Schweiz auch von Tschechien nicht zu stoppen2:1-Erfolg für die Eidgenossen

Denis Hollenstein erzielte das 1:0 für die Schweiz. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)Denis Hollenstein erzielte das 1:0 für die Schweiz. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)
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Nach 21 Jahren schafften es die Eidgenossen endlich wieder, ein Viertelfinalspiel zu überstehen. Damals in der Prager Fucik-Halle mussten unsere Adlerträger die Überlegenheit ihrer Nachbarn anerkennen. 3:1 hieß es am Ende für die Schweizer.

Die Tschechen kamen erst im letzten Drittel zu ihren gefährlichen Angriffen. Zuvor hatten die Schützlinge von Sean Simpson ihre Gegner fest im Griff. Ein Abpraller wurde in Überzahl zum Anschluss verwertet, doch zu mehr reichte es nicht. Glück, Können und ein überragender Goalkeeper Martin Gerber verhinderte trotz 4:6-Unterzahl Unentschieden und Verlängerung.

Das erste Viertelfinalspiel in Stockholm fand quasi vor einer Geisterkulisse statt. Nur wenige Enthusiasten verirrten sich im weiten Rund des Globe. Und dementsprechend war auch die Stimmung. Dabei war das Match von Beginn an recht ansehnlich. Die Schweizer begannen sehr selbstbewusst und hatten, nachdem Tschechenstürmer Jiri Tlustys Schuss in der ersten Minute geblockt wurde, gute Chancen, für eine frühe Führung zu sorgen. Nino Niederreiter hätte es beinahe geschafft, im dritten Versuch hintereinander das 1:0 zu erzielen. Doch kurz zuvor wurde ihm die Scheibe weggespitzelt. Sekunden später fast das gleiche Szenario; allerdings war Denis Hollenstein erfolgreicher. Im Nachschuss erzielte er den ersten Treffer, nachdem er zunächst scheiterte. Zwei Soli waren noch sehenswert. In Minute zehn läuft Reto Suri, der sich an der blauen Linie geschickt von seinem Verteidiger löse, allein auf Ondrej Pavelec zu, doch der Tscheche verhindert ein 0:2 aus seiner Sicht. Kapitän Jiri Novotný scheitert in einer ähnlichen Situation am Schweizer Schluss Martin Gerber.

Nicht viel Sehenswertes gab es im Mittelabschnitt. Vergebens skandierten die tschechischen Fans „my chceme gól (wir wollen ein Tor)“. Ihr Wunsch wurde trotzdem erhört, doch ging der Schuss nach hinten los. Ihre zweite Überzahlchance nutzten die Eidgenossen zum 2:0, nachdem Ryan Gardner zunächst vorbei zielte. Gegen Ende des Drittels hatten die Schweizer das nötige Glück, als ein Abpraller von Tomas Fleischmann beinahe den Anschluss hergestellt hätte. Und dann…? Siehe oben.

Tore: 1:0 (5;45) Hollenstein (Blindenbacher, Suri), 2:0 (33;08) Josi (Gardner, Diaz – 5:4), 2:1 (45;29) Kutlak (Plekanec, Voracek – 5:4). – Zuschauer: 2.237. – Strafminuten: Schweiz 12, Tschechien 6. – Schiedsrichter: Olenin (RUS), Winnerborg (SWE).