Jozef Potac bleibt ein weiteres Jahr ein TigerBayreuther Kapitän bleibt an Bord

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Er kam 2010 aus Leipzig an den roten Main, damals noch in die Bayernliga, feierte mit dem EHC nach drei Jahren und 112 Spielen bei starken 160 Punkten den Aufstieg aus dem Landesverband. Danach folgten drei Spielzeiten Oberliga mit 150 Spielen und exzellenten 189 Punkten. Er wurde zuletzt zweimal in Folge zum Verteidiger des Jahres der dritten Liga gewählt und schaffte auch hier vor kurzem den sportlichen Aufstieg als Leistungsträger mit seinem Team in die DEL2.

Aber das sind nur die statistischen Zahlen und spiegeln den eigentlichen Wert des unumstrittenen Abwehrchefs kaum wider. Die über 500 Euro Rekordsumme für sein Spieltrikot bei der Abschlussfeier zeigt fast noch besser die Beliebtheit und Anerkennung durch die Fans für den legitimen Nachfolger von Bayreuther Verteidigergrößen wie Mike Heidt, Vladimir Kolek oder Robin Sochan.

„Jozef ist eine ganz zentrale Figur in unserer Entwicklung der letzten Jahre“, schwärmt Teammanager Dietmar Habnitt von seinem „Quarterback aus der Defensive“. „Er ist zum Beispiel unverzichtbarer Powerplaystratege, als Scharfschütze und Denker und Lenker und genauso wichtig in allen anderen Spielsituationen. Und dabei ist der schon immer umworbene Routinier absolut pflegeleicht und wir waren uns schnell wieder einig“, legt der erfahrene Baumeister des Tigerkaders noch überschwänglich nach. Potac, der seit Jahren einen festen Wohnsitz im niedersächsischen Braunlage hat, fühlt sich in der Wagnerstadt sehr wohl und wird auch im Nachwuchstraining der kleinen Tigers weiterhin aktiv mitwirken. Der Linksschütze gilt seit jeher nicht als Sprinter, doch macht er das mit fast schon stoischer Abgeklärtheit und cleveren Zweikampfverhalten locker wett. Offensiv besticht er mit kreativem Spielwitz und feiner Stocktechnik, womit er seine Kollegen immer wieder brillant in Szene setzt. „Wir planen unsere Nummer 78 kadertechnisch auch etwas mehr zu entlasten, dass er nicht mehr ganz so viel Eiszeit nehmen muss, aber er wird wieder ein elementarer Baustein unseres Teams bleiben“, blickt Habnitt optimistisch in die Zukunft. Sieben Jahre bei einem Club sind im Eishockey moderner Prägung selten, aber die Tigers haben von dieser Sorte gleich mehrere, was ein sehr positives Indiz für beide Seiten ist. „Wir sind wieder eine gute Adresse und bisher lässt sich die Zusammenstellung für die kommende Saison schon einmal gut an, aber wir basteln fleißig weiter“, schließt der Ex-Profi dieses Thema vorerst mit einem zufriedenen Lächeln.

Nicht mehr im Kader der Oberfranken ist zukünftig der Verteidiger Daniel Sevo, der sich den Blue Devils Weiden angeschlossen hat.

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