DEL-Chef Tripcke: „Wir wollen auf jeden Fall wieder spielen.“Als Resultat der staatlichen Corona Auflagen proklamiert die DEL eine Deckungslücke von 60 Millionen Euro

DEL-Chef Gernot Tripcke. (picture alliance/augenklick, Hockeyweb)DEL-Chef Gernot Tripcke. (picture alliance/augenklick, Hockeyweb)
Lesedauer: ca. 1 Minute

Durch die Beschränkung der Hallenkapazität auf 20 Prozent der Zuschauer, ist laut Tripcke kein wirtschaftlicher Spielbetrieb möglich. Denn an Spieltagen werden rund 80 Prozent des Umsatzes erzielt. Die DEL plant, den Spielbetrieb am 13. November zu starten. In einem Spiegel-Interview bestätigte der DEL-Geschäftsführer, dass die Liga 60 Millionen vom Bund benötige um die Einnahmeeinbußen zu kompensieren. Tripcke räumte dennoch ein, dass die DEL auch ohne das Geld vom Bund unbedingt spielen möchte und die Saison vorerst nicht absagen wird: „Wir haben zu jedem Zeitpunkt mehrere Szenarien. Wir müssen die Situation beobachten. Vielleicht ergibt sich doch noch die Möglichkeit, die Zahl der Fans in den Hallen zu erhöhen. Wir wollen auf jeden Fall wieder spielen. Und wir werden die Saison nicht absagen. Das sind wir den Fans, Partnern, Spielern, dem Nachwuchs und der Nationalmannschaft schuldig.“

Die Eishallen und auch Reisen mit Sondergepäck, aber auch größere Kader als beispielsweise im Handball seien der Grund dafür, warum Eishockey teurer sei, als andere Sportarten, so Tripcke im Gespräch mit dem Spiegel. Da zudem die vom Staat bereits zugesagten 800.000 pro Team noch nicht per Bescheid offiziell zugesagt seien, stehen die Clubs vor einem Problem. „Wir können nicht jetzt losspielen, und Weihnachten sind wir dann insolvent“, so Tripcke im genannten Interview. Der DEL2 würden die bereits zugesicherten Hilfsleistungen bereits reichen, da die Kosten geringer seien. In anderen Ländern wie beispielsweise der Schweiz seien bereits mehr Zuschauer zugelassen, zudem seien die TV-Verträge in anderen Ländern besser.

Wie ein möglicher Plan B aussehen könnte, skizzierte Tripcke allerdings nicht.