Anja Mathis ist neue Präsidentin des Eishockeyverbandes NRW

Wenige Tage nach dem Rücktritt von Björn Breuer hat der Eishockeyverband Nordrhein-Westfalen einen neuen Präsidenten – genauer gesagt: eine neue Präsidentin. Denn mit Anja Mathis steht erstmals eine Frau an der Spitze des im Jahr 2015 gegründeten Landesverbandes.
Die Mitgliederversammlung ging am 22. August in Schwerte über die Bühne. Auch ohne den Rücktritt von Björn Breuert, der sein Amt am 13. August niedergelegt hatte, hätten Neuwahlen auf der Tagesordnung gestanden. Nun stimmten die Mitglieder, sprich die Delegierten der Verein, mit klarer Mehrheit für Anja Mathias als neue Präsidentin.
In einer im Vorfeld von den Mitgliedern gewünschten Blockwahl wurden ihr als Vizepräsidenten Achim Staudt (Beratung), Marcel Lesch (Finanzen), Torsten Schmitt (Sport) und Daniel Fust (Kommunikation) zur Seite gestellt. Anja Mathis war zum Zeitpunkt der Wahl aufgrund eines vom zurückgetretenen Präsidenten terminierten Zeitplans nicht persönlich anwesend. Ihr designiertes Präsidium hatte das Team jedoch bereits vor der Wahl der Mitgliederversammlung vorgestellt, sodass die Wahl in Abwesenheit erfolgen konnte.
„Wir bedanken uns für das Vertrauen, das uns die Mitglieder entgegengebracht haben. Wir wissen um die Verantwortung, die mit diesem Amt verbunden ist, und werden unsere Arbeit schnell und konsequent aufnehmen. Die kommenden drei Jahre sollen eine prägende Zeit für den Eishockeysport in Nordrhein-Westfalen werden“, erklärte das neue Präsidium.
Für die neue Präsidentin steht dabei zunächst eine Aufgabe über allen anderen: „Unsere wichtigste Aufgabe liegt zunächst darin, den Spielbetrieb für die kommende Saison sicherzustellen. Die Vereine brauchen jetzt Verlässlichkeit, klare Ansprechpartner und schnelle Entscheidungen. Gemeinsam mit allen Beteiligten werden wir es schaffen, unsere Athletinnen und Athleten in NRW aufs Eis zu bringen und eine gute Saison zu gewährleisten. Es geht uns um den Sport.“
Das neue Präsidium versteht den EHV NRW als Dienstleister seiner Vereine. Der direkte Austausch mit den Mitgliedern soll deshalb deutlich intensiviert werden. Anliegen und Probleme der Vereine sollen frühzeitig aufgenommen, Entscheidungen transparent gemacht und Prozesse verlässlicher gestaltet werden.
Für die ersten 100 Tage im Amt hat sich das neue Präsidium klare Schwerpunkte gesetzt. Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines verlässlichen, transparenten und zukunftsorientierten Verbandes.
Dazu zählen insbesondere:
- Sicherung und Stabilisierung des Spielbetriebs für die kommende Saison mit klaren Zuständigkeiten, verlässlichen Ansprechpartnern und einer frühzeitigen Kommunikation mit den Vereinen,
- intensiverer Austausch mit den Vereinen, um den EHV NRW noch stärker als Dienstleister der Basis auszurichten,
- mehr Transparenz bei Entscheidungen, Finanzen und Verbandsprozessen,
- eine nachvollziehbare und belastbare Haushalts- und Finanzplanung,
- eine klare Trennung von strategischer und operativer Verantwortung zwischen Präsidium und Geschäftsführung,
- die Überprüfung und Weiterentwicklung bestehender Verbandsstrukturen, einschließlich Geschäftsstelle, Kompetenzteams und Landestrainer,
- die Professionalisierung der Geschäftsstelle als Serviceeinheit für die Vereine,
- die Modernisierung und Digitalisierung des Spielbetriebs,
- die Stärkung von Nachwuchs-, Breiten- und Leistungssport entlang einer gemeinsamen Entwicklungskette,
- die gezielte Weiterentwicklung von Frauen- und Mädchen-Eishockey,
- die Stärkung von Para-Eishockey, Inklusion und Teilhabe,
- eine stärkere Unterstützung und Wertschätzung des Ehrenamts in den Vereinen,
- die Vorbereitung und Nutzung der Heim-WM 2027 als nachhaltige Chance für Nachwuchsgewinnung, Vereinsentwicklung und die Sichtbarkeit des Eishockeysports in NRW,
- eine professionellere Außendarstellung und Kommunikation des Verbandes,
- eine engere und konstruktive Zusammenarbeit mit dem DEB, den Landesverbänden und weiteren Partnern des deutschen Eishockeys sowie die Erarbeitung einer gemeinsamen „Sportstrategie 2030“ für den Eishockeysport in Nordrhein-Westfalen.
„Nordrhein-Westfalen hat eine große Eishockeytradition, starke Vereine, engagierte Menschen und enormes Potenzial. Dieses Potenzial wollen wir gemeinsam nutzen. Wir wollen, dass die Vereine wieder Vertrauen in ihren Verband haben und dass der Eishockeysport in NRW in allen Bereichen wächst – von der Basis bis zur Spitze“, erklärt Anja Mathis.












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