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Haie: War das die Wende?

Lesedauer: 3 Minuten
Die "Alex Hicks Initiative"

Kölner Haie – Augsburger Panther 6:1 (0:0, 4:0, 2:1)

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Ein zweites Drittel, das vielleicht das beste der Saison war, bescherte den leidgeprüften Domstädtern endlich einmal das Gefühl, doch noch siegen zu können, und zwar richtig. Zwar hätte im ersten Drittel das Match mit einer Augsburger Führung beginnen können, doch Frank Doyle im Haie-Gehäuse bewahrte sein Team vor einem Rückstand. Herausragend bei den Kölnern auch noch Christoph Ullmann sowie Kamil Piros. Im dritten Drittel fuhren die Gastgeber lässig den Sieg nach Hause. Was die Zuschauer froh stimmte, war die Tatsache, dass endlich auch einmal wieder richtig auf Körper gegangen wurde.

War es die Wende, die die Kölner, ob Vereinsführung, Spieler und last but not least die Zuschauer herbeigesehnt hatten? Gut, der Gegner entstammte nicht der Abteilung DEL-Elite, aber auch gegen Augsburg müssen in einem Drittel erst einmal vier Treffer erzielt werden. Nach Düsseldorf, das die Schwaben auf deren Eis beim 2:5 am letzten Freitag schlecht aussehen ließ, waren es zwei Tage später die Kölner, die für Frust bei den recht zahnlos gewordenen Panthern sorgten. Von den ewigen rheinischen Rivalen haben die Fuggerstädter zumindest vorerst die Riechorgane voll.

Es war die souundsovielte und  vielzitierte letzte Chance, die die Kölner Vereinsführung ihren Akteuren einmal mehr einräumte. Denn auch am letzten Freitag beim deutlichen 1:5 in Wolfsburg war der heißersehnte Ruck nicht durch die Reihen der Domstädter gegangen. Die Haie mussten weiterhin auf Torwart Robert Müller und Kapitän Dave McLlwain verzichten. Beim Gast aus der Fuggerstadt fehlten die Verteidiger Christian Chartier und Steffen Tölzer, die beide an Armverletzungen laborieren.

Das erste Drittel zeigte Eishockey zum Abgewöhnen. Vor allen Dingen den Kölnern merkten man den Druck an, der von allen Seiten auf der Mannschaft lastet. Entsprechend zerfahren waren die meisten Aktionen. Trotz allem verlief der erste Abschnitt hektisch.

Doch dann kamen die zweiten 20 Minuten, die den wenigen Zuschauern endlich mal wieder Grund zur Freude boten. Viermal schlug es bei den tapferen Gästen aus Schwaben ein, viermal polterte es hörbar, wenn erneut die Steine von den Schultern diverser Verantwortlichen fielen. Nach dem 1:0 brachen die Dämme, nach dem 2:0 herrschte allenthalben Begeisterung auf den Rängen. Kurz vor Ertönen der zweiten Sirene war nicht nur die Vorentscheidung, sondern die Entscheidung gefallen. Die Haie schossen sich regelrecht den wochenlangen Frust von der Seele.

Tore: 1:0 (24;31) Adams (Melischko), 2:0 (26;05) Piros (Dmitrijew), 3:0 (29;52) Melischko (Pratt, Ullmann), 4:0 (38;34) Warriner (Piros), 5:0 (43;18) Ullmann (Marcel Müller, Gogulla), 5:1 (45;14) Barney (Olimb), 6:1 (52;05) Ullmann (Marcel Müller). – Zuschauer: 7.863. – Strafminuten: Köln 14, Augsburg 16 + 10 Gordon. – Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg).

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