DEB verweigert Hannover Indians und Icefighters Leipzig die LizenzBeide Oberligisten wollen sich wehren

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„Die Begründungen des DEB sind, auch vor dem Hintergrund der aktuellen Situation durch die Corona-Pandemie, nur schwer nachvollziehbar“, erklären die Leipziger in ihrem Statement. „Dies ist nicht nur für die Icefighters Leipzig und die Hannover Indians ein herber Rückschlag. Nach dem freiwilligen Rückzug der Teams aus Essen und Duisburg in die Regionalliga könnte nun das ganze Konstrukt Oberliga Nord in Gefahr sein.“

Leipzigs Geschäftsführer André Krüll lässt dazu verlauten: „Gerade jetzt in dieser schwierigen Phase ist es wichtig, dass alle Vereine der Oberliga Nord gemeinsam nach Lösungen suchen. Uns erreichten direkt nach Bekanntgabe der Zulassungen die Zusprüche der anderen Clubs, dass man den DEB auffordern werde, die Zulassungsentscheidungen noch einmal zu prüfen und in den Dialog mit uns zu treten.“ Die Icefighters kündigten an, Widerspruch einzulegen und eine Lösung finden zu wollen, um den Standort Leipzig erhalten zu können.

Die IceFighters Leipzig werden nun in Widerspruch gehen, und versuchen gemeinsam mit dem DEB und den anderen Vereinen der Oberliga Nord eine Lösung zu finden, um den Eishockeystandort Leipzig erhalten zu können.

Derweil sprechen die Hannover Indians in ihrem auf Facebook veröffentlichtem Statement von Verwunderung, mit der sie der Entscheidung des DEB begegnen. Für den Verein vom Pferdeturm „sind die Gründe für die Ablehnung nicht nachvollziehbar und können nach unserem Empfinden sehr kurzfristig ausgeräumt und aufgeklärt werden. Ein Telefonat mit den Verantwortlichen der Hannover Indians mit entsprechenden Rückfragen zu den einzelnen Punkten hat leider nicht stattgefunden.“ Auch der ECH will sich wehren: „Da gegen den Ablehnungsbescheid nun nur noch über den Weg der Klage beim Spielgericht des DEB e.V. vorgegangen werden kann, werden die Hannover Indians diese Klage dort kurzfristig einreichen.“

Die Hannoveraner erklären zudem, dass weder der Verein noch die Spielbetriebs-GmbH des ECH in finanziellen Schwierigkeiten stecke. In der vergangenen Saison sei sogar ein Gewinn erwirtschaftet worden. „Dieses war dank der großartigen Unterstützung durch unsere Fans und der Neugewinnung von vielen neuen Partnern und Sponsoren möglich. Vor diesem Hintergrund ist die Nicht-Zulassung vollkommen unerwartet“, heißt es bei den Indians.

„Gerade in dieser sehr angespannten Phase sollten wir alle zusammen nach Lösungen suchen. Alle Clubs der Oberliga Nord sind dazu bereit und möchten noch mal deutlich herausstellen, dass es bei Aufrechterhaltung der ausgesprochenen Ablehnungen zu weiteren Schäden kommen kann, deren Ausmaß noch nicht abzusehen ist, sagt Jürgen Schubert, Geschäftsführer des Herner EV, auch im Namen aller Oberliga-Nord-Teams.

Der Deutsche Eishockey-Bund erklärte dazu: „Obwohl der DEB im Wissen um die großen Schwierigkeiten angesichts der Coronakrise soweit wie möglich Rücksicht übte und die Prüfungsmaßstäbe und Fristen dementsprechend angepasst hatte, fehlten in beiden Fällen entscheidende Nachweise, um einen wirtschaftlich stabilen Spielbetrieb über die gesamte Saison prognostizieren zu können. Alle gesetzten Nachfristen verstrichen ohne ein zur Genehmigung ausreichendes Ergebnis. Der DEB ist angehalten, die Integrität des Wettbewerbs zu wahren und war deshalb zu dieser bedauerlichen Entscheidung gezwungen. Die zugrundeliegenden Versäumnisse waren zudem nicht in wesentlichem Zusammenhang mit den Folgen der Corona-Pandemie zu sehen.“

DEB-Vizepräsident Marc Hindelang sagte: „Wir waren auf einem guten Weg zu unserer zukünftig angestrebten Oberliga-Sollstärke von je 14 Mannschaften, daher ist das Ergebnis des Zulassungsverfahrens ein herber Rückschlag, den wir gerne vermieden hätten. Auch im Spielplan sind nun leider Anpassungen nötig. Die aufgetretenen Probleme stehen nach unserer Beurteilung nicht in Verbindung zur derzeitigen Krisensituation und haben ihren Ursprung in der Vergangenheit. Selbst mit sehr viel Nachsicht war uns kein anderer Beschluss möglich. Die Vereine können nun innerhalb von zwei Wochen ein Nachprüfverfahren beantragen, dann beim Spielgericht vorsprechen und ihre Versäumnisse begründen und gegebenenfalls korrigieren.“

Die übrigen 24 Oberligisten haben die Lizenz erhalten.



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