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Überraschender Punktgewinn für Slowenien

Österreich ist bei der WM auf Viertelfinalkurs

Lesedauer: 5 Minuten
Und wieder jubelt Österreich: Die Rot-Weiß-Roten haben auch ihr drittes WM-Spiel gewonnen.
Und wieder jubelt Österreich: Die Rot-Weiß-Roten haben auch ihr drittes WM-Spiel gewonnen. (Foto: dpa/picture alliance/Keystone)

In Österreich ist man glücklich. Mit dem dritten Sieg hat man bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz nicht nur den Klassenerhalt in trockenen Tüchern, jetzt liebäugelt man deutlich mit dem Viertelfinale

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Die Alpenrepublik hat mit 3:1 gegen Deutschland-Bezwinger Lettland gewonnen. Am unteren Ende der Tabelle gab es einen Platzwechsel für das deutsche Team. Dank des klaren ungarischen Sieges gab Deutschland die rote Laterne der Gruppe A an Aufsteiger Großbritannien ab.

In der Gruppe B brauchte Ex-Weltmeister Slowakei die Verlängerung, um Slowenien zu bezwingen, überholte trotzdem den Nachbarn Tschechien und steht jetzt mit einem Punkt Rückstand auf Kanada auf Rang zwei. Der zweite Sieger des Tages, Norwegen, hat Platz vier eingenommen. Am Ende stehen die bis jetzt noch punktlosen Dänen sowie der zweite Aufsteiger Italien.

Gruppe A:

Österreich – Lettland 3:1 (0:0, 1:0, 2:1)

Das Spiel verlief für Lettland ungewohnt. Österreich verließ sich auf seine starke Abwehr und achtete auf Konterchancen und das über die gesamte Spielzeit. Im ersten Drittel hatten dabei die Letten optisch somit mehr vom Spiel, aber Keeper Atte Tolvanen, der diesmal den Vorzug vor Stammkeeper David Kickert erhalten hatte, verhinderte mit einigen gekonnten Paraden einen frühen Rückstand der Österreicher. Im Tor der Letten stand im übrigen erneut Kristers Gudlevskis, der schon gegen Deutschland mit starkem Spiel geglänzt hatte. Da beide Defensivreihen im ersten Drittel Herr im Haus waren, blieb es beim torlosen Remis. Im zweiten Spielabschnitt dann der Schock für die Letten. Bei einem Konter kam der Österreicher Tim Harnisch frei zum Schuss und überwand Gudlevskis. Danach kam Österreich besser ins Spiel, Tore fielen jedoch keine mehr. Dies änderte sich schnell im dritten Drittel. Nach nur 25 Sekunden traf Rudolfs Balcers, der auch schon gegen Deutschland getroffen hatte, per Handgelenkschuss zum Ausgleich. Die Antwort der Österreicher kam schnell. Nur vier Minuten später arbeitete Benjamin Nissner den Puck über die Linie. Jetzt warf Lettland alles nach vorne, scheiterte aber immer wieder an der österreichischen Defensive und einem extrem stark auftretenden Tolvanen im Tor. Folgerichtig fiel das letzte Tor per Empty-Netter zwei Sekunden vor Ende durch Vinzenz Rohrer.

Lettland spielt jetzt am 21. März gegen Finnland, während Österreich sich im Alpenduell am 20. März mit der Schweiz duelliert.

Tore: Österreich: Tim Harnisch, Benjamin Nissner, Vinzenz Rohrer; Lettland: Rudolfs Balcers

Ungarn – Großbritannien 5:0 (2:0, 1:0, 2:0)

