Keine Absteiger und Einführung des Salary-Caps in der SchweizVeränderung im Zuge der Corona-Krise

Die BCF-Arena in Fribourg – die Clubs in der Schweiz müssen sich auf Veränderungen einstellen.  (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)Die BCF-Arena in Fribourg – die Clubs in der Schweiz müssen sich auf Veränderungen einstellen. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)
Lesedauer: ca. 1 Minute

Und es gab bis jetzt überraschende Ergebnisse. Die wichtigste war sicherlich, dass der Abstieg aus der National League in der kommenden Saison ausfällt. Die darüber entscheidende Ligaversammlung reagierte mit diesem Beschluss auf die jetzige Situation, wollte damit verhindern, dass Clubs auf Grund eines drohenden Abstiegs in finanzielle Existenznöte geraten. Bei den Clubs der zweitklassigen Swiss League ist die Chance eines Aufstiegs gegeben, versehen jedoch mit der Auflage, bis Ende August 2020 einen entsprechenden Antrag bei der Lizenzkommission einzureichen. Natürlich müssen sämtliche sportlichen und wirtschaftlichen Kriterien für einen Aufstieg erfüllt sein. Das gleiche gilt im übrigen auch zwischen der Swiss League und der drittklassigen MySports League.

Somit werden in der Saison 2021/22 in der National League 13 Teams antreten. Wie der Modus dann aussehen wird, ist noch nicht klar.

Die zweite Neuerung ist für einige Nachbarländer wie Deutschland oder Finnland ein alter Hut. Erstmals werden in der kommenden Saison Pre-Play-off-Spiele im Best-of-Three-Modus durchgeführt. Da es keine Absteiger geben wird, fallen auch Ranking Round, Playout-Final und Ligaqualifikation aus.

Neuerung drei soll einen Ausgleich für die jetzigen finanziellen Probleme darstellen. Am 1. November 2020 und am 14. Februar 2021 wird es zwei Solidaritätsspieltage geben, so dass die kommende Saison auf 52 Spieltage leicht aufgebläht wird.

Stichwort Salary-Cup. In der NHL seit 16 Jahren ein Erfolgsmodell, das Spannung und Chancengleichheit für alle Teams in der Liga garantieren soll. In der Schweiz ist das maximale finanzielle Maß erreicht. Jetzt soll, in Folge der Pandemie, mit der Einführung des Salary-Caps, also einer Gehaltsobergrenze, die Wettbewerbsfähigkeit gesichert werden, so lange es  noch möglich ist. Die Übergangsfrist wurde auf drei Jahre begrenzt, soll spätestens zur Saison 2024/25 vollumfänglich durchgesetzt werden. Wie hoch soll der Salary-Cap angesetzt werden? Nach aktuellen Informationen soll er zwischen fünf und sieben Millionen Schweizer Franken betragen. Da alle Vereine der NL bereits die Untergrenze überschritten haben, wird es interessant zu erfahren sein, wer es nicht schafft, die Obergrenze  nicht zu überschreiten. Diejenigen, denen dies passiert, müssen eine sogenannte „Luxussteuerabgabe“ leisten, die in einen gemeinsamen Topf geht und unter jenen Teams aufgeteilt wird, die sich an den finanziellen Rahmen gehalten haben.

Dazu der Schweizer IIHF-Chef René Fasel: „Der Salary-Cap ist die große Chance für das Schweizer Eishockey und wenn jetzt die Einführung nicht gelingt – wann dann?“


📺 Deinen Lieblingssport ohne Abo streamen 👍 Eishockey, Football, Handball, Volleyball und 70 weitere Sportarten auf Sportdeutschland.TV
Die langfristigen Auswirkungen und die Debatte um Schutzmaßnahmen in einer NZZ Doku zu sehen
Gehirnerschütterungen im Eishockey: Der Fall Eric Blum beleuchtet ernsthafte Sicherheitsbedenken

Eishockey, eine der meistgeschätzten Sportarten in der Schweiz, steht aufgrund seiner Schnelligkeit, Dynamik und Action im Fokus....

Tobias Fohrler: Konflikt auf dem Eis - Konsequenzen drohen nach Angriff auf Linienrichter
Deutscher Nationalspieler Tobias Fohrler schlägt Linienrichter: Schwere Konsequenzen drohen

Tobias Fohrler, Verteidiger des HC Ambrì-Piotta und Spieler der deutschen Nationalmannschaft, steht nach einem Angriff auf einen Linienrichter während des Spiels geg...

Zweijahresvertrag beim aktuellen Schweizer Meister
Marc Michaelis wechselt zur nächsten Saison zum EV Zug

​Die internationale Karriere von Marc Michaelis, dem 27-jährigen deutschen Nationalspieler, nimmt wiederum Fahrt auf....

Deutscher Nationalspieler bleibt langfristig in der Schweiz
Dominik Kahun verlängert beim SC Bern bis 2027

Dominik Kahun hat seinen Vertrag beim SC Bern vorzeitig bis 2027 verlängert. Zuvor war sein Vertrag bis 2024 gelaufen....

Nach acht Jahren in Nordamerika
Marc Michaelis wechselt in die Schweiz zu den SCL Tigers

Die SCL Tigers aus der Schweiz haben Nationalstürmer Marc Michaelis verpflichtet. Das gab der Verein aus Langnau am Dienstagnachmittag bekannt....

3:1 in Spiel sieben gegen die ZSC Lions
Per Comeback zum Titel: EV Zug ist Schweizer Meister 2022

​In einer geschichtsträchtigen Serie konnte Titelverteidiger EV Zug erneut den Meistertitel in der Schweiz einheimsen. Die Besonderheit: Erstmals gelang es einem Tea...

Jetzt die Hockeyweb-App laden!