Indians vernaschen Moskitos beim 10:3ECH untermauert Ambitionen

(Foto: Imago)(Foto: Imago)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit einem in der Höhe bei weitem nicht zu erwartenden 10:3 (4:1,4:2,2:0) bezwangen die Hannover Indians vor 2716 begeisterten Fans die Moskitos Essen und zeigten deutlich ihre Ambitionen auf einen vorderen Play-off-Platz. Für die Essener dagegen wird es immer schwerer. Nach dem Desaster und dem Neuwieder Sieg liegen jetzt schon acht Punkte Differenz bis Platz acht. Ob dies einzuholen sein wird, werden die nächsten Wochen zeigen.

Bereits der Start war so richtig nach dem Geschmack der Zuschauer. Die ersten Bahnen waren abgelaufen, da klingelte es zum ersten Male im Moskitos-Kasten, der, wenigstens in den ersten beiden Dritteln, von Stammkeeper Justin Schrörs gehütet wurde. Indians-Stürmer Lukas Valasek, der sich an der Seite von Artus Grass scheinbar pudelwohl fühlt, markierte schnell das 1:0. Beeindruckt waren die Essener nicht. Zunächst versuchten sie ein 0:2 zu verhindern, standen tief in der Deckung und versuchten selbst erste Spielzüge durchzudrücken. Das ging genau sieben Minuten gut, dann begann die „One Man Show“ des „Spieler des Tages“, Andre Gerartz. Der hannoversche Goalgetter, der in dieser Saison so lange brauchte, um in Form zu gelangen, erzielte einen lupenreinen Hattrick. Die ersten beiden Tore gelangen im Powerplay, bei Treffer Nummer vier war er, wie bei Tor zwei, Nutznießer bei einer Kombination mit seinen Kollegen McGowan und Schütt. Die Ruhrpottspieler waren geschockt, mussten sich erst einmal wieder auf ihre Stärken besinnen. Eigentlich kein Wunder, denn viele von Ihnen hatten so etwas in ihrer Erwachsenen-Laufbahn noch nie erlebt. Immerhin haben die Essener mit 21,25 Jahren das jüngste Team der Liga. Zum Vergleich, die Indians liegen bei 24,39 Jahren. Doch noch war das Spiel nicht verloren und als der gut agierende Hauptschiedsrichter Andre Schrader eine Strafe anzeigte, gelang dem sechsten Mann der Gäste, Andrej Bires, das durchaus verdiente 1:4.

Das zweite Drittel hatte kaum begonnen, da musste Indians-Keeper Boris Ackers zum zweiten Male die Hartgummischeibe aus seinem Gehäuse fischen. Verursacher war Leonhard Niederberger, der im Powerplay traf und später noch einmal als Special-Team-Spezialist in Erscheinung trat. Für wenige Minuten schien es, als ob die Indians in Schwierigkeiten geraten würden. Die Gäste versuchten ihr Angriffsspiel in Schwung zu bringen und die Indians-Defensive brauchte eine ganze Weile, um wieder Ruhe und Übersicht zu gewinnen. Da tat es gut, dass der Ex-Essener Robby Hein, der am heutigen Tage besonders motiviert schien, mit dem 5:2 ein vorentscheidender Treffer gelang. Als kurz darauf auch noch Andre Gerartz mit seinem vierten Tagestreffer das 6:2 folgen ließ, war eine Vorentscheidung gefallen. Den Effekt einer kurzfristigen Ergebnisvertagung hatte das 3:6, das wiederum von Leonhard Niederberger erzielt wurde. Dann trat ECH-Topscorer Sebastian Lehmann, der bis dahin scoretechnisch erst zwei Punkte eingeheimst hatte, in Erscheinung. Mit dem 7:3 folgte der erste schwere Schlag gegen die Essener Hoffnungen auf einen Punktgewinn, ehe ganze 16 Sekunden später gar Bradley McGowan endgültig den Sack zumachte. Mit dem 8:3 waren sämtliche Gästehoffnungen ad acta gelegt und es ging eigentlich nur noch darum, eine zweistellige Schlappe zu vermeiden.

Dieses Unterfangen wurde noch bedeutend schwerer, als ganze 28 Sekunden nach Wiederbeginn Sebastian Lehmann gar auf 9:3 erhöhte. Das 10:3 schließlich wurde nicht von einem der Topscorer markiert, sondern von einem Stürmer, der sonst weniger im Rampenlicht steht. Yannick Meve, kam, nach zwei torlosen Jahren zuvor, im 34. Punktspiel bereits zu seinem vierten Tor und es stand 10:3.

Tore: 1:0 (02:28) Valasek (Finkel, Grass), 2:0 (09:08) Gerartz (McGowan, Schütt/5-4), 3:0 (15:02) Gerartz (Lehmann, Schütt/5-4), 4:0 (17:16) Gerartz (McGowan, Schütt), 4:1 (18:04) Bires (Patocka, Hildebrand/6-5), 4:2 (22:31) Niederberger (Granz, Raaf-Effertz), 5:2 (28:24) Hein (Kokavec, Hartmann), 6:2 (30:06) Gerartz (Lehmann, Turnwald), 6:3 (32:02) Niederberger (Velecky, Granz/5-4), 7:3 (38:23) Lehmann (Gradl, Kokavec), 8:3 (38:39) McGowan(Gerartz, Schütt), 9:3 (40:28) Lehmann (McGowan, Schütt), 10:3 (51:55) Meve (Finkel, Hein).Strafen: Hannover 8, Essen 8. Zuschauer: 2716.

Eindeutiges 4:1 gegen Selb
Hannover Indians ziehen sich für drei Tage selbst aus dem Sumpf

​Das war knapp. Noch einmal so ein desaströses Defensivverhalten und die im März beginnende, fünfte Jahreszeit für Eishockeyfans am Pferdeturm hätte ein verheerendes...

Oberliga-Play-offs: Fünf Entscheidungen bereits gefallen
Der Norden entscheidet dritte Serienbegegnung mit 5:3 für sich

​Der Norden hat erstmals einen Spieltag im Play-off-Achtelfinale der Oberliga für sich entscheiden. In diesem Zug schafften die Saale Bulls Halle und der Herner EV b...

Jubel bei den Fans der Icefighters Leipzig
Hannes Albrecht hängt noch ein Jahr dran

​Es war vielleicht die Nachricht des Wochenendes. Am Samstagabend verabschiedeten sich die Icefighters Leipzig mit gut 300 Fans in die Sommerpause. Und die Feier im ...

Spiel drei in der Play-off-Serie gegen Regensburg
Herner EV nach zwei Siegen in guter Ausgangslage

​„Der dritte Sieg in den Play-offs ist immer der schwerste“, sagt Cheftrainer Danny Albrecht am Montagmorgen nach dem überaus erfolgreichen Wochenende des Herner EV ...

Wieder nur ein Gegentor
Herner EV besiegt die Eisbären Regensburg erneut

​Der Play-off-Wahnsinn geht weiter – der Herner EV konnte am Sonntagabend in der eigenen Hannibal-Arena auch Spiel zwei der Achtelfinal-Serie gegen die Eisbären Rege...

3:2 in Mellendorf gegen die Hannover Sorpions
Blue Devils Weiden schaffen beim Play-off-Auftaktspiel den Break

​Das war eine echte Überraschung. Die Hannover Scorpions, nach Hauptrundenmeister Tilburg einer der Hauptkanoniere in der Oberliga Nord, mussten gegen die Blue Devil...

Oberliga Spielplan Nord

Jetzt die Hockeyweb-App laden!