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Caps und ’Canes machen die nächste Runde im Osten komplett

Lesedauer: 4 Minuten
NHL: Der Tanz beginnt

Fedorov erzielt Siegtreffer für Washington – New Jersey gibt Führung 80 Sekunden vor Spielende aus der Hand

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Die Washington Capitals und die Carolina Hurricanes haben als letzte Teams das Conference-Halbfinale in der nordamerikanischen National Hockey League (NHL) erreicht. Die Capitals besiegten in Spiel 7 ihres Eastern Conference-Viertelfinales die New York Rangers vor 18.277 Zuschauern im Verizon Center in der US-Hauptstadt mit 2:1 (1:1, 0:0, 1:0) und gewannen die Serie, in der sie zunächst ihre ersten beiden Heimspiele verloren und schließlich bereits mit 1:3 nach Spielen zurückgelegen hatten, mit 4:3-Siegen. Die Hurricanes gewannen ihr Spiel 7 in Newark im US-Bundesstaat New Jersey nach einem 3:2-Rückstand bis achtzig Sekunden vor der Schlusssirene noch mit 4:3 und mit dem gleichen Endergebnis ihre Serie gegen die New Jersey Devils.   

Alexander Semin hatte für die Capitals das frühe Führungstor der Rangers durch Nik Antropov ausgeglichen, dabei hatte Semin aber die Mithilfe von Rangers-Stürmer Ryan Callahan benötigt, der den Puck unhaltbar für New Yorks Torwart Henrik Lundqvist abfälschte.

Im weiteren Spielverlauf zeigte sich wieder die größte Schwächer der Rangers: Das Team von Coach John Tortorella hatte enorme Schwierigkeiten in der Offensive und schoss in den letzten beiden Dritteln insgesamt nur noch siebenmal auf das erneut vom russischen Liganeuling Simeon Varlamov gehütete Tor der Caps. Washingtons Führungstreffer durch Altstar Sergei Fedorov war deshalb hochverdient; bis dahin hatte vor allen Dingen Lundqvist sein Team im Spiel gehalten. Gegen den Sonntagsschuss von Fedorov knapp fünf Minuten vor Spielende aus spitzem Winkel über Lundqvists linke Schulter genau in die obere kurze Ecke war der schwedische Nationaltorhüter jedoch machtlos, zumal ihm durch Rangers-Verteidiger Wade Redden die Sicht verdeckt war. Und auch nach dem 2:1 schafften es weder New Yorks Kapitän Chris Drury noch Spielmacher Scott Gomez, ihr Team planvoll nach vorne zu treiben. Die Capitals treffen nun in der nächsten Runde wiederum mit Heimrecht auf den letztjährigen Finalisten Pittsburgh Penguins, die bereits am vergangenen Samstag ihre Serie mit den Philadelphia Flyers für sich entschieden hatten.

Das Spiel im Prudential Center in Newark war an Dramatik kaum zu überbieten. Die Hurricanes waren bereits nach 62 Sekunden durch Tuomo Ruutu auf Vorlage von Matt Cullen und Verteidiger Dennis Seidenberg in Führung gegangen, doch knapp eineinhalb Minuten später glich Devils-Kapitän Jamie Langenbrunner für die Gastgeber aus. Elf Minuten später fälschte Devils-Defensivstürmer Jay Pandolfo nach einem Konter eine scharfe Hereingabe von John Madden unhaltbar für ’Canes-Goalie Cam Ward zum 2:1 für New Jersey ab. Im zweiten Drittel schaffte Ray Whitney auf Pass des überragenden Eric Staal den Ausgleich für Carolina, aber fünf Minuten später traf Brian Rolston mit einem knallharten Schlagschuss in Überzahl zur erneuten Devils-Führung. Als schließlich nach 37 Minuten ’Canes-Verteidiger Tim Gleason wegen hohen Stocks für vier Minuten vom Eis musste, schienen die Devils endgültig das Spiel in die Hand zu bekommen, aber Ward und die Defensive der Stanley Cup-Sieger von 2006 standen gut und ließen den Rückstand nicht weiter anwachsen. Im letzten Drittel konnten dafür die Hurricanes eine Strafzeit für Langenbrunner nicht nutzen, bevor sich in den letzten beiden Spielminuten die Ereignisse überschlugen: Zunächst stand Jussi Jokinen am langen Pfosten des Devils-Tores frei und traf zum 3:3-Ausgleich, bevor Staal nur 48 Sekunden später von der rechten Seite ähnlich wie bei Ruutus Tor zum 1:0 für Carolina den Puck auf die lange Ecke schlenzte und Devils-Torwart Martin Brodeur wie Ruutu auf der Stockhandseite überwand. Die Gastgeber und ihre Fans waren wie versteinert; bereits Spiel 4 in Raleigh hatten die ’Canes buchstäblich in der letzten Spielsekunde gewonnen, dazu hatte Carolina im zweiten Match in New Jersey in der Verlängerung triumphiert. Die Hurricanes treffen nun auf die Boston Bruins, die ihre Serie gegen die Montréal Canadiens mit 4:0-Siegen gewonnen haben. Spiel 1 findet am kommenden Freitag im TD Banknorth Garden in Boston statt (19:00 Uhr Ortszeit/ 1:00 MESZ). Der Pay-TV-Sender ESPN America (früher NASN) wird live von den Spielen der nächsten Runde berichten. (Oliver Stein)

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