Im Kellerduell zeigte sich Aufsteiger Großbritannien als nicht konkurrenzfähig. Obwohl man im Schussverhältnis mit 27:23 die Nase vorn hatte, zeigten sich die Ungarn deutlich effizienter. Bereits nach drei Minuten brachte der Stürmer des ICEHL-Clubs Ferencvarosi TC, Krisztian Nagy, seine Farben in Führung und zwei Minuten vor dem Ende des ersten Abschnitt erhöhte Doman Szongoth auf 2:0. Als bereits in der 24. Minute Istvan Terbocs sogar auf 3:0 erhöhte, war das Spiel bereits vorentschieden. Zwar versuchten die Briten weiterhin sich offensiv in Szene zu setzen, blieben jedoch immer wieder in ihren Angriffsbemühungen stecken. So war es dann auch kein Wunder, dass die Ungarn im letzten Drittel sogar noch auf 5:0 durch einen Doppelschlag durch Istvan Terbocs und Krisztian Nagy erhöhten. Damit haben die Ungarn den Klassenerhalt so gut wie geschafft, während den Briten das Wasser bis zum Hals steht. Weiter geht es für die Ungarn am 22. März gegen Deutschland weiter, während Großbritannien bereits am 21. März gegen Gastgeber Schweiz spielt.

Tore: Ungarn: Krisztian Nagy (2), Doman Szongoth, Istvan Terbocs (2); Großbritannien: -

Gruppe B:

Norwegen – Italien 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)

Für Italien wird die WM-Luft zusehends dünner. Im Duell mit Norwegen zeigten sich die Italiener nach einem schwachen ersten Drittel durchaus gleichstark, konnte aber diese Stärke nicht umsetzen, während sie von den Skandinaviern eine Lehrstunde in Sachen Effizienz erhielten. Norwegen dagegen hätte im ersten Drittel mehr Tore erzielen müssen als nur eines durch Bakke Olsen in der zwölften Minute. Im zweiten Abschnitt waren dann die Italiener gleichwertig, mussten aber zwei Gegentore durch Noah Steen (32.) und Christian Kaasastul (39.) hinnehmen. Im letzten Drittel konnten sich die Italiener auch weiterhin nicht durchsetzen und so war es kein Wunder, dass Norwegen in der 56. Minute endgültig durch Tinus Luc Koblar die Weichen auf Sieg stellte. Für Italien wird es jetzt noch schwerer, denn bereits am 20. Mai wartet Tschechien auf Italien, während sich Norwegen am 21. März mit Kanada misst.

Tore: Norwegen: Eskimo Bakke Olsen, Noah Steen, Christian Kaasastul, Tinus Luc Koblar

Slowakei – Slowenien 5:4 (2:1, 2:2, 0:1, 1:0) n.P.

Eine recht merkwürdige Partie lieferten sich die Slowakei und Slowenien. Im ersten Drittel schien es so, als wollten die Slowaken ihren Gegner überrennen. Da passte die schnelle Führung nach achtzig Sekunden von Adam Liska. Danach wurde die Partie härter, zerfahrener und trotzdem scheiterten die Slowaken immer wieder an Sloweniens Keeper Lukas Horak. Etwas überraschend der slowenische Ausgleich von Ken Ograjensek, aber die Slowaken antworteten ihrerseits mit der zweiten Führung, erzielt von Martin Chromiak (19.). Zur Freude der Zuschauer ging es mit dem Torefestival gleich weiter. Einer der ersten slowenischen Angriffe brachten den erneuten Ausgleich, erzielt von Altmeister Rok Ticar, aber auch die Slowaken hatten ihr Zielwasser nicht in der Kabine vergessen. Prompt trafen sie zum 3:2 durch Filip Mesar und als in der 31. Minute Martin Fasko-Rudas auf 4:2 erhöhte, schien die Partie entschieden. Schien, denn den Slowenen hatten noch längst nicht aufgegeben. Der nachnominierte Jan Drozg traf noch vor der zweiten Pause zum erneuten Anschluss und als alle in der Halle schon den slowakischen Erfolg feiern wollten, glich Rok Ticar 31 Sekunden vor Ende noch aus und erstritt die Verlängerung. In dieser waren die Slowenen tonangebend, trafen aber nicht und so musste das Penaltyschießen herhalten, in dem schließlich Filip Mesar den entscheidenden Treffer für die Slowaken erzielte. Slowenien spielt als nächstes am 20. Mai gegen Schweden, während die Slowaken am 21. Mai Dänemark gegenüberstehen.

Tore: Slowakei: Adam Liska, Martin Chromiak, Filip Mesar (2;PEN), Martin Fasko-Rudas, ; Slowenien: Ken Ograjensk, Rok Ticar (2), Jan Drozg

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