Sieg gegen Hannover und Zuschauerrekord

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim gewannen am Sonntagabend vor 5165 Zuschauer gegen die Hannover Indians mit 4:2.

Es war ein Abend ganz nach dem Geschmack aller Rosenheimer: Ein tolles Spiel der Starbulls und drei Punkte, dazu boten 5165 Zuschauer den würdigen Rahmen zu diesem Match zwischen den Zweiten der Südgruppe und dem Ersten der Nordgruppe der Oberliga.

Nach einer Schweigeminute für die Opfer des Amoklaufs von Winnenden (im Stadion war es mucksmäuschenstill) hatten die Starbulls zunächst den besseren Start in die Partie und hatten durch Matthias Bergmann und Ryan Fairbarn die ersten guten Chancen. Auf der anderen Seite scheiterten kurz danach Brad Bagu am Pfosten und Kyle Doyle am überragenden SBR-Keeper Claus Dalpiaz. Nach einer Strafzeit gegen Fairbarn folgte wenige Sekunden später eine 2+2-Minuten-Strafe gegen Adam Dewan (mit Abstand Strafbankkönig der Liga), Fairbarn folgte wenig später Michael Rohner, doch die Indians konnten ihr Powerplay nicht nutzen. In der elften Minute musste bei den Gästen auch noch Bagu auf die Strafbank und die Rosenheimer gingen im doppelten Überzahlspiel durch Ron Newhook mit 1:0 in Front. Und nur zweieinhalb Minuten später markierte Robert Schopf mit dem 2:0 seinen ersten Treffer nach seiner schweren Verletzung.

Einen Auftakt nach Maß erwischten die Starbulls in das zweite Drittel, denn nach nur 22 Sekunden erhöhte Jason Becker auf 3:0. Nachdem beide Teams jeweils ein Unterzahlspiel schadlos überstanden, hatte Fairbarn für die Hausherren das 4:0 auf dem Schläger (27.), was zehn Minuten später schließlich Martin Reichel nach Vorarbeit von Sebastian Lehmann besorgte. Kurz vor der Pause hatte Simon Wenzel sogar die Möglichkeit zu einem weiteren Treffer für Rosenheim.

Zum letzten Drittel stand bei den Indians Lukas Smolka für Roman Kondelik zwischen den Holmen, der sich in der Anfangsphase des Schlussabschnitts einem doppelten Powerplay der Starbulls gegenüber sah. Diese numerische Überlegenheit konnten die Grün-Weißen allerdings nicht erfolgreich abschließen. Stattdessen schickte der Unparteiische innerhalb von 20 Sekunden zwei Rosenheimer auf die Strafbank und Hannover kam in Minute 45 zu einem torraumabseitsverdächtigen Torerfolg. In der Folge mussten die Gastgeber zwei weitere Unterzahlsituationen überstehen, wobei Anton Saal in der 53. Minute sogar eine Chance in Unterzahl hatte. Die Starbulls verwalteten aber geschickt die Führung, der 2:4-Anschlusstreffer der Niedersachsen fünf Sekunden vor dem Ende durch Daniel Del Monte war nur noch Ergebniskosmetik.

Trainerstimmen:

Joe West (Hannover): Es war ein verdienter Sieg für Rosenheim. Sie waren in den ersten 30 Minuten sehr gut, die zweiten 30 Minuten waren wir die bessere Mannschaft. Wir wollten dieses Spiel gewinnen und haben nie aufgehört zu spielen. Ich stelle mir die Frage, warum ein Schiedsrichter aus Österreich kommt, wir haben schon genug schlechte Schiedsrichter in Deutschland.

Franz Steer (SBR): Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel und die Mannschaft spielte sehr gut. Es waren sicherlich viele Zuschauer im Stadion, die nicht so oft zum Eishockey gehen, sie hatten bestimmt viel Spaß. Es war auch sehr schön, dass Hannover ein Gegner ist, der nicht nur hinten drin steht. Unser Torhüter Claus Dalpiaz war sehr gut und hielt uns zu Beginn im Spiel. Ich bin auch sehr froh, dass inzwischen nicht mehr nur unsere Ausländerreihe Tore schießt, sondern auch die Reihe mit Martin Reichel bzw. Anton Saal. Dies stimmt mich sehr zuversichtlich.

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