DEL-Vorschau 2026/27: Augsburger Panther

Am 17. September startet die DEL in die neue Spielzeit. Hockeyweb stellt täglich eine Mannschaft vor. Heute richtet sich der Blick auf die Augsburger Panther.
Die Augsburger Panther gehen mit einer gehörigen Portion Zuversicht in die DEL-Saison 2026/27. Nach einer durchwachsenen Vorsaison, die für den AEV bereits nach der Hauptrunde auf Platz elf endete, haben die Verantwortlichen den Kader an mehreren Stellen verändert und dabei vor allem auf mehr Tiefe und Erfahrung gesetzt. An der Bande setzt Augsburg dagegen auf Kontinuität: Bill Peters bleibt Cheftrainer und geht in seine zweite Saison hinter der Panther-Bande. Unterstützt wird er künftig unter anderem vom neuen Associate Coach Gerry Fleming.
Tor:
Zwischen den Pfosten haben die Panther einen wichtigen Wechsel vollzogen. Nach dem Karriereende von Michael Garteig soll künftig Tobias Ancicka gemeinsam mit Peyton Jones für die nötige Stabilität sorgen. Ancicka kommt von den Kölner Haien und bringt trotz seines noch jungen Alters bereits reichlich DEL- und internationale Erfahrung mit. Der ehemalige deutsche Nationaltorhüter wurde einst als eines der größten deutschen Torwarttalente gehandelt und soll nun in Augsburg eine zentrale Rolle übernehmen. Ergänzt wird das Duo durch die Förderlizenz-Torhüter Justus Roth und Dave Dützka.
Verteidigung:
Auch in der Defensive hat sich einiges getan. Mit Kyle Wood kommt ein physisch starker Verteidiger aus Iserlohn, von Absteiger Dresden verpflichtete man Alec McCrea und aus der KHL verstärkt Noel Hoefenmayer den Abwehrverbund. Dazu bleiben mit Ryan Button und Kyle Mayhew zwei wichtige Stützen erhalten. Komplettiert wird die Defensive unter anderem durch Neuzugang Maximilian Glötzl (Köln), Fabrizio Pilu und Eigengewächs Liron Pellizzari.
Dem stehen mit Madison Bowey, Thomas Schemitsch und David Farrance mehrere Abgänge gegenüber. Gerade der Verlust von Farrance, der nach Pustertal wechselte, sowie von Schemitsch, der künftig für Schwenningen aufläuft, verändert die Zusammensetzung der Abwehr deutlich.
Angriff:
Im Sturm haben die Panther besonders kräftig investiert. Mit Sean Malone kommt ein US-Amerikaner mit Erfahrung aus Nordamerika und Europa aus Örebro nach Augsburg. Luke Toporowski, der von AHL-Club Colorado Eagles in die Fuggerstadt wechselt, soll ebenfalls für Energie und Durchschlagskraft sorgen. Dazu kommt mit Felix Maegaard Scheel ein erfahrener DEL-Stürmer aus Schwenningen. Ein echtes Ausrufezeichen setzte Augsburg zudem mit der Verpflichtung von Trevor Parkes, der mit seiner Physis und Torgefahr eine wichtige Rolle im Angriff übernehmen soll.
Daneben setzt der AEV auf einige bekannte Kräfte. Tim Wohlgemuth bleibt ebenso an Bord wie Cameron Wright, D.J. Busdeker, Jimmy Lambert, Alexander Blank und Philipp Krauß. Auch Moritz Elias, Christian Hanke und Enrico Henriquez-Morales sollen für mehr Tiefe sorgen. Mit Sebastian Zwickl steht zudem ein weiteres junges Talent im Kader.
Die Abgänge von Leistungsträgern wie Cody Kunyk, Anthony Louis, Jason Bast und Riley Damiani hinterlassen allerdings auch offensiv eine Lücke. Hinzu kommt das Karriereende von Klublegende T.J. Trevelyan. Die neue Offensive muss daher erst beweisen, dass sie die verlorene individuelle Qualität kompensieren kann.
Ein weiterer wichtiger Baustein bleibt die Entwicklung junger Spieler. Mit Moritz Elias, Christian Hanke, Liron Pellizzari und Sebastian Zwickl verfügt Augsburg weiterhin über eine Reihe interessanter Talente. Gleichzeitig sorgen erfahrene Spieler wie Parkes, Malone, Button oder Scheel für das notwendige Gegengewicht. Diese Mischung könnte den Panthern helfen, ihre Nachwuchsspieler schrittweise an größere Rollen heranzuführen.
Prognose:
Die Augsburger Panther haben ihren Kader im Sommer deutlich verändert. Vor allem im Angriff ist die Mischung aus Erfahrung, Physis und Tempo interessant. Gleichzeitig dürfte die neue Torhüterkonstellation mit Ancicka und Jones für eine gewisse Stabilität sorgen. Entscheidend wird allerdings sein, wie schnell die zahlreichen neuen Gesichter zu einer funktionierenden Einheit zusammenwachsen. Für große Sprünge in Richtung Spitzengruppe ist der Kader allerdings noch nicht zwingend tief genug. Augsburg sollte dennoch gute Chancen besitzen, sich im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze zu behaupten.












