Ein neuer Anfang

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Noch trägt der Verein einen ungewöhnlichen Namen. "Aber er symbolisiert genau das, was wir bewirken wollen", sagt Thomas Werner, der 1. Vorsitzende des EC Neuer Anfang Berlin, wie der Verein noch bis mindestens Montagabend heißen wird. Während das Charlottenburger Profi-Eishockey seine Hoffnungen in die Berliner SC Preußen GmbH setzt, ist der Nachwuchs der früheren Berlin Capitals nun beim EC Neuer Anfang zu Hause. "Etwa 95 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind zu uns übergetreten", berichtet Werner. "Der Deutsche Eishockey-Bund hat uns bereits signalisiert, dass wir die Plätze der Capitals in der DNL und den anderen Nachwuchsligen übernehmen können."

Doch auch der Berliner SC als Stammverein der Preussen will leistungsorientiertes Nachwuchs-Eishockey anbieten. Wieso kooperieren denn nicht beide Seiten, um die bestmögliche Lösung zu finden? "Erst einmal finde ich es gut, dass es mindestens Oberliga-Eishockey in der Deutschlandhalle geben wird. Ich würde mich für den BSC freuen, wenn das gelingt", betont Werner. Weniger Verständnis hat der Vorsitzende des Neuen Anfangs aber für die Abwerbeversuche. "Hätten wir nicht so ein intaktes System von Eltern und Trainern hätte das vielleicht sogar Erfolg. Mich ärgern diese Versuche, das muss nicht sein." Dennoch geht Thomas Werner nicht auf Konfrontationskurs. "Ich will nicht streiten. Klaus Scheerer, der sich bei den Preussen engagiert, hat sehr viel für unseren Nachwuchs getan." Vielleicht finden BSC, BSC Preussen und der EC Neuer Anfang also noch einen Weg zur Kooperation oder zumindest zu freundschaftlicher Koexistenz.

Das Erfreuliche: Die Finanzierung scheint zu stehen. "Es sind einige Sponsoren an uns herangetreten, die uns unterstützen wollen", freut sich Werner. Zwar gibt es keine erste Mannschaft, die den Nachwuchs - wie in den meisten anderen Vereinen - finanziell unterstützt, doch das war angesichts der Turbulenzen bei den Berlin Capitals auch früher kaum der Fall. Doch halt! Es wird eine erste Mannschaft geben. Die 1b-Mannschaft der Capitals hat in einer Spielgemeinschaft mit dem SC Charlottenburg die Qualifikation für die Regionalliga Ost geschafft. Und diese Kooperation soll auch in der Saison 2004/05 weitergehen.

Die Heimat des EC Neuer Anfang Berlin wird auch weiterhin die Deutschlandhalle sein. "Davon gehe ich einfach aus", so Werner. "Viele Mannschaften brauchen zwar Eiszeiten, aber wir haben ein gutes Einvernehmen mit der Messe." Alle erforderlichen Schritte zur Aufnahme des Spielbetriebs hat der Verein schon gemacht. Die Mitgliedschaft im Berliner Eissport-Verband ist gesichert, die Mannschaftsmeldungen sind unterwegs. Fehlt eigentlich nur noch ein neuer Name. "Wie in allen anderen Dingen binden wir hier aber die Eltern voll ein", erklärt Werner. Das heißt, dass der neue Name des neuen Anfangs am Montag bei der Mitgliederversammlung um 19:30 Uhr im Bezirksverordnetensaal im Rathaus Charlottenburg/Wilmersdorf auf der Tagesordnung stehen wird.

Es scheint also voran zu gehen mit dem Eishockey in Charlottenburg. "Es ist schlimm, was in den letzten Jahren hier passiert ist. Es schweißt aber auch zusammen. Das Engagement der Eltern ist so groß wie nie zuvor." Es ist also tatsächlich ein neuer Anfang.

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