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Herford trifft doppelt in Unterzahl

Leipzig – Duisburg: Irre Aufholjagd, ein Verletzter und Diskussion um Entscheidungen

Lesedauer: 3 Minuten
Die Icefighters Leipzig und die Füchse Duisburg lieferten sich ein spannendes Spiel. Tim Detig (links) erzielte schließlich den Siegtreffer.
Die Icefighters Leipzig und die Füchse Duisburg lieferten sich ein spannendes Spiel. Tim Detig (links) erzielte schließlich den Siegtreffer. © dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto

Das war Spannung pur, eine irre Schlussphase und viele Diskussion um die Entscheidungen der Schiedsrichter. Das Spiel in der Oberliga Nord zwischen den Icefighters Leipzig und den Füchsen Duisburg hatte einiges zu bieten.

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Einen unschönen Verlauf nahm das Spiel nach zehn Minuten für Leipzigs Fabian Koziol. Bei einem – auch von den Schiedsrichtern so bewerteten – fairen Check verdrehte sich der Verteidiger, der vor der Saison aus Kaufbeuren nach Leipzig gekommen war, offenbar das Knie. Er musste vom Eis geführt werden. Spielerisch hatte die Partie danach einiges zu bieten. Zunächst hatten die Füchse Oberwasser, die 3:1 und 4:2 führten. Beim dritten Treffer lupfte Michael Fomin die Scheibe aus dem eigenen Drittel bis an die gegnerische blaue Linie zu Tobin Brandt, der die Scheibe schließlich versenkte. Beim 4:2 verwandelte Luis Üffing einen Penalty schlitzohrig, als er zunächst einen Schuss andeutete, ehe er verzögerte – und dann traf.

Doch die Sachsen hatten noch so einiges in petto. Die Icefighters nahmen ihren Goalie vom Eis und trafen mit einem Feldspieler mehr tatsächlich zweimal – der Ausgleich fiel nur sieben Sekunden vor dem Ende. In der Overtime hatte erst Philippe Sanche den Siegtreffer für Duisburg auf dem Schläger, ehe Tim Detig im Gegenzug traf, nach gerade einmal 19 Sekunden.

Für Diskussionen sorgte die Schlussphase. So wurde der Ausgleich per Videobeweis überprüft. Zwar stand ein Leipziger Spieler im Torraum, zwar gab es auch einen leichten Kontakt zu Füchse-Torhüter Aaron Kaiser, doch das reichte nicht, um den Treffer irregulär werden zu lassen. So ärgerte sich Gästetrainer Frank Petrozza nach der Partie gar nicht so sehr über diese Szene, sondern über einen Icing-Pfiff kurz zuvor, der Leipzig erst wieder vor das Tor brachte. „Ein Leipziger Spieler hatte den Puck klar berührt“, so Petrozza. Da widersprach der Leipziger Trainer nicht: „Ich kann das verstehen“, sagte Hakan Ahlund. „Aber ich bin nun so alt, da habe ich es aufgegeben, mich zu beschweren.“

Derweil bot Oberliga-Rückkehrer EHC Neuwied, der bis zur vergangenen Saison in der internationalen CEHL an den Start gegangen war, in Halle eine starke Leistung, nachdem die Bären am Freitag beim 3:0 gegen Hamm ihren ersten Saisonsieg gefeiert hatten. Zwar glich Neuwied in der 58. Minute zum 4:4 aus, doch die Saale Bulls trafen gut eine Minute vor Spielende zum 5:4-Sieg.

Für die Hannover Indians verläuft der Start in die Saison eher mäßig. Am Sonntag feierten die Black Dragons Erfurt einen 4:2-Erfolg gegen den ECH.

Dem Herforder EV gelangen bei den Hammer Eisbären in der 44. und 45. Minute gleich zwei Treffer in der gleichen Unterzahlsituation zur 5:3-Führung, doch die Gastgeber glichen noch aus und gewannen schließlich in der Verlängerung mit 6:5.

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