Olympia 2026: US-Frauen gewinnen nach Verlängerungs-Drama Gold - Schweizerinnen freuen sich über Bronze

Bevor es ab Freitag in die Endphase des olympischen Eishockey-Turniers bei den Herren geht, wurden bereits heute die Medaillen bei den Frauen verteilt. Dabei brauchte es zweimal die Verlängerung.
Zum achten Mal ging es im Finale bei den Olympischen Spielen der Frauen um Gold. Sieben Mal hieß das Spiel USA gegen Kanada. 2014 siegte Kanada mit 3:2 nach Verlängerung. 2018 behielten die USA im Penaltyschießen mit dem gleichen Ergebnis die Oberhand. 2022 waren die Kanadierinnen wieder dran.
Dieses Spiel entwickelte sich vor 11.171 Zuschauern in der Milano Santagiulia Ice Hockey Arena, anders als noch beim klaren 5:0 der USA im Gruppenspiel, von Beginn an zu einer hochklassigen Angelegenheit, die die USA in der Verlängerung mit 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0) gewannen. 350 Minuten blieben die amerikanischen Torhüterinnen ohne Gegentor. Zu Beginn des zweiten Drittels nutzte Kristin O'Neill einen Konter in Unterzahl und überwand die US-Torhüterin Aerin Franklin zur 1:0-Führung. Zuletzt hatte die Tschechin Barbora Jurickova im ersten Gruppenspiel einen Treffer gegen die mit einem Torverhältnis von 31:1 fürs Finale qualifizierten US-Frauen erzielt. Der Ausgleich durch Hilary Knight schickte das Spiel 124 Sekunden vor Schluss in die Verlängerung und trieb die Spannung auf den Höhepunkt. Eine Einzelaktion durch Megan Keller in der 65. Minute ließ die Siegesserie gegen die Rivalinnen aus Kanada auf acht Siege anwachsen.
Im Spiel um die Bronzemedaille zwischen der Schweiz und Schweden wiederholte sich beim 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 1:0) nach Verlängerung Geschichte. Mit 15 Jahren sicherte die Schweizerin Alina Müller bereits im Jahr 2014 bei den Olympischen Spielen in Sotschi mit ihrem Treffer zum vorentscheidenden 4:2 ihrer Mannschaft den dritten Platz und eine Medaille. An diesem Nachmittag gelang ihr dieses Kunststück erneut. In der zehnminütigen Drei-gegen-drei-Verlängerung traf sie 50 Sekunden vor Schluss zur Entscheidung. Als überragende Akteurin erzielte sie vier von acht Toren und zählte auch beim 1:0-Erfolg im Viertelfinale gegen Finnland neben Torhüterin Andrea Brändli zur Spielerin des Spiels. Die Tore in der regulären Spielzeit fielen im zweiten Drittel. Mira Jungaker brachte Schweden in der 32. Minute in Führung. 240 Sekunden später glich Sinja Leemann aus.














