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Finnland lässt Lettland keine Chance

Norwegen holt gegen Kanada einen Punkt

Lesedauer: 5 Minuten
Die Norweger setzten Kanada zeitweise ordentlich unter Druck.
Die Norweger setzten Kanada zeitweise ordentlich unter Druck. (Foto: dpa/picture alliance/BILDBYRÅN)

Während Finnland in der Gruppe A der Eishockey-Weltmeisterschaft weiterhin ungeschlagen bleibt und sich somit als erster Verfolger von Tabellenführer Schweiz profiliert, wird es in der Gruppe B richtig spannend. Kanada gewann gegen Norwegen, benötigte aber eine Verlängerung und ist jetzt mit der Slowakei, die klar gegen Dänemark gewann, punktgleich an der Spitze.

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Gruppe A:

Kanada – Norwegen 6:5 (2:2, 1:1, 2:2, 1:0) n.V.

Ein ziemlich verrücktes Spiel erlebten die 5.938 Zuschauer in der Fribourger BCF-Arena. Die favorisierten Kanadier beherrschten, wie geplant, die Norweger, kassierten aber, nicht wie geplant, überraschende fünf Gegentore, mussten deshalb in die Verlängerung und konnten am Ende froh sein, wenigstens mit zwei Punkten vom Eis gehen zu können.

Bereits im ersten Drittel kamen die Fans aus dem Staunen nicht heraus. Nicht die Kanadier gingen in Führung, sondern die Norweger. Erst traf Eskild Bakke Olsen und dann erhöhte Johannes Johannesen sogar auf 2:0. Das alarmierte die Kanadier, die den Druck erhöhten und prompt traf der Star der Winnipeg Jets, Mark Scheifele, doppelt, glich noch vor der ersten Pause aus. War dies die Wende? Nein, denn die nervenstarken Norweger starteten ins zweite Drittel mit der nächsten Führung. Bereits nach vier Minuten traf Noah Steen zum 3:2 in Überzahl. Die Kanadier blieben zwar in der Folgezeit optisch überlegen, benötigten aber ebenfalls ein Powerplay zum Ausgleich, erzielt von Gabriel Vilardi. Wer jetzt geglaubt hat, dass spätestens im dritten Drittel die Physis der Kanadier entscheidend werden würde, sah sich getäuscht. Zwar gingen die Kanadier nach nur 31 Sekunden erstmals im Spiel in Führung, aber die Norweger schlugen eiskalt zurück. Erst glich Noah Steen aus und nur 108 Sekunden später sahen die begeisterten Fans in der Arena erneut Norwegen in Front. Tinus Luc Koblar hatte mit seinem zweiten WM-Treffer für das 5:4 der Skandinavier gesorgt. Jetzt wurden die Nordamerikaner langsam nervös und 135 Sekunden vor dem Ende nahmen die Kanadier Keeper Cam Talbot aus dem Tor und hatten Glück. Eineinhalb Minuten vor dem Ende gelang Ryan O`Reilly der verdiente Ausgleich und der Star des ersten Drittels, Mark Scheifele, traf bereits nach 29 Sekunden in der Overtime zum glücklichen Siegtreffer der Kanadier. Das nächste Spiel bestreiten die Kanadier bereits am 22. Mai gegen die Slowakei, während die Norweger erst am 23. Mai auf den Nachbarn Schweden treffen.

Tore: Kanada: Mark Scheifele (2;PEN), Gabriel Vilardi, Dylan Cozens, Ryan O`Reilly; Norwegen: Eskild Bakke Olsen, Johannes Johannesen, Noah Steen (2), Tinus Luc Koblar

Schweiz – Großbritannien 4:1 (1:0, 2:1, 1:0)

