Nach Meistertitel mit Graz 99ers: Korbinian Holzer beendet seine Karriere

Zwei Jahrzehnte war Korbinian Holzer aktiv, hat das deutsche Eishockey mitgeprägt und war letztendlich sogar eine Art Botschafter. Aber für den bisher einzigen Meistertitel musste er bis zum letzten Jahr warten, holte ihn 38-jährig zusammen mit den Graz 99ers in der ICEHL, der internationalen österreichischen Liga.
In der Saison 2005/06 startete Holzer seine Karriere beim damaligen Zweitligisten Tölzer Löwen, wo er zu diesem Zeitpunkt aus als Junioren-Nationalspieler bereits sein Talent andeutete. Über die Eisbären Regensburg wechselte er in die DEL zu den damaligen DEG Metro Stars, wo er mit Stars wie Martin Hinterstocker, Daniel Kreutzer und Brandon Reid zusammenspielte. Von Düsseldorf wagte der Ur-Bayer schließlich den Sprung über den großen Teich, wo ihn die Toronto Maple Leafs, die ihn 2006 gedraftet hatten, aufnahmen. Der stets bodenständige Holzer blieb fünf Jahre in Toronto, wechselte dann nach Anaheim und beendete seine NHL-Karriere 2020 in Nashville. Aber eine große Liga sollte es dann doch noch sein. Es lockte Jekaterinburg aus der russischen KHL, bevor er schließlich für drei Jahre nach Mannheim ging. Nach der Kurpfalz folgte zum Abschluss Graz und hier endete nun die Karriere des gebürtigen Münchners.
Für Korbinian Holzer nach genau 1069 Spielen der richtige Schritt: „Mein Entschluss hat ja schon vor den Playoffs festgestanden. Dass es jetzt noch dazu so ausgegangen ist, habe ich mir vorher natürlich nicht erträumen lassen. Umso mehr passt der Zeitpunkt nun perfekt. Es hat sich ja nicht von heute auf morgen ergeben, sondern seit Monaten so entwickelt. Und jetzt ist es einfach an der Zeit, einen nächsten Schritt zu machen."
Philipp Pinter, Sportdirektor der 99ers, fasst die Stimmung im Verein zusammen: „Wir müssen Korbi Holzer sehr, sehr dankbar sein, dass er uns vertraut hat, von Tag eins von unserem Projekt überzeugt war und den doch sehr mutigen Schritt nach Graz gemacht hat. Umso mehr freut es mich, dass er jetzt mit uns diesen Titel gewonnen hat. Er wird mir als verlängerter Arm zur Mannschaft fehlen. Vor allem aber wird er in der Kabine als Persönlichkeit, mit seinem Herz, seiner Leidenschaft und seinem Charakter fehlen. Wie auch immer seine neue Tätigkeit dann aussehen wird, Korbi wird auch weiterhin viel bewegen.“














