Indians holen sich ersten MatchpuckECH-Sieg im ersten Finale gegen die Scorpions

Indians holen sich ersten MatchpuckIndians holen sich ersten Matchpuck
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Auch wenn es letztendlich nicht der endgültige Showdown für die Hannover Scorpions ist und bereits jetzt Karten für die nächste Runde gegen Leipzig oder Duisburg verkauft werden, den zweiten Oberliga-Nord-Titel nacheinander würde man sich in Langenhagen schon gerne in den Trophäen-Schrank stellen. Nur leider sieht es im Augenblick für eine Titelverteidigung etwas mau aus. Schuld an dieser Misere war natürlich der Lokalrivale, der mit einem verdienten 4:2 (0:0, 4:0, 0:2) vor fast ausverkauftem Haus die Serie nun mit 1:0 anführt und am Sonntag in der komfortablen Situation steht, nicht das Spiel machen zu müssen.

Andererseits haben sich die Indians zwei der drei Niederlagen in der Vorrunde in Langenhagen abgeholt und das allerschlimmste war, vor allem natürlich für die Fans des ECH, dass beide Spiele ohne einen eigenen Torerfolg absolviert wurden. Nach dem heftigen 0:3 vom Oktober folgte im Dezember gar ein 0:8 und die Erkenntnis, dass die Meisterschaft nur über die Hannover Scorpions laufen kann.

In der Zwischenzeit lernten die Indians jedoch unter ihrem Trainer Peter „Peewee“ Willmann förmlich das Fliegen. Bis auf ein 3:4 nach Verlängerung im Harz und das 3:7 von Timmendorf gab es nur Erfolge und somit war Platz eins nach der Vorrunde mehr als verdient, auch wenn die Scorpions einen sauberen Endspurt hinlegten und am Ende nur um vier Punkte geschlagen wurden.

Die bis heute entscheidende Stellschraube wurde am Pferdeturm, natürlich im sportlichen Bereich, bei den Special Teams gedreht und war, gerade heute deutlich sichtbar, entscheidend für den Erfolg. Drei Überzahlspiele gab es und am Ende stand für die Indians eine Erfolgsquote von 100 Prozent. Dem entsprechend schlecht war die Quote der Scorpions, null Prozent bei Powerplay und Penaltykilling.

Dabei hatte die Partie von Anfang an jenen Charakter, der zu erwarten war. Für Oberliga-Nord-Verhältnisse hohes Tempo, knackige Zweikämpfe und vor allem Fairness. Beide Vertretungen ahnten, wozu der Gegner fähig ist, und spielten äußerst diszipliniert. Eigentlich galt dies für das ganze Spiel bis auf zwei Situationen, eine davon bereits in der elften Spielminute. Oliver Duris traf mit hohem Stock Andreas Morczinietz und erhielt vom Hauptschiedsrichter-Duo Apel/Brodnicki eine Fünfer plus Spieldauerstrafe. Eine einmalige Chance für die Langenhagener Titelverteidiger für eine extreme Duftmarke, nur sie wollte nicht fallen. Die aufopfernde Indians-Defensive mit einem überragenden Boris Ackers zwischen den Pfosten verweigerte dem Gegner das Erfolgserlebnis und baute sich gleichzeitig auf.

Das Unheil für die Gäste bahnte sich im zweiten Drittel an, als die Indians immer mehr in die Initiative ergriffen und folgerichtig durch Christoph Koziol (27.) in Führung gingen. Jetzt mussten die Gäste antworten und kamen völlig unter die Räder, besonders jedoch bedingt durch eine Strafe gegen Marvin Knauf. Der am Pferdeturm groß gewordene Abwehrspieler leistete sich gegen den wiederum stark agierenden del Castillo ebenfalls eine Fünfer plus Spieldauer und die Indians schlugen daraus Kapital mir einer unglaublichen Effizienz. Der sich am Ende seiner Karriere befindende Frank Richardt (29., 30.), in den letzten Wochen jedoch in bestechender Form, sorgte in doppelter Zusammenarbeit mit seinen Kollegen Koziol und Hock für das 3:0. Und das sollte nicht genügen. Armin Finkel (32.), ebenfalls Verteidiger und zuletzt in Hochform, erhöhte auf 4:0. Jetzt stand kurzfristig gar ein Debakel für die Scorpions auf dem Programm, aber so weit kam es dann doch nicht. Scorpions-Trainer Len Soccio hatte ein Einsehen mit seinem demolierten Keeper und wechselte Dennis Korff gegen Jimmy Hertel aus. Dieser Wechsel plus eine zurückhaltendere Spielweise der Hannover Indians ließ die Niederlage in erträgliche Dimensionen gleiten. Sebastian Lehmann (56.) und Britt Quellette (59.) konnten noch eine Ergebniskorrektur vermelden, aber am verdienten Erfolg des Vorrundenmeisterns gab es nichts zu rütteln.

Somit fehlt den Hannover Indians im Fight mit dem Lokalrivalen nur noch ein Sieg, was die Dramatik des Sonntagspieles noch weiter erhöht. Sollten die Scorpions die Serie wenden, dann kommt es am Dienstag, 24. März, am Pferdeturm zum endgültigen Showdown und zum Ende eines historischen Finales. Noch nie im deutschen Eishockey wurde ein Finale zwischen zwei Mannschaften aus einer Stadt durchgeführt.

Deutsch-Amerikaner kommt vom SC Riessersee
Sean Morgan verstärkt die Rostock Piranhas

​Sean Morgan wechselt vom SC Riessersee zu den Rostock Piranhas und wird die Verteidigung des REC verstärken. ...

Zuvor in Essen auf dem Eis
Julian Airich bleibt bei den Hannover Scorpions

​Der erst Mitte der vergangenen Saison von den Essener Moskitos zu den Hannover Scorpions gewechselte Julian Airich wird auch in der kommenden Saison das Team der We...

Hamburg Jung zurück im Farmsener Jersey
Crocodiles Hamburg verpflichten Louis Habel

​Die Crocodiles Hamburg haben Verteidiger Louis Habel verpflichtet. Für den 19-Jährigen ist der Wechsel aus dem DNL-Team der Lausitzer Füchse an die Elbe eine Rückke...

Führungsspieler beim REC
Rostock Piranhas verlängern auch mit Jonas Gerstung

​Die Rostock Piranhas verlängern auch mit ihrem Top-Verteidiger Jonas Gerstung. ...

Oberliga-Lizenzen
Spielgerichtstermin in den Fällen Hannover Indians und Icefighters Leipzig steht

​Das Spielgericht des Deutschen Eishockey-Bundes hat die Termine für die mündlichen Verhandlungen in den Fällen der zunächst verweigerten Oberliga-Zulassung für die ...

Colton Kehler ist neu im Team
Herner EV besetzt die zweite Kontingentstelle

​Der Herner EV hat die zweite Kontingentstelle besetzt. Mit Colton Kehler wechselt ein weiterer Stürmer aus Kanada an den Herner Gysenberg. ...

Ice Dragons holen DEL2-Stürmer
Sebastian Christmann wechselt von Freiburg nach Herford

​Der Herforder EV hat für die kommende Saison den 20-jährigen Sebastian Christmann verpflichtet. Der Stürmer wechselt vom Zweitligisten EHC Freiburg in die Werrestad...

Oberliga-Erfahrung für die Ice Dragons
Lukas Gärtner wechselt zum Herforder EV

​Der Herforder EV hat den 1,96 Meter großen Verteidiger Lukas Gärtner von den Füchsen Duisburg verpflichtet, der auf über 250 Oberligaspiele zurückblickt und somit d...