DEB-Team findet nicht zum Spiel: 2:5-Klatsche gegen Österreich

Das war nichts aus Sicht der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Nach dem guten Auftritt gegen Lettland musste sich das DEB-Team im Duell mit Österreich beim Deutschland-Cup in Landshut mit 2:5 (0:1, 1:1, 1:3) geschlagen geben – sehr zur Freude von Dominic Zwerger, der sein 100. Länderspiel für die Alpenrepublik absolvierte, und zum Ärger der Fans in der mit 4200 Zuschauern ausverkauften Arena.
Das erste Drittel lief völlig an der deutschen Mannschaft vorbei. Schon nach fünf Spielsekunden fand sich das DEB-Team nach einem unnötigen Foul in Unterzahl wieder. Zwar überstanden die Gastgeber diese Situation noch weitgehend souverän, doch mit Ablauf der Strafe war eine Glanztat von Torhüter Dustin Strahlmeier nötig, um bei einem Schuss von Lukas Haudum nicht früh in Rückstand zu geraten. Die Österreicher hatten allerdings auch in der Folge mehr vom Spiel, wirkten aggressiver und bissiger. Erst in der elften Minute konnte sich die deutsche Mannschaft erstmals in der Offensive festsetzen. In der 15. Minute rappelte es dann hinten: In Überzahl verlor das DEB-Team die Scheibe an der blauen Linie, Vinzenz Rohrer war auf und davon und traf per Shorthander zur Gästeführung. „Wir müssen hinten die Entscheidungen schneller treffen“, mahnte Stürmer Danjo Leonhardt in der Pause im Gespräch mit Magenta-Sport an.
Das zweite Drittel wirkte geordneter, verlief aber zehn Minuten lang in der Offensive eher verhalten, einmal abgesehen von einem gefährlichen Schuss des Österreichers Paul Stapelfeldt (27.). Doch Routinier Moritz Müller rüttelte die deutsche Mannschaft wach, traf per Bauerntrick zum 1:1-Ausgleich (30.). In den folgenden zwei Minuten ließen die Deutschen zwei Alleingänge von Maximilian Kastner und Parker Tuomie ungenutzt – und wurden gleich wieder bestraft. Paul Huber schloss einen Konter zur erneuten österreichischen Führung ab (32.).
Auch im letzten Abschnitt ging es genau so weiter: Ein Fehlpass im Aufbau brachte schon nach 49 Sekunden das 1:3: Leon Wallner zog ab, Paul Huber nahm Dustin Strahlmeier die Sicht (41.), ohne dass ihn ein Verteidiger daran hinderte, schon war der Puck wieder drin. Der an diesem Abend beste Österreicher, Vincenz Rohrer, krönte seine Leistung mit dem Treffer zum 4:1 für sein Team, als er einen Schuss erfolgreich abfälschte (52.). Jubilar Dominic Zwerger legte das 5:1 nach, als das deutsche Team den Puck am eigenen Tor gedankenlos vertändelte (55.). Philipp Preto gelang schließlich noch Ergebniskosmetik zum 2:5 (59.).
„Das müssen wir uns genau anschauen“, sagte Stürmer Parker Tuomie. „Das ist unser Heimturnier und da wollen wir vor unseren Fans nicht so abliefern. Österreich hat gut gespielt und es uns schwergemacht, vor das Tor zu kommen. Wir haben aber auch nicht genug getan, um dorthin zu kommen.“
„Wir wollten schnelle Entscheidungen treffen. Das haben wir nicht gut gemacht. Auch läuferisch und vom Räume engmachen her, was das nicht ausreichend. Wir haben das Spiel selbst langsam gemacht. Wir müssen morgen eine andere Leistung aufs Eis bringen“, erklärte Bundestrainer Harold Kreis.
Am Samstagmittag hatte die Slowakei mit 4:1 (2:0, 1:0, 1:1) gegen Lettland gewonnen. Am Sonntag endet das Turnier mit den Spielen zwischen Lettland und Österreich (11 Uhr) und der Partie zwischen Deutschland und der Slowakei (14.45 Uhr).
Tore: 0:1 (14:25) Rohrer (Huber/4-5), 1:1 (29:32) Müller (Brunnhuber, Klein), 1:2 (31:52) Huber (Zündel, Wallner), 1:3 (40:49) Wallner (Rohrer), 1:4 (51:31) Rohrer (Raffl, Wallner), 1:5 (54:50) Zwerger (Haudum, Schneider), 2:5 (58:03) Preto (Fleischer, Brunnhuber).
Strafen: Deutschland 6, Österreich 6.
Zuschauer: 4200 (ausverkauft).














