Tobias Krestan als einziger Deutscher im NHL-Draft gezogen

Der 18-jährige Stürmer wurde beim NHL-Draft 2026 in der siebten Runde an Position 209 von den Los Angeles Kings ausgewählt – und war damit der einzige deutsche Spieler, dessen Name im KeyBank Center von Buffalo am vergangenen Wochenende aufgerufen wurde.
Mit Geduld, harter Arbeit und einer beeindruckenden Entwicklung hat sich Tobias Krestan einen Platz in den Geschichtsbüchern des deutschen Eishockeys gesichert.
Für den in Hanau geborenen Angreifer ist die Auswahl die Belohnung für einen außergewöhnlichen Karriereweg. Seine ersten Schritte auf dem Eis machte Krestan beim EC Bad Nauheim, ehe er früh den Wechsel an die Red Bull Hockey Academy nach Salzburg wagte. Anschließend führte ihn sein Weg nach Schweden zu HV71 in Jönköping, wo er sich in einer der stärksten Nachwuchsligen Europas kontinuierlich weiterentwickelte. In der vergangenen Saison überzeugte er sowohl in der U20-Mannschaft von HV71 als auch im Trikot der deutschen U18-Nationalmannschaft mit starken Leistungen und offensiver Durchschlagskraft.
Dass Krestan als einziger deutscher Spieler gedraftet wurde, unterstreicht seine besondere Stellung innerhalb seines Jahrgangs. Während zahlreiche deutsche Talente auf eine Berücksichtigung hofften, blieb der Rechtsschütze der einzige deutsche Name auf den Draftlisten der 32 NHL-Clubs. Auch im gesamten deutschsprachigen Raum war die Ausbeute überschaubar: Neben Krestan wurde lediglich der Schweizer Lars Steiner ausgewählt, während Österreich leer ausging.
Besonders bemerkenswert ist die Geschwindigkeit, mit der sich Krestans Traum erfüllte. Nachdem die Los Angeles Kings ihn ausgewählt hatten, reiste der Angreifer unmittelbar in die USA, um am Development Camp der Organisation teilzunehmen und sich den Trainern und Verantwortlichen erstmals persönlich zu präsentieren. Dort erhält er nun die Gelegenheit, sich für weitere Einsätze innerhalb der Kings-Organisation zu empfehlen.
Mit dem Draft beginnt für Tobias Krestan allerdings erst der nächste Schritt seiner Entwicklung. Nur wenige Spieler schaffen den direkten Sprung in die NHL, weshalb die kommenden Jahre entscheidend sein werden. Seine Ausbildung in Schweden, seine internationale Erfahrung und sein ausgeprägter Torriecher geben jedoch Anlass zur Hoffnung, dass Deutschland in Zukunft einen weiteren NHL-Profi hervorbringen könnte.












