Dolomitencup: Berliner Tor-Party im kleinen Finale

Im Spiel um Platz drei beim Dolomitencup in Neumarkt/Südtirol gab es ein reines DEL-Duell – das mit einem Kantersieg zu Ende gegangen ist. Mit 7:0 endete die Partie gegen die Augsburger Panther zu Gunsten der Eisbären Berlin.
In der schmucken Würtharena war am Sonntagnachmittag noch keine einzige Sekunde gespielt, da breitete sich auf den Rängen schon ein kollektives Gänsehautgefühl aus. Kaum verwunderlich, bei diesen Fans! Die 200 Anhänger der Eisbären Berlin und die 400 Unterstützer der Augsburger Panther übertrafen sich mit ihren stimmungsvollen Einlagen gegenseitig und verwandelten das erneut ausverkaufte Stadion einmal mehr in einen Hexenkessel.
Dass in den darauffolgenden zwei Stunden vor allem bei den Eisbären-Fans das eine oder andere Stimmband an die Belastungsgrenze getrieben wurde, daran waren einzig und allein die Berliner Cracks auf dem Eis schuld. Angetrieben vom fantastischen Goalie Jonas Neffin sowie den Doppeltorschützen Liam Kirk und Leo Pföderl entschied der DEL-Rekordmeister das deutsche Duell gegen die Panther mit 7:0 für sich. Bronze geht also nach Berlin, während sich Dolomitencup-Rekordsieger Augsburg mit dem vierten und letzten Platz begnügen muss.
Im ersten Drittel sahen die 978 Fans einen packenden Schlagabtausch, in dem die Augsburger eigentlich gut im Spiel waren. Doch die Panther wurden vom Zynismus der Berliner eiskalt erwischt. Drei gute Chancen, drei Tore – was die Berliner zelebrierten, war Effizienz pur. Liam Kirk, in der vergangenen Meistersaison der Berliner Topscorer, eröffnete im Powerplay aus dem Slot heraus den Torreigen (11.), Ty Ronning traf kurz darauf mit einem platzierten Schuss aus dem Hinterhalt (16.) und dann münzte Leo Pföderl auch das zweite Powerplay seiner Eisbären in einen Treffer um (17.).
Überhaupt waren die Special Teams der Berliner an diesem Nachmittag beeindruckend: Im zweiten Abschnitt machte Kirk aus dem dritten Powerplay das dritte Tor (39.), die Berliner Quote lag also bei 100 Prozent – genauso wie im Penalty Killing (3/3). Im Schlussdrittel schraubten die Eisbären das Ergebnis weiter in die Höhe: Tobias Krestan nach einer Tiki-Taka-Kombination vor dem Augsburger Tor (46.), Eric Hördler im Getümmel (52.) und Pföderl per Rebound (55.) sorgten für den 7:0-Kantersieg.
Eisbären-Goalie Jonas Neffin sagte: „Wir waren heute sehr effizient. 7:0 ist schon extrem hoch. Das spiegelt nicht unbedingt das Spiel wider, aber wir waren gut im Spiel. Wir haben schnell gespielt und waren eiskalt vorm Tor. Außerdem haben wir die Mitte gut zugemacht. Das war auf jeden Fall der Schlüssel, um den Sieg so nach Hause zu bringen.“
Das Turnierfinale entschied der HC Kometa Brno mit 3:2 gegen den EV Zug für sich.
Die weiteren Ergebnisse:
Turnier in Garmisch-Partenkirchen:
SC Riessersee – Saale Bulls Halle 2:5 (um Platz 3)
Lausitzer Füchse – EC Bad Nauheim 2:1 n.P. (Finale)
Gäuboden-Volksfest-Cup in Straubing:
Löwen Frankfurt – Nürnberg Ice Tigers 3:1 (um Platz 3)
Straubing Tigers – Grizzlys Wolfsburg 3:6 (Finale)
Niemeier-Haustechnik-Cup in Deggendorf:
Deggendorfer SC – Budapest Jégkorong Akadémia HC 7:0 (um Platz 3)
Eisbären Regensburg – Blue Devils Weiden 4:1 (Finale)
Vinschgau-Cup in Latsch:
Black Wings Linz – ERC Ingolstadt 1:4
Testspiele:
Füchse Duisburg – Heilbronner Falken 4:3 / Duisburg gewinnt zusätzliches Penaltyschießen
Chemnitz Crashers – Icefighters Leipzig 2:5
HC Tabor – Dresdner Eislöwen 6:1
Erding Gladiators – Sterzing Broncos 3:0
Tölzer Löwen – Rittner Buam 8:2
EHC Freiburg – Bietigheim Steelers 2:8
Memminger Indians – ESV Kaufbeuren 5:6 n.P.









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