Mit viel Glück und dank einem starken Keeper Mat Robson  kassierten die Briten vor 10.000 Zuschauern in Zürich nur eine knappe 1:4-Niederlage. Dabei war der Start normal. Ganze fünf Minuten benötigten die Schweizer, dann brachte Nino Niederreiter seine Farben in Führung. Dabei blieb es bis zur ersten Pause und nach nur einer Minute traf Nico Hischier zum 2:0. Als Simon Knak in der 29. Minute das 3:0 markierte, schien der Weg zu einem weiteren Kantersieg frei, aber ausgerechnet jetzt zeigten die Briten ihre Krallen. Josh Waller verkürzte auf 1:3 und schaffte es kurzfristig, die Zuschauer zum Schweigen zu bringen. Im letzten Drittel schaffte es nur noch Nino Niederreiter, den exzellenter britischen Keeper Mat Robson zu überwinden, was aber dessen Trainer Peter Russell nicht davon abhielt, zwei Minuten vor dem Ende eben diesen Keeper vom Eis zu nehmen. Diese Maßnahme schien die Schweizer Spieler zu schocken, denn ihnen gelang in dieser Phase kein weiterer Treffer. Jetzt treffen die Schweizer am 23. Mai auf Ungarn, während sich die Briten bereits am 22. Mai mit Finnland messen.

Tore: Schweiz: Nino Niederreiter (2), Nico Hischier, Simon Knak; Großbritannien: Josh Waller

Gruppe B:

Finnland – Lettland 7:1 (3:1, 1:0, 3:0)

Ohne jede Chance waren die Letten im Duell mit den Finnen, obwohl der Spielstart explosiv war. Den ersten Angriff des Spieles initiierten die Letten und auf einmal stand es 1:0. Der Topscorer der Letten, Rudolfs Balcers, hatte mal wieder zugeschlagen, bereits seinen fünften WM-Treffer erzielt und sich damit in der Torjägerliste auf Platz eins gehievt. Das hielt die Finnen jedoch nicht davon ab, die Letten unter Dauerdruck zu setzen und so dauerte es nur fünf Minuten bis zum Ausgleich durch Hannes Bjorninen. Und weitere fünf Minuten später führte Finnland dank Henri Jokiharju erstmals, ließ mit dem Druck nicht nach und traf auch noch zum 3:1 durch Saku Maenalainen. Im zweiten Abschnitt zeigten sich die Letten vor allem in der Defensive stärker, erzwangen ein ausgeglichenes Spiel, kassierten jedoch ein viertes Gegentor. Scheinbar wollten die Finnen im dritten Abschnitt schnell klar Schiff machen. Innerhalb von nur fünf Minuten trafen Anton Lundell, Patrik Puistola und Aatu Raty zum 7:1-Endstand.

Tore: Finnland: Hannes Bjorninen, Henri Jokiharju, Saku Maenalainen, Waltteri Merelä, Anton Lundell, Patrik Puistola, Aatu Raty; Lettland: Rudolfs Balcers

Slowakei – Dänemark 5:1 (1:0, 2:0, 2:1)

Keine Chance hatten die Dänen gegen die Slowakei. Am Ende konnten die Skandinavier sogar noch froh sein, nur fünf Gegentore kassiert zu haben, denn die Slowaken verzeichneten 44:14 Torschüsse. Für die Führung benötigten die Slowaken noch ein Powerplay, das Martin Chromiak nutzte. Nach dem schnellen 2:0 im zweiten Drittel nach nur 56 Sekunden durch Adam Liska trafen die Slowaken schon in der 27. Minute zum 3:0, als Oliver Okuliar den hervorragenden Nicolai Henriksen im dänischen Tor überwand. Zwar gelang Dänemark im dritten Drittel das Ehrentor durch Mikkel Aagaard, was die Slowaken aber nur für zwei Minuten aus dem Konzept brachte. Nach dem 4:1 durch Martin Pospisil war das Spiel endgültig für die Slowaken gelaufen. Für den letzten Höhepunkt des Spieles sorgte Sebastian Cederle, der in der 54. Minute das 5:1 für die Slowakei erzielte. Für beide Teams geht es am 23. Mai weiter. Die Slowakei trifft auf den Nachbarn Tschechien, Dänemark spielt gegen Slowenien.

Tore: Slowakei: Martin Chromiak, Adam Liska, Oliver Okuliar, Martin Pospisil, Sebastian Cederle; Dänemark: Mikkel Aagaard

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