEL2 und Oberliga.
  3. Fraueneishockey: Professionalisierung im Leistungssport und eine DFEL mit acht bis zehn Teams bis 2034.
  4. Schiedsrichterwesen: grundlegend überarbeitete Ausbildung, plus 20 Prozent Nachwuchs bis 2030, mindestens zwei deutsche Schiedsrichter*innen bei Olympia 2034.
  5. Ligen & Spielbetrieb: die Oberliga als Förderliga, ein gemeinsames Konzept bis 2028.
  6. Infrastruktur: Erhalt aller Standorte und 25 neue Eisflächen bis 2034.
  7. Bildungswesen: institutionelle Verankerung von Eishockey im Schulsystem und Lehrer-Trainerstellen.
  8. Wissenschaft & Technologie: Innovationskultur, Forschungsprojekte und Technologiepartnerschaften.
  9. International: ein hochwertiges Wettkampfprogramm, eine WM-Ausrichtung in Deutschland und Präsenz in den IIHF-Gremien.
  10. Sport für alle: Inklusion, Barrierefreiheit und Zusammenarbeit mit Partnersportarten.

Meilensteine entlang der Olympiazyklen

Die Strategie teilt ihre Ziele in konkrete Etappen auf. Bis Ende 2026, in der Startphase, stehen die Genehmigung des Integrationskonzepts für die Schiedsrichterausbildung, die erste Kohorte der DEB-Masterclass, eine Zusammenarbeit mit Hochschulen und ein erstes Forschungsprojekt im Mittelpunkt. Bis 2028 werden das Gütesiegel implementiert, das Förderliga-Konzept mit der Oberliga umgesetzt und ein neues Schiedsrichter-Curriculum eingeführt sein; außerdem beginnt mit der Heim-WM 2027 der DEB-Eishockeytag im Zwei-Jahres-Rhythmus.

Im Rahmen des Zyklus bis 2030 sind der Aufbau der Nachwuchsleistungszentren, Ganzjahreseis in zehn bis zwölf Stadien und der Kooperationsvertrag mit dem Deutschen Behindertensportverband geplant. Bis 2034 sollen die wichtigsten Ziele erreicht werden: Cheftrainer in den Profiligen, die ausschließlich in Deutschland ausgebildet bzw. entwickelt wurden, eine erweiterte DFEL, 25 neue Eisflächen und eine DEB-Akademie, die als anerkannte Bildungsinstitution im deutschen Sport etabliert ist.

Finanzierung und Grundsätze

Der DEB sieht die Finanzierung aller Säulen und der Akademie in seinem Verantwortungsbereich. Tragen soll sie eine breit aufgestellte Einnahmebasis, die den Verband unabhängiger von einzelnen Quellen macht. Dazu zählen Kooperationsverträge, Erlöse aus Sponsoring und der Vergabe von Namensrechten, Verbandsabgaben und Mitgliedsbeiträge, öffentliche Fördermittel sowie Public-Private-Partnerships.

Drei Grundsätze sind entscheidend für die Umsetzung: das Primat des Sports (der Sport bestimmt die Strategie), eine klare Rollenverteilung aller Beteiligten sowie die Einbindung der Landeseissportverbände bzw. Eishockeyverbände durch regionale Zielvereinbarungen.

DEB 2034 ist eine gemeinsame Aufgabe

„DEB 2034“ ist als langfristiger Rahmen angelegt, der über einzelne Saisons und Turniere hinausreicht. Der Erfolg hängt vom Zusammenspiel aller Ebenen ab, vom Verband über die Landesverbände und Profiligen bis zu den Vereinen und der ehrenamtlichen Basis. Die Strategie versteht sich daher nicht als abgeschlossener Plan, sondern als Verständigung über die Richtung, in die sich das deutsche Eishockey in den kommenden Jahren gemeinsam entwickeln soll.

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