Starbulls Rosenheim fast komplettIn Selb und gegen Weiden

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Ob Mitchell, der Anfang Dezember einen Zusammenbruch nach dem Training erlitt und in den vergangenen Spielen in Sonthofen und gegen Memmingen deshalb fehlte, bereits am Freitagabend in Selb wieder mit von der Partie sein kann, ist noch fraglich. Grundsätzlich hat der 28-jährige kanadische Stürmer aber grünes Licht von den Ärzten bekommen, um wieder aufs Eis zu gehen. Spätestens im Heimspiel am späten Sonntagnachmittag gegen Weiden soll er laut Siciniski neben Michael Fröhlich und Tadas Kumeliauskaus wieder für die Starbulls stürmen. Mit Ausnahme von Kevin Slezak, der noch bis mindestens kommendes Wochenende fehlt, wäre der Rosenheimer Kader dann komplett.

Die Erstauflagen der beiden Aufgaben des anstehenden Wochenendes konnten die Starbulls erfolgreich gestalten. In Selb gelang den Grün-Weißen vor vier Wochen ein 4:2-Auswärtserfolg und die Blue Devils aus Weiden waren am ersten Spieltag beim Rosenheimer 5:0-Erfolg im ROFA-Stadion chancenlos. Doch beide Kontrahenten stehen inzwischen gewaltig unter Zugzwang – und haben im Verlauf der Spielzeit schon gezeigt, dass sie Potenzial für positive Überraschungen haben. Freitagsgegner Selb stand nach einem goldenen Oktober und einer wölfestarken Serie mit neun Siegen aus zehn Spielen Anfang November sogar noch auf dem zweiten Tabellenplatz, ehe sich das Blatt zum Negativen wendete. Die letzten fünf Spiele wurden allesamt in der regulären Spielzeit verloren. In der Tabelle sind die Oberfranken auf den zehnten Rang durchgereicht worden. Dabei spielt das Team von Henry Thom gar nicht signifikant schlechter, als in der ersten Saisonphase. Doch während man damals das ein oder andere Spiel sehr glücklich für sich entscheiden konnte – Paradebeispiel war der schmeichelhafte 7:5-Erfolg in Rosenheim – verlor das Team zuletzt mehrfach unglücklich und unverdient. So auch bei der jüngsten Partie in Peiting, als die Wölfe das bessere Team waren aber viele Torchancen liegen ließen und am Ende knapp mit 2:3 den Kürzeren zogen. Ausgerechnet das Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim soll jetzt in Oberfranken die Trendwende zurück zum Positiven einläuten.

Und auch die Heimaufgabe gegen Weiden am späten Sonntagnachmittag dürfte eine deutlich größere Herausforderung für die Rosenheimer Kufenflitzer werden, als die rein tabellarisch Platzierung des Gegners dies vermuten lässt. Die Mannschaft von Trainer Ken Latta leistete sich zuletzt mehrere Ausrutscher zu Hause, zeigte sich aber bei Auftritten in fremden Stadien in der laufenden Spielzeit öfters schon richtig stark. In Regensburg und Deggendorf gelangen zuletzt Siege und selbst bei Tabellenführer Memmingen nahmen die Oberpfälzer letzte Woche einen Punkt mit. Nach der 4:6-Heimniederlage gegen Sonthofen am vergangenen Sonntag haben Trainer und Vereinsführung nun einige nicht verlässlich liefernde Leistungsträger in die Pflicht genommen und klargestellt, dass nicht nur das Erreichen der Meisterrunde, sondern auch die Play-off-Qualifizierung klares Ziel ist. Zwei bzw. drei Zähler fehlen derzeit auf die entsprechenden Tabellenplätze – aber auch nur deren sieben auf die Starbulls Rosenheim. Die Grün-Weißen sind zehn Spieltage vor Ende der Hauptrunde und nach nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen also selbst in der Pflicht, etwas für das Punktekonto zu tun. Das sieht auch John Sicinski so: „Wir wollen am Wochenende sechs Punkte holen. Wir müssen auf die Leistung aus dem Spiel gegen Tabellenführer Memmingen aufbauen, denn da haben wir trotz der Niederlage im Penaltyschießen eine unserer besten Saisonleistungen abgeliefert.“

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