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Die Hockeyweb-Vorschau zur Spielzeit 2026/27

NHL-Saisonstart: Die Favoriten auf den Stanley Cup

Lesedauer: 4 Minuten
Die Carolina Hurricanes sind NHL-Champion.
Die Carolina Hurricanes gehen als Titelverteidiger in die Saison 2026/27. © picture alliance / AP Photo/John Locher | John Locher

Die lange Sommerpause ist vorbei, der Kampf um den Stanley Cup beginnt von Neuem. Mit dem Duell zwischen Titelverteidiger Carolina Hurricanes und dem Stanley Cup-Sieger der beiden vorherigen Spielzeiten den Florida Panthers startet die NHL heute in ihre Saison 2026/27.

Während einige etablierte Topteams erneut nach dem großen Triumph greifen, wollen andere Mannschaften nach enttäuschenden Jahren wieder für Furore sorgen. Und auch abseits der Favoriten gibt es einige spannende Geschichten.

Die Favoriten auf den Stanley Cup

Carolina Hurricanes: Der amtierende Stanley-Cup-Sieger geht mit einem weitgehend eingespielten Kader in die neue Spielzeit. Nach einer herausragenden Playoff-Bilanz von 16 Siegen aus 19 Spielen will Carolina beweisen, dass der Titelgewinn keine einmalige Angelegenheit war.

Florida Panthers: Der Meister von 2024 und 2025 will nach einer verletzungsgeprägten Vorsaison zurück an die Spitze. Mit Aleksander Barkov und Matthew Tkachuk sollen zwei zentrale Leistungsträger wieder den Unterschied machen. Zudem verstärkt Brady Tkachuk die Mannschaft und sorgt für zusätzliche Physis und Durchschlagskraft.

Colorado Avalanche: Colorado zählt ebenfalls zum engsten Kreis der Anwärter. In den Saisonprognosen der NHL-Redaktion erhielt die Mannschaft die meisten Stimmen für den Titel. Mit Nathan MacKinnon und Cale Makar verfügt das Team über zwei der prägenden Spieler der Liga.

Vegas Golden Knights: Nach dem Einzug ins Stanley-Cup-Finale der vergangenen Saison gehört Vegas erneut zum erweiterten Favoritenkreis. Die Mannschaft bringt viel Erfahrung mit, muss unter einem neuen Trainer allerdings auch ihre Spielweise weiterentwickeln.

Die Herausforderer: Diese Teams sollte man im Blick haben

Montreal Canadiens: Montreal hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und könnte nun den nächsten Schritt machen. Angeführt von Nick Suzuki und Lane Hutson zählt das junge Team zu den interessanten Titelkandidaten im Osten. In den NHL-Prognosen wird den Canadiens durchaus der Einzug ins Stanley-Cup-Finale zugetraut.

Dallas Stars: Dallas hat sich als konstantes Spitzenteam etabliert. Mit einer erfahrenen Offensive um Mikko Rantanen und einem konkurrenzfähigen Kader ist die Mannschaft jederzeit in der Lage, weit in den Playoffs zu kommen. Einzelne NHL-Experten sehen die Stars sogar als möglichen Titelgewinner.

Edmonton Oilers: Connor McDavid und Leon Draisaitl stehen weiterhin für offensive Weltklasse. Nach den Finalteilnahmen 2024 und 2025 soll nun der nächste Anlauf auf den ersten Stanley Cup seit 1990 folgen. Mit Mike Babcock steht allerdings ein neuer Trainer an der Bande. Wie schnell sich die Mannschaft auf ihn einstellt, wird eine der spannenden Fragen der Saison.

Minnesota Wild: Minnesota könnte in dieser Saison zum ernsthaften Titelkandidaten werden. Mit Kirill Kaprizov, Matt Boldy und Quinn Hughes verfügt das Team über jede Menge individuelle Klasse. Auch der deutsche Stürmer Nico Sturm soll mit seiner Erfahrung und seinem defensiven Einsatz seinen Beitrag leisten. Nach dem Aus in der zweiten Playoff-Runde wollen die Wild nun den nächsten Schritt machen und erstmals seit 2003 wieder ins Conference-Finale einziehen.

Washington Capitals: In Washington richtet sich der Blick einmal mehr auf Alex Ovechkin. Der inzwischen 41-jährige Torjäger hat einen Einjahresvertrag unterschrieben und könnte vor seiner letzten NHL-Saison stehen. Die Capitals sehen sich nach personellen Verstärkungen selbst in der Lage, um den Titel mitzuspielen.

Die großen Geschichten der neuen Saison

Neben dem Kampf um den Stanley Cup stehen auch zahlreiche individuelle Geschichten im Mittelpunkt. Alex Ovechkin könnte seine letzte Spielzeit absolvieren. Gleichzeitig drängen junge Ausnahmetalente wie Macklin Celebrini von den San Jose Sharks und Connor Bedard von den Chicago Blackhawks immer stärker in den Vordergrund.

Besonders spannend wird auch die Situation in Toronto. Mit Gavin McKenna, dem Erstrunden-Pick des NHL-Drafts 2026, beginnt bei den Maple Leafs eine neue Phase. Nach dem Verpassen der Playoffs in der vergangenen Saison steht die Mannschaft unter besonderer Beobachtung.

Eine weitere Neuerung betrifft den Spielplan: Erstmals seit der Saison 1993/94 bestreitet jedes Team wieder 84 Hauptrundenspiele. Insgesamt stehen damit 1.344 Partien auf dem Programm. Die reguläre Saison endet am 10. April 2027, ehe die Playoffs beginnen. Auch Deutschland rückt in den Fokus: Am 18. und 20. Dezember treffen die Ottawa Senators und Chicago Blackhawks im Rahmen der NHL Global Series in Düsseldorf aufeinander.

Mit fünf Spielen der Opening Night (deutsche Zeit) vom 29. auf den 30. September startet die Saison. Hier geht es zum Spielplan…

Eine Saison ohne klaren Titelanwärter?

Die Prognosen zeigen, wie breit das Feld der möglichen Titelkandidaten in diesem Jahr aufgestellt ist. Florida und Carolina gehen mit dem Selbstvertrauen vergangener Erfolge in die Saison, Colorado, Vegas und Dallas verfügen ebenfalls über Mannschaften mit Finalpotenzial. Dahinter lauern mit Montreal, Edmonton, Minnesota und Washington weitere Teams, die sich berechtigte Hoffnungen machen können. Oder macht es am Ende ein ganz anderes Team?

Entscheidend dürfte einmal mehr sein, welche Mannschaft gesund durch die lange Hauptrunde kommt und in den Playoffs ihre beste Leistung abrufen kann. Der Weg zum Stanley Cup ist lang – und schon die ersten Wochen werden zeigen, welche Teams ihre Ambitionen auch auf dem Eis bestätigen können.

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