DEB-Team erfüllt seine Pflicht - und hofft nun auf seine Minimalchance

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat am Pfingstmontag ihre Hausaufgaben bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz erledigt. Gegen das als Absteiger feststehende Team aus Großbritannien gewann die DEB-Auswahl im letzten Gruppenspiel mühelos mit 6:3 (3:0, 1:1, 2:2) – und muss nun am Dienstag auf Schützenhilfe hoffen, um noch das Viertelfinale erreichen zu können.
In einem Spiel ohne allzu viel Körperkontakt bestimmten die Deutschen das Spiel von Minute eins an. Allerdings dauerte es bis zur 14. Minute, ehe Kader-Nachrücker Alexander Karachun das 1:0 erzielte. Er stand goldrichtig, um die starke Vorarbeit von Moritz Seider zu verwerten. Ein Doppelschlag innerhalb von 17 Sekunden in der Schlussminute des ersten Abschnitts brachte praktisch schon die Entscheidung. Erst schloss Frederik Tiffels einen Konter mit einem Schuss in den kurzen Winkel ab, dann erhöhte Fabio Wagner auf 3:0.
Im zweiten Drittel machte das DEB-Team viel für die Galerie, traf aber trotz vieler Chance nur einmal, als Andreas Eder das 4:0 markierte (23.). Die Briten kamen dann auch auf der Anzeigetafel an: Robert Dowd nutzte ein Powerplay zum fünften Turniertreffer seines Teams (25.). Im letzten Abschnitt ging es dann allerdings schnell: Nach nur 17 Sekunden erhöhte Josh Samanski auf 5:1. Beim sechsten deutschen Treffer schloss Leon Gawanke eine schöne Kombination über mehrere Stationen erfolgreich ab (49.). Kurz danach verkürzten allerdings Ollie Betteridge (51.) und Robert Lachowicz (55.) auf 3:6.
Nach dem erwartbaren Sieg des Titelverteidigers aus den USA gegen Ungarn am Nachmittag ist die Ausgangslage für die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis nun klar: Da am Dienstagmittag (12.20 Uhr) von einem Sieg Lettlands gegen Ungarn auszugehen ist, führt nur ein Ausgang des Spiel zwischen den USA und Österreich (16.20 Uhr) zu einem Erreichen des Viertelfinals für die deutsche Mannschaft: Die Amerikaner müssen nach Verlängerung oder Penaltyschießen gewinnen – jede andere Konstellation führt zum Ausscheiden der DEB-Auswahl.














