Carolina Hurricanes gewinnen auch Spiel 2 der zweiten Runde

Die Vegas Golden Knights starten mit einem etwas glücklichen Sieg gegen die Anaheim Ducks in die zweite Playoff-Runde.
Carolina Hurricanes - Philadelphia Flyers 3:2 n.V. (1:2, 0:0, 1:0, 1:0 - OT)
Serienstand: 2:0
Die Carolina Hurricanes bleiben in diesen Playoffs weiter makellos – und wieder war es ein dramatischer Overtime-Moment, der den Unterschied machte.
Taylor Hall avancierte in Spiel 2 gegen die Philadelphia Flyers zum Matchwinner, als er in der Verlängerung den entscheidenden Treffer erzielte und Carolina damit eine 2:0-Serienführung sicherte. Dabei sah es zunächst alles andere als gut aus: Die Hurricanes kassierten im ersten Drittel binnen 39 Sekunden zwei Gegentore durch Jamie Drysdale und Sean Couturier und lagen damit erstmals in diesen Playoffs in Rückstand.
Doch Carolina zeigte Comeback-Qualitäten. Nikolaj Ehlers steuerte ein Tor und eine Vorlage bei, Seth Jarvis traf ebenfalls, während Jackson Blake mit zwei Assists glänzte. Im Tor war Frederik Andersen mit 34 Paraden ein sicherer Rückhalt.
Mit dem sechsten Sieg im sechsten Playoff-Spiel schreiben die Hurricanes zudem Geschichte: Sie sind erst das fünfte Team in den letzten 17 Jahren, dem ein solcher Start gelingt – nach den New York Rangers (2024), Colorado Avalanche (2021), Vegas Golden Knights (2020) und Anaheim Ducks (2015). Spiel 3 steigt in Philadelphia – mit klarer Ausgangslage zugunsten der Hurricanes.
Vegas Golden Knights - Anaheim Ducks 3:1 (0:0, 1:0, 2:1)
Serienstand: 1:0
Es war ein Sieg der Erfahrung über die Jugend: Die Ducks waren über weite Strecken das aktivere, bessere Team und erarbeiteten sich mehr Torchancen als die Gastgeber in Nevada. Sie versäumten es aber, daraus Kapital zu schlagen - auch weil Carter Hart im Tor der Golden Knights einige starke Paraden zeigte und sein Team vor einem Rückstand bewahrte. Zweimal stand ihm das Glück zur Seite: Leo Carlsson löffelte die Scheibe im ersten Drittel aus kurzer Distanz völlig freistehend knapp über das Tor, Beckett Sennecke traf im Mittelabschnitt nur den Pfosten.
Das erste Tor aber erzielten die Gastgeber: Mitch Marner verzögerte in der Zone der Ducks geschickt, bis er dem aufgerückten Brett Howden den Puck auf die Kelle spielen konnte, so dass dieser nur noch einschieben musste. Die Ducks rannten in der Folge an, konnten den Ausgleich aber erst sechs Minuten vor dem Ende erzwingen, als Mikael Granlund nach einem tollen Solo von Jackson LaCombe abstaubte.
Doch nur 65 Sekunden später schlugen die Golden Knights zurück: Nach einem langen Pass aus der eigenen Zone bediente Pavel Dorofeyev seinen russischen Landsmann Ivan Berbashev, der aus kurzer Distanz vollendete. Die Bank der Ducks war ob dieser Szene in heller Aufregung, Coach Joel Quenneville reklamierte lautstark und wild gestikulierend. Er wollte - durchaus nachvollziehbar - ein Icing gesehen haben, das seiner Meinung nach zu Unrecht als von Jack Eichel gegen Jackson LaCombe herausgelaufen erkannt wurde.
In der Schlussphase krönte Mitch Marner seine starke Leistung mit dem Treffer ins leere Tor zur Entscheidung in diesem ersten Spiel.
„Ich glaube nicht, dass irgendjemand in unserer Kabine mit diesem Sieg zufrieden ist“, sagte Mitch Marner nach dem Spiel. „Wir wissen, dass wir viel besser spielen können. Ich glaube nicht, dass wir jemals unser Spiel so richtig aufziehen konnten. Wir haben ihnen einige gute Torchancen geschenkt, und Carter hat einige großartige Paraden gezeigt.“
Im Tor überzeugte Carter Hart mit 33 Paraden für Vegas, während Lukas Dostal auf Seiten der Ducks 19 Schüsse entschärfte. In der Partie feierte William Karlsson, der seit ihrer Gründung für die Golden Knights aufläuft, nach mehr als sechs Monaten Verletzungspause sein Comeback.












