Philipp Grubauer und Moritz Seider stoßen zur Nationalmannschaft

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft startet mit einem personell gemischten Aufgebot in die entscheidende Phase der WM-Vorbereitung.
Bundestrainer Harold Kreis kann sich dabei auf namhafte Verstärkung aus der NHL freuen: Verteidiger Moritz Seider und Torhüter Philipp Grubauer stoßen zur vierten Vorbereitungsphase zum Team. Beide waren zuletzt angeschlagen, sollen aber rechtzeitig wieder spielfähig sein und im abschließenden Testspiel am 10. Mai in Mannheim gegen die USA erstmals eingreifen. Gerade Seider gilt als zentraler Baustein im deutschen Spiel, während Grubauer mit seiner Erfahrung und Qualität im Tor zusätzliche Stabilität bringt.
Während es defensiv und auf der Torhüterposition positive Nachrichten gibt, sieht die Lage im Angriff deutlich schwieriger aus. Superstar Leon Draisaitl hat seine WM-Teilnahme nach dem frühen Playoff-Aus mit den Edmonton Oilers aufgrund einer anhaltenden Knieverletzung endgültig abgesagt, um sich vollständig zu erholen. Auch Tim Stützle, der ebenfalls mit den Ottawa Senators aus den Playoffs ausgeschieden ist, wird dem Team verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen, was die offensive Durchschlagskraft erheblich schwächt.
Zudem zeichnet sich bei JJ Peterka eine eher negative Entwicklung ab. Der Angreifer ist angeschlagen, weshalb seine Teilnahme weiterhin fraglich bleibt und die Chancen auf einen Einsatz aktuell eher gering eingeschätzt werden.
Eine weitere feste Absage betrifft Maksymilian Szuber, der aufgrund seiner Vertragssituation nicht für die Weltmeisterschaft zur Verfügung steht.
Etwas optimistischer ist dagegen die Situation bei Josh Samanski. Nach seiner ersten NHL-Saison steht bei ihm noch die endgültige Entscheidung aus, allerdings gilt eine Teilnahme als möglich, sofern die letzten Formalitäten geklärt werden. Damit könnte er eine wichtige Option für die geschwächte Offensive darstellen.
Insgesamt ergibt sich damit ein zweigeteiltes Bild: Während mit Seider und Grubauer wichtige Leistungsträger rechtzeitig zurückkehren und dem Team vor allem defensiv Halt geben, wiegen die Ausfälle von Draisaitl und Stützle sowie die Unsicherheiten um Peterka schwer. Spieler wie Samanski könnten dadurch stärker in den Fokus rücken. Für das DEB-Team wird es nun entscheidend sein, die verbliebenen Kräfte schnell zu einer funktionierenden Einheit zu formen, um trotz der personellen Rückschläge konkurrenzfähig in die Weltmeisterschaft zu gehen.














