DEL-Vorschau 2026/27: Straubing Tigers

Am 17. September startet die DEL in die neue Spielzeit. Hockeyweb stellt täglich eine Mannschaft vor. Heute richtet sich der Blick auf die Straubing Tigers.
Die Straubing Tigers gehen mit viel Kontinuität, aber auch einigen interessanten Veränderungen in die DEL-Saison 2026/27. Die Niederbayern landeten in der Vorrunde sensationell mit 101 Punkten auf dem dritten Rang, mussten dann jedoch früh im Viertelfinale gegen den späteren Meister Eisbären Berlin die Segel streichen. Cheftrainer Craig Woodcroft bleibt ebenso an Bord wie ein großer Teil des Stammpersonals. Gleichzeitig hat der Sportliche Leiter Jason Dunham den Kader gezielt verstärkt und dabei vor allem im Angriff für zusätzliche Qualität und Tiefe gesorgt. Mit Gary Shuchuk wurde zudem ein neuer Assistenztrainer verpflichtet, der bereits über reichlich DEL-Erfahrung verfügt.
Tor:
Auf der Torhüterposition erreichte die Tigers er spät in der Sommerpause die Hiobsbotschaft, dass die etatmäßige Nummer eins Henrik Haukeland das Team in Richtung KHL verlässt. Deshalb musste der Sportliche Leiter Jason Dunham reagieren und holte den 26-jährigen Tschechen Jakub Skarek. nach Straubing. Der 1,91 Meter große Linksfänger wurde einst von den New York Islanders gedraftet, für die er immerhin für zwei Spiele zwischen den Pfosten stand. Zuletzt gehörte er der Organisation der San Jose Sharks an und stand in 20 Partien für AHL-Club San Jose Barracuda im Tor. Das Potential zur Nummer eins hat er, muss dafür allerdings konstanter seine gute Leistungen abrufen. An seiner Seite steht der talentierte Florian Bugl. Der 24-Jährige kam in der vergangenen Saison verletzungsbedingt nur auf 15 Einsätze, hofft aber in der neuen Saison eine deutlich größere Rolle übernehmen. Zu können. Ergänzt wird das Torhütergespann durch Sebastian Wieber.
Verteidigung:
In der Defensive setzen die Tigers auf eine Mischung aus Erfahrung und offensiver Qualität. Marcel Brandt bleibt eine der zentralen Figuren im Abwehrverbund, nachdem der gebürtige Dingolfinger seinen Vertrag im Sommer verlängerte.
Bei den Importspielern einigte man sich mit US-Boy Alex Green und dem Kanadier Nicolas Beaudin auf neue Arbeitspapiere. Auch der erfahrenene Stephan Daschner und Mario Zimmermann konnte man halten. Daneben dürfte Adrian Klein nach einem weiteren starken Jahr noch mehr Verantwortung erhalten.
Neu bei den Niederbayern ist Joseph Duszak. Der 28-jährige US-Amerikaner kommt aus der KHL und gilt als offensiv ausgerichteter Verteidiger. Bei seinen Stationen in der AHL und KHL sammelte er teilweise beeindruckende Scorerwerte und soll insbesondere im Powerplay für zusätzliche Optionen sorgen.
Auf dem U23-Sektor verfügen die Tigers noch mit Moritz Kukuk und dem erst 19-jährigen Max Bleicher über zwei weitere interessante Abwehrtalente, die zudem per Förderlizenz in Regensburg DEL2-Spielpraxis sammeln dürften.
Sturm:
Im Sturm haben die Tigers ihren Kader nach den schmerzlichen Abgängen von Tim Fleischer (Köln) und Elias Hede (München) und dem Karriereende von Mike Connolly deutlich verändert. Mit Jean-Christophe Beaudin, Jamieson Rees, Hudson Elynuik, Spencer Kersten und Taro Jentzsch kamen gleich mehrere neue Gesichter hinzu.
Beaudin bringt mit 29 Jahren viel internationale Erfahrung mit. Der Kanadier spielte bereits in der NHL, AHL, KHL, finnischen Liiga und DEL und soll als Center Verantwortung übernehmen. Der 25-jährige Jamieson Rees absolvierte bereits mehr als 300 AHL-Spiele und bringt vor allem Tempo, Energie und Intensität mit.
Hudson Elynuik ist mit 1,95 Metern dagegen ein ganz anderer Spielertyp. Der Kanadier kann sowohl Center, als auch Flügel spielen und soll dem Angriff zusätzliche Physis verleihen. Spencer Kersten kommt ebenfalls aus Nordamerika und ist vielseitig einsetzbar.
Mit Taro Jentzsch wurde zudem ein deutscher Angreifer aus Iserlohn verpflichtet. Der 26-Jährige sollte eigentlich zusätzliche Torgefahr und Erfahrung in den Sturm bringen, fällt nach seiner Verletzung allerdings zunächst mehrere Wochen aus. Damit fehlt den Tigers gerade zum Saisonstart ein wichtiger Neuzugang.
Gleichzeitig bleibt ein großer Teil des deutschen Gerüsts erhalten. Stefan Loibl geht weiterhin für seinen Heimatverein aufs Eis und kommt aus einer Saison mit 36 Scorerpunkten. Auch Danjo Leonhardt, Linus Brandl, Filip Varejcka und Tim Brunnhuber bleiben an Bord. Skyler McKenzie und Simon Seidl konnten ebenfalls gehalten werden. Die beiden Topscorer Nick Halloran (63 Punkte) und Tyler Madden sollen auch in der neuen Spielzeit mit ihren Scoring-Qualitäten die Offensive anführen.
Prognose:
Die Straubing Tigers haben ihren Kader gezielt verstärkt und gleichzeitig einen großen Teil ihres erfolgreichen Grundgerüsts erhalten. Besonders die neue Mischung im Angriff bietet viel Potenzial. Wenn die neuen Importspieler schnell funktionieren und Jakub Skarek zusammen mit Florian Bugl ein starkes Torhüterduo bildet, sollte Straubing erneut zum oberen Drittel der DEL gehören.
Die direkte Playoff-Qualifikation ist für die Tigers ein realistisches Ziel. Für einen Platz unter den ersten vier muss allerdings vieles passen. Die Qualität für eine weitere Playoff-Teilnahme ist zweifellos vorhanden.













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