Edmonton Oilers verlieren klar mit 0:4 bei den Los Angeles KingsSerienausgleich auf eigenem Eis: Vier Teams nutzen Heimvorteil

Leon Draisaitl hat nach der 4:7-Pleite der Edmonton Oilers gegen die Minnesota Wild wenig Grund zur Freude. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS)Leon Draisaitl hat nach der 4:7-Pleite der Edmonton Oilers gegen die Minnesota Wild wenig Grund zur Freude. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS)
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Jonathan Quick im Tor der Los Angeles Kings hat beim 4:0-Heimsieg seines Teams einen NHL-Rekord aufgestellt. Er erreichte in Spiel 4 der Serie gegen die Edmonton Oilers seinen zehnten Shutout in den Play-offs und ist damit bester Goalie US-amerikanischer Herkunft in dieser Kategorie. Quick überholte mit seinem ersten Spiel ohne Gegentor in der Endrunde seit fast acht Jahren Rangers-Legende Mike Richter. Zudem leistete er mit seinen 31 Paraden einen wichtigen Beitrag zum 2:2-Serienausgleich seiner Mannschaft. Die Tore erzielten im ersten Abschnitt Trevor Moore nach cleverer Vorarbeit von Philipp Danault und Troy Stecher, der davon profitierte, dass Duncan Keith den Puck unhaltbar für seinen Torwart Mike Smith abfälschte. Smith zeigte dennoch eine gute Leistung, wehrte 42 von 45 Torschüssen der Gastgeber ab. Im Schlussdrittel nutzte Carl Grundström einen Konter zum dritten Treffer für die Kalifornier und legte kurz darauf noch das Empty Net-Goal zum 4:0-Endstand nach.

Beide Teams ließen jeweils alle drei Powerplays ungenutzt, was insbesondere aus Oilers-Sicht ärgerlich ist, denn das Überzahlspiel lag bisher bei fünf Toren aus elf Powerplays (45,5 Prozent). Leon Draisaitl konnte für die Oilers mit nur einem Torschuss wenig Akzente in der Offensive setzen.

Carolina Hurricanes machen sich selbst das Leben schwer
Die Play-offs haben ihre eigenen Gesetze, das zeigt wieder einmal die Serie zwischen den Boston Bruins und den Carolina Hurricanes: In der Hauptrunde verloren die Bruins alle drei Spiele - die Serie zwischen beiden Teams steht nun aber ausgeglichen. In Spiel 4 im TD Garden zu Boston standen sich die Canes selbst im Weg, indem sie sehr viele Strafen nahmen und damit das Spiel aus der Hand gaben. Im ersten Drittel waren sie bei Fünf gegen Fünf die spielbestimmende Mannschaft und gingen zu Beginn des Mitteldrittels mit 2:1 in Führung. Mit zwei Powerplay-Treffern spät im zweiten Abschnitt und nach 44 Sekunden im Schlussdrittel drehten die Gastgeber jedoch das Spiel. Mit einem perfekt ausgespielten Spielzug direkt vom Bully weg erzielte David Pastrnak den vierten Treffer für das Team aus Massachusetts, ehe Brad Marchend noch ins leere Tor zum 5:2-Endstand traf. Er war damit an allen fünf Toren beteiligt (zwei Tore, drei Assists) - persönlicher Bestwert in den Play-offs und zweithöchste Punktzahl eines Spielers in einer Play-off-Begegnung in der mehr als hundertjährigen Geschichte der Bruins.

Jordan Binnington, Meister-Goalie der Blues aus dem Jahr 2019, kehrte in Spiel 4 der Serie gegen Minnesota Wild erstmals in dieser Post Season wieder ins Tor zurück und ermöglichte mit 28 Paraden seinem Team den Serienausgleich auf eigenem Eis. Das entscheidende Tor zur zwischenzeitlichen 3:1-Führung für die Gastgeber erzielte Jordan Kyrou mit einer sehenswerten Bewegung gegen zwei Wild-Verteidiger nach einem Scheibenverlust im eigenen Drittel von Minnesotas Matt Dumba. Die Gäste konnten durch Matt Boldy im Schlussdrittel nochmal verkürzen, doch in der Schlussphase machten die Hausherren in Missouri mit zwei Treffern ins leere Tor alles klar. 

Tampa Bay Lightning bleiben die Comeback-Könige der NHL
Es bleibt dabei: Tampa Bay Lightning verliert keine zwei Play-off-Spiele hintereinander. Nach der Heimniederlage in Spiel 3 gegen die Toronto Maple Leafs sammelte sich der amtierende Meister und schlug zurück - und wie! Drei Tore erzielten sie in den ersten acht Minuten, darunter nach genau einer Minute das Führungstor durch Kapitän Steven Stamkos per Direktschuss in bester Ovechkin-Manier, der erstmals in diesen Play-offs erfolgreich war. Nach 25 Minuten stand es sogar 5:0 für die Bolts. Im Schlussdrittel kamen die Gäste aus Kanada durch William Nylander zu zwei Treffern, aber Ondrej Palat traf bereits mehr als fünf Minuten vor dem Ende ins leere Tor der Leafs Jake Muzzin verkürzte nochmal auf 3:6 aus Sicht der Gäste, die allerdings kurz darauf ein weiteres Empty Net-Goal durch Ross Colton hinnehmen mussten. So hieß es am Ende 7:3 für die Hausherren und auch diese Serie ist damit nun ausgeglichen. 

Die richtungsweisenden fünften Partien dieser Serien finden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Edmonton, Raleigh (North Carolina), St. Paul (Minnesota) und Toronto statt.

Macht Colorado den Sweep perfekt?
Bereits in der kommenden Nacht könnte Colorado Avalanche in die nächste Runde einziehen: Spiel 3 gewannen sie mit 7:3 bei den Nashville Predators. Ein Doppelschlag beim Stand von 3:3 - Landeskog und Kadri trafen innerhalb von 39 Sekunden - ebnete den Weg zum Sieg. In den anderen drei Serien könnte sich jeweils die Heimmannschaft mit dem zweiten Sieg hintereinander auf eigenem Eis die 3:1-Serienführung sichern. In der Nacht von Samstag auf Sonntag gewannen die Dallas Stars mit 4:2 gegen die Calgary Flames, die Washington Capitals deklassierten die Florida Panthers nach 0:1-Rückstand mit 6:1 und die Pittsburgh Penguins siegten mit 7:4 gegen die New York Rangers. Den entscheidenden Treffer erzielte Danton Heinen beim Stand von 4:4 nach einem Scheibengewinn von Evgeni Malkin. In der Schlussphase legte der fünfmalige Champion aus Pennsylvania noch zwei Treffer ins leere Tor nach.


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