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Der Hockeyweb-Countdown zum DEL-Saisonstart

DEL-Vorschau 2026/27: Schwenninger Wild Wings

Lesedauer: 4 Minuten
Joacim Eriksson gehört auch in der Saison 2026/27 zu den Leistungsträgern der Schwenninger Wild Wings. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)

Am 17. September startet die DEL in die neue Spielzeit. Hockeyweb stellt täglich eine Mannschaft vor. Heute richtet sich der Blick auf die Schwenninger Wild Wings.

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Die Schwenninger Wild Wings gehen mit einigen Fragezeichen, aber auch viel Selbstvertauen in die DEL-Saison 2026/27. Die Mannschaft von Cheftrainer Steve Walker überstand in der vergangenen Spielzeit zunächst die Pre-Playoffs, scheiterte aber im Anschluss im Playoff-Viertelfinale an den starken Kölner Haien. Im Sommer gab es am Kader an einigen wichtigen Stellen Veränderung. Vor allem im Angriff musste der Verlust der langjährigen Leistungsträger Tylor und Tyson Spink aufgefangen werden. Gleichzeitig haben die Verantwortlichen mit mehreren Neuzugängen für frische Impulse gesorgt. Die Mischung aus bewährten Kräften, erfahrenen DEL-Spielern und neuen Importspielern soll dafür sorgen, dass Schwenningen erneut um die Playoff-Teilnahme kämpfen kann.

Tor:

Im Tor setzen die Wild Wings weiterhin auf eine bewährte Lösung. Joacim Eriksson bleibt die klare Nummer eins. Der Schwede gehört zu den erfahrensten und besten DEL-Torhütern und soll auch 2026/27 ein wichtiger Rückhalt der Mannschaft sein. Neu als Backup für den abgewanderten Michael Bitzer steht mit Simon Wolf ein junges deutsches Talent bereit, das in seiner Entwicklung den nächsten Schritt machen soll.

Verteidigung:

In der Defensive hat der Sportliche Leiter Stefan Wagner nach den Karriereenden von Kapitän Thomas Larkin und Ben Marshall gezielt nachgebessert. Mit Alex Peters (Rauma/FIN) kommt ein kanadischer Verteidiger neu nach Schwenningen, während Bode Wilde (Kassel Huskies) ebenfalls für mehr Stabilität und Qualität im Abwehrverbund sorgen soll. Besonders interessant ist zudem die Verpflichtung von Thomas Schemitsch, der mit der Empfehlung von 33 Scorerpunkten aus der vergangenen Saison von den Augsburger Panthern verpflichtet wurde und das schwache Powerplay ankurbeln soll. Daneben bleiben mit Eric Martinsson, Dominik Bittner, Arkadiusz Dziambor, Alex Trivellato und Will Weber erfahrene Kräfte an Bord. Gleichzeitig wollen die Wild Wings ihren Nachwuchs stärker einbinden: Niclas Hempel und Niklas Hübner gehören zum erweiterten Abwehrkader und können über eine Kooperation mit den Ravensburg Towerstars Spielpraxis sammeln. Die Defensive dürfte damit vor allem körperlich und in der Breite stärker aufgestellt sein. Ob sie tatsächlich einen Schritt nach vorne machen kann, wird allerdings davon abhängen, wie schnell sich die neuen Verteidiger in das System integrieren.

Angriff:

Die größte Veränderung gibt es im Sturm. Nach sechs gemeinsamen Jahren haben Tylor und Tyson Spink Schwenningen in Richtung Dresden verlassen. Von den wenig überzeugenden Felix Maegaard Scheel (Augsburg) und Tim Gettinger (Sheffield) trennte man sich im Sommer. Mit Jordan Szwarz konnte man sich auf keinen neuen Vertrag einigen.

Im Gegenzug haben die Wild Wings mit Curtis Valk einen erfahrenen Mittelstürmer verpflichtet. Der Kanadier, der zusätzlich die kasachische Staatsbürgerschaft besitzt, verfügt über enorme KHL-Erfahrung und soll eine wichtige Rolle im Angriff übernehmen. Dazu kommen mit Eric Cornel und Austin Ortega zwei weitere Importspieler, von denen insbesondere Ortega für offensive Durchschlagskraft sorgen soll. Reed Lebster wechselte aus der ECHL und soll bei seiner ersten Europa-Station auf den Flügeln für Tempo und Energie sorgen.

Gleichzeitig bleibt ein großer Teil des deutschen Gerüsts erhalten. Sebastian Uvira, Mirko Höfflin, Phil Hungerecker, Alexander Karachun, Boaz Bassen, Kyle Platzer und stehen weiterhin im Kader. Mit den jungen Stürmern Håkon Hänelt, Philip Feist und Neuzugang Vadim Schreiner (München) kommt zusätzlich Talent und Tiefe hinzu.

Die große Aufgabe wird sein, die Produktion der Spink-Zwillinge zu ersetzen. Schwenningen verliert damit nicht nur zwei bekannte Gesichter, sondern auch über Jahre eingespielte offensive Automatismen. Die Neuzugänge bringen zwar reichlich Potenzial mit, müssen aber erst beweisen, dass sie diese Lücke gemeinsam schließen können.

Prognose:

Die Schwenninger Wild Wings stehen vor einer interessanten Saison. Einerseits hat der Kader durch die Abgänge der Spink-Zwillinge und weiterer Leistungsträger ein Stück seiner über Jahre gewachsenen Identität verloren. Andererseits haben die Verantwortlichen die Gelegenheit genutzt, die Mannschaft gezielt zu verändern und neue offensive Impulse zu setzen.

Für die Wild Wings wird deshalb entscheidend sein, wie schnell die neue Offensive funktioniert. Gelingt es die entstandenen Lücken kollektiv zu schließen, verfügt Schwenningen über genügend Qualität, um erneut um die Playoff-Plätze mitzuspielen. Für die direkte Qualifikation dürfte es eng werden, die Pre-Playoffs sind jedoch ein realistisches Ziel.

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