OlympiaLiveticker Ergebnisse Tabelle Spielplan Playoffs
Anzeige
Kommentar zum Viertelfinal-Aus

Da war mehr drin: Warum das Abschneiden bei Olympia so enttäuschend ist

Lesedauer: 2 Minuten
Schon wieder drin. Torhüter Philipp Grubauer nach dem fünften Gegentor im Viertelfinale gegen die Slowakei.
Schon wieder drin. Torhüter Philipp Grubauer nach dem fünften Gegentor im Viertelfinale gegen die Slowakei. (Foto: dpa/picture alliance/Associated Press)

Das Ausscheiden der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen 2026 ist für mich vor allem eines: extrem enttäuschend. Und zwar nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern wegen der Art und Weise.

Anzeige

Für mich war diese 2:6-Niederlage gegen die Slowakei – genauso wie schon die Partie am vergangenen Sonntag gegen die USA (1:5) – einfach enttäuschend. Unsere Stars sind genau in dem Moment abgetaucht, in dem du sie am meisten brauchst. Auf der anderen Seite liefern die Leistungsträger des Gegners genau in solchen Partien dann ab. So entsteht auf diesem Niveau der Unterschied.

Mein Gefühl vor Olympia war ehrlich gesagt: Wow, was für ein starkes Team. Eine mit Spielern aus der National Hockey League gespickte Mannschaft, viele davon im besten Alter – das war eine riesige Chance. Umso bitterer, dass es sich jetzt so anfühlt, als wäre alles vorbei, bevor es überhaupt richtig angefangen hat.

Was besonders frustriert: Deutschland hat sich viel zu einfache Fehler geleistet. Und dazu gehören auch unsere gestandenen NHL-Spieler, die scheinbar zu viel Verantwortung schultern wollten und teilweise überspielt wirkten. Gerade von ihnen erwartet man Stabilität, Spielkontrolle und Führung – stattdessen waren unnötige Scheibenverluste, Abstimmungsprobleme und fehlende Konsequenz in der eigenen Zone zu sehen.

Vor allem aber war das einfache, direkte Spiel mit Zug zum Tor komplett verschwunden. Statt klarer Aktionen wirkte vieles kompliziert, zögerlich und wenig zwingend. Auf diesem Niveau reicht das nicht.

Wenn man sich die anderen drei Viertelfinal-Partien angeschaut hat, waren das physisch und spielerisch extrem harte, intensive Spiele – genau das, was man von Olympia erwartet. Diese Energie, diese Kompromisslosigkeit, dieses „Alles oder nichts“ hat mir bei Deutschland weitestgehend gefehlt. Die magischen Momente aus den vorhergehenden erfolgreichen Turnieren fehlten einfach. Es gab nicht das Momentum und diese Euphorie im Team, die bei einem so großen und besonderen Wettbewerb dringend nötig ist, um die großen Nationen schlagen zu können.

Deshalb bleibt am Ende nicht nur die Enttäuschung über das Ausscheiden, sondern auch das Gefühl, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre. Und genau das macht es so schwer, dies zu akzeptieren.

Top News
Olympia
Werbemittel
Alle Highlights der vergangenen Saison kostenlos auf Sporteurope.TV
Anzeige
Weitere Artikel
Mehr Artikel →
Top-Meldungen
Mehr Artikel →
Anzeige