Play-off-Teilnahme verpasst: Nürnberg Ice Tigers greifen wieder anRaus aus dem Keller

Patrick Reimer will mit den Nürnberg Ice Tigers den Blick wieder nach oben richten. (Foto: dpa/picture alliance/Sportfoto Zink/ThHa)Patrick Reimer will mit den Nürnberg Ice Tigers den Blick wieder nach oben richten. (Foto: dpa/picture alliance/Sportfoto Zink/ThHa)
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Während man 2019 noch im Viertelfinale gegen den späteren Meister aus Mannheim ausschied, war die letzte Saison aus Sicht des Teams von Frank Fischöder alles andere als erfolgreich. Man verpasste als Tabellenletzter die Play-offs, und das mit 13 Punkten Rückstand. Dementsprechend hat der Vorstand reagiert und die Mannschaft mit diversen Neuzugängen aus Deutschland und Übersee (mit NHL-Erfahrung) ausgestattet.

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Für die Offensive verpflichtete man zunächst Jake Ustorf, den Sohn von Ice-Tigers-Sportdirektor Stefan Ustorf. Zuvor hatte er in der DEL2 für den EHC Freiburg und die Lausitzer Füchse 85 Spiele absolviert und dabei 14 Tore und 17 Vorlagen gesammelt. Von den Iserlohn Roosters kamen Tim Fleischer und Marko Friedrich dazu. Während der 21-jährige Fleischer sämtliche Jugendnationalteams durchlief, bringt Friedrich die Erfahrung von 288 DEL-Spielen (und 96 Punkten) mit. Des Weiteren wurden die Ice Tigers bei den Jungadlern Mannheim fündig: Der Ex-Heilbronner Lukas Ribarik wird künftig für Nürnberg auflaufen – in der DEL kam er bisher allerdings noch nicht zum Einsatz. Er wird sich noch finden müssen. Weiterhin wurde auch Fabrizio Pilu aus der Jugendabteilung der Adler Mannheim verpflichtet. Auch er steht vor seinem Debüt in der DEL.

Entsprechende DEL-Erfahrung weist dafür Charlie Jahnke auf, der in 135 Spielen für die Düsseldorfer EG und die Eisbären Berlin 22 Punkte erzielen konnte und das mit gerade einmal 23 Jahren. Doch auch die Neuzugänge aus dem Ausland können sich sehen lassen. Die Ice Tigers verpflichteten aus der AHL den Verteidiger Nicholas Welsh (zuvor Rochester Americans) und Stürmer Gregor MacLeod (zuvor Grand Rapids Griffins). Beide kamen bisher auf 17 Einsätze und drei bzw. acht Scorerpunkte in der zweithöchsten Liga Nordamerikas. In Deutschland werden sie sich wahrscheinlich noch beweisen müssen. Auch Tyler Sheehy bringt Erfahrung aus Übersee mit: in 22 Spielen für die Iowa Wild kam er auf insgesamt fünf Punkte. Deutlich erfahrener ist dagegen Blake Parlett: der 30-jährige Verteidiger aus Kanada lief 284 Mal in der AHL auf und verbuchte 107 Punkte. Er dürfte die Nürnberger Verteidigung verstärken, welche in der Vorsaison 141 Treffer kassierte und somit deutlich ausbaufähig ist.

Erfahrung aus der NHL bringt Ryan Stoa mit. Der 34-jährige US-Amerikaner war bereits bei den Washington Capitals und den Minnesota Wild unter Vertrag. Mit einer Größe von 1,91 Meter und 108 Kilogramm ist er für sein körperbetontes Spiel bekannt – davon wird auch Nürnberg vermutlich profitieren können.

Auf der anderen Seite haben zahlreiche Spieler die Ice Tigers verlassen. Die gute Nachricht: aus der Defensive sind lediglich zwei Akteure weg. Artús Kulda schloss sich dem Ligakonkurrent aus Krefeld an, während David Trinkberger künftig in Düsseldorf spielen wird. Dennoch verlieren die Ice Tigers dadurch einen Spieler mit NHL-Erfahrung (Kulda spielte bereits bei den Winnipeg Jets). Im Hinblick auf das Saisonziel, die Play-offs zu erreichen, könnte dies ein Nachteil sein. Im Sturm hat es jedoch einen kompletten Umbruch gegeben: elf Angreifer haben Nürnberg verlassen. Dazu gehören unter anderem die Kanadier Eric Cornel und der ehemalige Abwehrspieler der Buffalo Sabres, Luke Adam, die sich beide den Iserlohn Roosters angeschlossen haben. Auch in diesem Fall wurde ein Ex-Stürmer der NHL an die direkte Konkurrenz abgegeben. John Broda schloss sich ebenfalls den Sauerländern  an. Weiterhin verstärkten sich die Kölner Haie mit dem Slowaken Andrej Bires, der insgesamt 33 Mal für Nürnberg auflief. Zuvor sammelte er in der DEL2 Erfahrung beim EC Bad Nauheim und den Heilbronner Falken. Mit Marcel Kurth und Tyson McLellan verlieren die Ice Tigers sowohl einen erfahrenen Führungsspieler (259 Spiele in der DEL) als auch ein junges, vielversprechendes Talent. Beide zog es nach Freiburg.

Der 17-jährige Moritz Elias spielt nun für die Saskatoon Blades in der WHL, nachdem die Ice Tigers ihn von den Jungadlern ausgeliehen hatten. Der Abgang des Kanadiers Brett Pollock dürfte schmerzen. In der Vorsaison gehörte er mit 25 Punkten zu den Leistungsträgern. Außerdem haben auch Vincent Hessler und Timo Walther die Ice Tigers Richtung Ravensburg und Dresden verlassen. Der Italiener Joachim Ramoser verabschiedete sich nach einer Saison ohne Einsatz und wechselte zum Deggendorfer SC.

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Der Wind hat sich in Nürnberg gedreht. Nach einer schwachen Saison 2020/21 fand vor allem im Sturm ein Umbruch statt, der allerdings nötig gewesen ist. Dennoch dürfte sich die nächste Saison durchaus schwierig erweisen. Dieser Meinung ist auch Trainer Fischöder: ,,Natürlich erwarten wir wieder eine schwierige Saison. Am Ende des Tages geht es darum, jeden Tag besser zu werden, die jungen Spieler weiterzuentwickeln und so viele Spiele wie möglich zu gewinnen.“


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