Eine kurze SilvesternachtNew York hautnah: Die Hockeyweb-Leserreise ist in vollem Gang

Marcel Goc wechselt von den Florida Panthers zu den Pittsburgh Penguins. (Foto: Ice-Hockey-Picture-24)Marcel Goc wechselt von den Florida Panthers zu den Pittsburgh Penguins. (Foto: Ice-Hockey-Picture-24)
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Als ich vor 16 Jahren zum ersten Mal nach New York geflogen bin, sagte mir zuvor ein aus Fort Lauderdale stammender Amerikaner: „Für die meisten Deutschen sind amerikanische Großstädte beeindruckend. Für jeden Amerikaner, der nicht aus New York oder Chicago stammt, sind diese beiden Städte beeindruckend.“ In der Summe also darf man mit Fug und Recht sagen: New York ist überwältigend.

Los ging unser Flug mit einer knappen Stunde Verspätung – doch sobald die Enteisungscrew in Frankfurt fertig war, ging es auch schon los. Der Service an Bord von Singapore Airlines hat seinen Ruf zu Recht, sodass auch die acht Stunden bis zur Landung auf dem John F. Kennedy Airport in New York „wie im Flug“ vergingen. Vor Ort holten uns Silvio Rebmann und seine Mitarbeiter von USA Travel ab. Für uns ging es erst einmal quer durch die Stadt: Das heißt von Queens durch Manhattan zu unserem Hotel in Jersey City, das längst selbst zur Millionenstadt angewachsen ist. Auch unser Kontakt zu den Devils funktionierte bestens – die Karten waren für uns hinterlegt und unsere Zehner-Reisegruppe freute sich auf das Spiel gegen die Pittsburgh Penguins und ein anschließendes Meet and Greet mit den deutschen Spielern der Pinguine. Allerdings wurde aus den drei deutschen Jungs letztlich einer, denn Thomas Greiss ist am Mumps erkrankt, Christian Ehrhoff fehlte auch weiterhin aufgrund einer „Lower Body Injury“, wie es im NHL-Jargon heißt. Eine „Unterkörperverletzung“ also, mehr wird so gut wie nie verraten.

Und wie schon bei unserer Reise Anfang des Jahres nach Buffalo scheinen die Hockeyweb-Leserreisenden Glücksbringer für die Underdogs zu sein. Die Devils hatten gerade erst ihren Coach Pete DeBoer entlassen und durch das Trainerduo Adam Oates und Franchise-Ikone Scott Stevens ersetzt. Für die Penguins läuft es – mit einem Blick auf die Tabelle leicht festzustellen – recht gut. „Allerdings haben wir aktuell wirklich Verletzungssorgen“, sagte Marcel Goc. „Man kann nicht alles darauf schieben, weil wir auch im Moment nicht das spielen, was wir können, aber die Ausfälle sind schon ein Problem.“ So agierte Pittsburgh zunächst verhalten, ging aber durch eine bärenstarke Einzelleistung von Sidney Crosby in Führung. Doch die Devils, die zunächst defensiv unsicher wirkten, kamen immer besser ins Spiel und drehten die Partie durch die Tore von Travis Zajac, Jaromir Jagr und Adam Henrique in einen 3:1-Sieg. Vor allem die starke Einzelleistung Jagrs zum 2:1 war bemerkenswert. Es war zudem noch das 126. „Game Winning Goal“ seiner NHL-Karriere. Auch die beiden „Fights“ jeweils von Devils-Spieler Jordin Tootoo gegen Pittsburghs Robert Bortuzzo  gingen an die Gastgeber. Für die Spieler selbst bleibt Silvester ein kurzes Vergnügen. „Dafür haben wir keine Zeit. Am 31. Dezember haben wir selbst noch ein Spiel. Dafür hatten wir diesmal am 24., 25. und 26. Dezember frei“, berichtet Goc, der hofft, dass die Penguins bald wieder vollzählig sind. „Unser Ziel bleibt aber ganz klar: Wir wollen das letzte Spiel der Saison gewinnen.“ Nach einem Gruppenfoto mit Marcel Goc ging es zurück ins Hotel.

Die beiden letzten Tage des Jahres sind zur individuellen Gestaltung frei.  Für mich und Thomas Kristaniak, ein Kollege der Duisburger Lokalsportredaktion der Neuen Ruhr Zeitung und Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, für die wir beide schreiben und der die Reise gebucht hatte, ging es mit dem „PATH Train“ zur Südspitze Manhattans. Nachdem ich vor 16 Jahren noch auf einem der Zwillingstürme gestanden hatte, war der Besuch des nun so gut wie fertiggestellten „One World Trade Center“ und des direkt benachbarten 9/11 Memorials durchaus bewegend. Das fließende Wasser der Gedenkstätte am ehemaligen Ground Zero sorgt gar dafür, dass so etwas wie Ruhe entsteht – da alle anderen Geräusche wie weggewischt verblassen. Danach ging es per pedes in den folgenden Stunden hoch bis zur 46. Straße. Natürlich nicht ohne zwei Stunden darin zu investieren, um das Empire State Building zu erklimmen. Der Blick – gerade in der Dunkelheit – ist kaum zu beschreiben. Das Pulsieren der niemals schlafenden Stadt ist an kaum an einer anderen Stelle besser zu bestaunen. War der Times Square von oben nur von der rückwärtigen Seite zu bestaunen, endete der erste Trip genau dort, ehe es nach zehn Stunden auf den Füßen zurück ins Hotel ging. So oder ganz ähnlich verbrachten wir Zehn den ersten „spielfreien“ Tag im Big Apple. Nun bereiten wir uns darauf vor, am Neujahrsmorgen um 6 Uhr aufzubrechen, um den 7-Uhr-Zug nach Washington zu bekommen. Denn die Vorfreude aufs Winter Classic wächst.

Das heißt auch: Unsere Silvesternacht wird kurz. Wir haben also etwas mit Marcel Goc gemeinsam.


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