Starke Antwort! DEB-Team holt den Deutschland-Cup

Nein. Einfach weitermachen, das gab es nicht nach der schlechten Leistung bei der 2:5-Pleite gegen Österreich am Samstag. „Wir werden das ganz sicher nicht sofort abhaken“, sagte Bundestrainer Harold Kreis vor dem abschließenden Turnierspiel gegen die Slowakei beim Deutschland-Cup in Landshut.
Individuelle Gespräche darüber, was schiefgelaufen war, habe es gegeben. Und die waren offenbar effektiv: Denn das DEB-Team besiegte die Slowakei mit 3:0 (2:0, 1:0, 0:0) – und gewann damit zum elften Mal das eigene Turnier.
Eines fiel sofort auf: Die Körpersprache war eine ganz andere. Vor allem aber gab die deutsche Nationalmannschaft nicht wie am Samstag die neutrale Zone auf und setzte die Slowaken mit hartem Forechecking unter Druck. Das erinnerte schon deutlich mehr an den guten Auftritt beim 4:1-Sieg am Donnerstag gegen Lettland. Schon früh hätten die Hausherren in Führung gehen können, denn in der vierten Minute rauschte ein Schuss von Routinier Moritz Müller an den Pfosten. Zwar ließen die Deutschen zwei Phasen mit doppelter Überzahl in den Anfangsminuten ungenutzt, dennoch klappte es kurze Zeit später mit der Führung. Parker Tuomie setzte die slowakische Verteidigung mit aggressivem Forechecking unter Druck, erzwang so den Fehlpass und löffelte den Puck ins Netz (11.). Nur 68 Sekunden später stand es 2:0, als Bennet Roßmy eine schöne Kombination abschloss.

Der Mittelabschnitt begann optimal für die Deutschen: Fabio Wagner zog von hinten ab und erhöhte auf 3:0 (23.). „Es ist immer schön, ein Tor zu schießen. Aber wichtig ist, dass wir gut spielen. Wir wollen das Spiel gewinnen“, sagte der Torschütze gegenüber Magenta-Sport. Zwar kamen die Slowaken im Anschluss besser ins Spiel, allerdings machten die Deutschen ihren Job in der Defensive ordentlich und hatten mit Maximilian Franzreb einen starken Rückhalt im Tor. Pech hatten Bennet Roßmy (28.) und Stefan Loibl (31.) bei ihren Schüssen, weil ihnen jeweils der Schläger brach. Auch Parker Tuomie, der nach den vielen Ausfällen klar eine Führungsrolle im Team eingenommen hat und mit Leistung voranging, hatte noch zwei gute Gelegenheiten (33., 40.).
In den abschließenden 20 Minuten des Turniers verteidigte das DEB-Team die Führung mit viel Übersicht. Maxi Franzreb krönte seine starke Leistung mit einem wohlverdienten Shutout.
„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, sagte DEB-Kapitän Moritz Müller. „So wie gegen Österreich wollen wir nicht auftreten. Da sind wir unter die Räder geraten. Es ist schön, dass wir mit dem Sieg die Chance hatten, den Deutschland-Cup zu gewinnen. Wir wissen gar nicht, warum das gegen Österreich so war. Wichtig war die Antwort heute – und die haben wir als Mannschaft gegeben.“
Am Sonntagmittag hatte Lettland mit 4:2 (0:0, 1:0, 3:2) gegen Österreich gewonnen.
Im Anschluss an das Spiel wurde die deutsche Eishockey-Legende Erich Kühnhackl kurz vor dem 50-jährigen Jubiläum des Gewinns der olympischen Bronzemedaille 1976 in Innsbruck mit dem bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.
Tore: 1:0 (10:02) Tuomie, 2:0 (11:10) Roßmy (Wagner, Kastner), 3:0 (22:59) Wagner (Hüttl, Fleischer).
Strafen: Deutschland 10, Slowakei 14.
Zuschauer: 3333.














