Steelers gewinnen erstes Finale

Steelers im Aufwind!?Steelers im Aufwind!?
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Die Festung Ellental bleibt auch im fünften Play-Off-Heimspiel uneinnehmbar. Vor ausverkauftem Haus - 3.250 Zuschauer - bot das Finale des zweiten Eishockey Bundesliga Hochspannung bis zum Schlusspfiff. Am Ende siegten die Steelers mit 3:2 und führen damit in der Best-of-Five-Serie mit 1:0.

Mit der Deutschen Nationalhymne und der Ehrung des Spielers der Saison begann das erste Finalspiel gleich mit einigen Turbulenzen. Strafen gegen Greg Schmidt (Haken) und Rene Schoofs (Spielverzögerung) bescherten den Gästen gleich in den ersten Spielminuten eine doppelte Überzahl, die aber dank der hervorragenden Steelersdefensive ohne Folgen blieb. Die erste Großchance für die Schwaben hatte dann Kasper Degn, in der sechsten Spielminute. Der Däne setzte sich herrlich in der neutralen Zone durch und beförderte den Puck von halblinks direkt ins Tor. Doch der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus. Auch nach kurzer Beratung mit seinen Linesmen zeigte Hauptschiedsrichter Brill nicht auf das Tor, sondern gab Bully vor dem EHC-Tor.

Das erste richtige Tor bejubelten nur kurze Zeit später die Gäste aus der bayrischen Landeshauptstadt. Wrigley hatte den freistehenden Gyori gesehen und der machte sein sechstes Play-Off-Tor (8.). Die Antwort der Steelers folgte aber noch im ersten Drittel. In Überzahl tankte sich Greg Schmidt auf der linken Seite durch und passte einen Abpraller von Torhüter Sebastian Elwing vor dessen Schoner auf Andrej Kaufmann, der ohne Mühe einnetzte (15.). Es folgte ein hartumkämpfter, aber torloser Mittelabschnitt, in dem sich die Steelers die besseren Chancen erarbeiteten, diese aber nicht in Tore verwandeln konnten. „Wir haben heute kaum Schüsse auf unser Tor zugelassen und damit das Spiel nach und nach an uns ziehen können. Die Mannschaft hat diszipliniert gespielt und die meisten Zweikämpfe gewonnen. Das war heute der Schlüssel zum Erfolg.“ erklärte ein zufriedener Christian Brittig.

Aber auch die Special-Teams waren wieder entscheidend. So wie im Schlussabschnitt, als die Schwaben eine weitere Überzahlsituation verwerten konnten. Justin Kelly (46.) zog aus kurzer Distanz ab und der Puck landete über den Schläger von Münchens Verteidiger Chris Bahen im EHC-Gehäuse. Nur 47 Sekunden später dann der dritte Streich: Nach Bullygewinn vollendete Dominik Hammer den nächsten Steelersangriff zum 3:1 (47.). Die Eigengewächse Rene Schoofs und Dirk Wrobel hatten assistiert. „Natürlich war der Doppelschlag entscheidend, aber wir haben nach dem 0:1 super weitergespielt und geduldig auf unsere Chancen gewartet.“ lobte Brittig die Moral seiner Mannschaft. Diese war auch nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer durch Florian Kettemer (57.) ungebrochen und so verpufften alle Münchner Angriffsversuche bis zum vielumjubelten Schlusspfiff.

Trotz des wichtigen Sieges mahnte Christian Brittig nach der Partie: „Wir haben noch nichts gewonnen. Das war ein wichtiger Sieg, aber dennoch wird uns in München eine Mannschaft und eine Kulisse erwarten, die uns alles abverlangen wird.“

Das Auswärtsspiel in der Münchner Olympiahalle findet am Sonntag um 18.30 Uhr statt. Begleitet werden die Cracks des Hauptrundenersten von derzeit vier Fanbussen und weiteren reiselustigen Steelersfans, die ihr Team beim zweiten Finalspiel nach vorne peitschen wollen. (steelers.de)


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