Mannheim erobert Platz 1 in der DELAdler grüßen vom Platz an der Sonne

Chad Kolarik drehte die Partie gegen Wolfsburg zu Gunsten der Adler Mannheim. (Foto: dpa)Chad Kolarik drehte die Partie gegen Wolfsburg zu Gunsten der Adler Mannheim. (Foto: dpa)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Für die Grizzlys geht es um nicht mehr allzu viel. Direktes Viertelfinalticket haben sie (14 Punkte auf Platz sieben), sie können noch maximal einen Platz nach oben springen (5. Platz), das war es. Aber wer Pavel Gross kennt, weiß, dass er Nachlassen nicht zulässt, zumal es gegen die Adler geht.

Also begannen die Wolfsburger, wie man sie kennt. Aggressives Forechecking, schnelles Umschaltspiel, stocktechnisch und im Zweikampf gut, einstudierte Laufwege, vielleicht zu einstudiert, man hat den Eindruck, dass dieses Korsett die Kreativität und das Einstellen auf den Gegner manchmal hemmt. Im Anfangsdrittel machten es die Adler ihnen aber erstmal leicht. Unkonzentriertes Abwehrverhalten, die fehlende Passgeschwindigkeit (auch mangels Anspielstation), um dem Forechecking der Wolfsburger zu entkommen, Fehlpässe in der neutralen Zone, ein nicht wacher Dennis Endras prägten das erste Drittel. Und die Wolfsburger nutzten das aus. Brent Aubin, dann Mark Voakes (mit gütiger Mithilfe von zwei Adler-Spielern, die er als Bande in diesem Fall missbrauchte) im Powerplay und Tyson Mulock bei fünf gegen fünf erzielten im Auftaktdrittel drei Tore. Zum Glück für die Hausherren nutzten die Adler einen verpatzten Klärungsversuch von Grizzly-Torhüter Felix Brückmann und erzielten in Tic-Tac-Toe-Manier den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 durch David Wolf.

Das änderte sich im zweiten Drittel. Die Adler besetzten die nötigen Schnittstellen besser, bremsten damit ein ums andere Mal den Vorwärtsdrang der Wolfsburger, skateten jetzt mehr ohne Puck, überbrückten die neutrale Zone permanent schneller und das kam der ausgezeichneten Adler-Offensive entgegen. Sie veranstalteten jetzt richtig Zirkus vor dem Grizzlys-Torhüter und da ist dann noch ein Chad Kolarik in der Mannschaft der Adler, er vollstreckte in der 29. und 30. Minute die Vorarbeit seiner Nebenleute und glich das Spiel aus. Das 3:3 war der Wendepunkt im Spiel. Die Psyche machte die Beine der Wolfsburger schwer, deren Körpersprache nach dem Ausgleich sprach Bände. Denn nicht zum ersten Mal laufen die Spiele der Wolfsburger gegen die Adler auf diese Weise. Ein Murmeltier anstatt eines Grizzlys als Wappen wäre vertretbar.

Davon erholten sich die Wolfsburger auch nicht mehr. Die Adler inklusive Dennis Endras hatten ihren Rhythmus gefunden und hielten diesen auch im Abschlussdrittel bei. Wolfsburg zeigte im Schlussdrittel nicht mehr den letzten Biss und die Konsequenz des ersten Drittels. So kam es, wie es kommen musste, Chad Kolarik erzielte in der 50. Minute das umjubelte Game Winning Goal, Glückwunsch zum Hattrick, Chad Kolarik.

Diese Adler machen Laune. Es ist nicht nur so, dass das Trainergespann um Sean Simpson dabei ist, die Leistungskurve der Mannheimer saisonoptimal zu gestalten, diese Truppe ist auch mittlerweile eine absolut verschworene Truppe, in der wirklich einer für den anderen da ist. Nur so sind nach dem Ausgleich die aufmunternden Zeichen Richtung Dennis Endras zu deuten, der ab dem zweiten Drittel auch konsequenter unterstützt wurde in Sachen Abwehrarbeit. Dazu die Anzahl der geblockten Schüsse (vor allem in den letzten fünf Minuten), ein Thomas Larkin als Neuzugang der letzten Minute spielt integriert, als ob er schon die ganze Saison für die Adler aufläuft. Und das ist nicht die Quintessenz aus diesem Spiel, sondern die Tendenz aus den letzten Spielen gegen die direkten Tabellennachbarn, Köln, Nürnberg und München seien hier genannt, egal ob zu Hause oder auswärts. Das Gesamtbild weist darauf hin, dass mit den Adlern in den Play-offs zu rechnen ist.

Tore: 0:1 (3:41) Brent Aubin (Robert Hisey, Mark Voakes), 1:1 (5:25) David Wolf (Garett Festerling, Chad Kolarik), 1:2 (7:42) Mark Voakes (Robert Hisey, Brent Aubin), 1:3 (11:21) Tyson Mulock (Alexander Karachun, Patrick Seifert), 2:3 (28:46) Chad Kolarik (Aaron Johnson, Luke Adam), 3:3 (29:54) Chad Kolarik (Luke Adam, Matthias Plachta), 4:3 (49:29) Chad Kolarik (Matthias Plachta). Strafen: Mannheim 12, Wolfsburg 8. Zuschauer: 12.583.


📺 Deinen Lieblingssport ohne Abo streamen 👍 Eishockey, Football, Handball, Volleyball und 70 weitere Sportarten auf Sportdeutschland.TV
Kölner Haie mit Europarekord auf Platz eins
Zuschauerzahlen: DEL schlägt Basketball- und Handball-Bundesliga

Außerhalb des Fußballs verzeichnete die DEL in Deutschlands Profiligen die meisten Zuschauer der Saison 2023/24. Das Vereinsranking wird von den Kölner Haien angefüh...

Vorerst letzte Kontingentstelle
Shane Gersich wechselt zu den Iserlohn Roosters

Die Iserlohn Roosters haben mit der Verpflichtung des US-Amerikanischen Stürmers vorerst die letzte Ausländerlizenz für die Saison 2024/25 vergeben. ...

Erste Europa-Station für den 25-Jährigen
Austen Keating wechselt zum ERC Ingolstadt

Der Angriff für die neue Saison in der DEL steht. Austen Keating besetzt die zehnte Importstelle beim ERC Ingolstadt und unterschreibt einen Einjahresvertrag....

Erfahrung von 16 NHL-Partien
Adler Mannheim komplettieren mit Nick Cicek die Defensive

Mit Nick Cicek stößt der vorerst letzte Verteidiger zum Team für die DEL Saison 2024/25....

Nach Karriereende zuletzt Co-Trainer bei der DEG
Düsseldorfer EG benennt Alexander Barta zum Sportmanager

Die Düsseldorfer EG hat Alexander Barta auf der neu geschaffenen Position als Sportmanager installiert. ...

Einjahresvertrag für den 29-Jährigen
Myles Powell schließt sich dem ERC Ingolstadt an

Noch mehr Offensiv-Power für den ERC Ingolstadt. Myles Powell geht ab sofort für die Blau-Weißen in der DEL auf Torejagd. ...

28-jähriger Verteidiger mit NHL-Erfahrung
Eisbären Berlin nehmen Mitch Reinke unter Vertrag

Der DEL-Meister hat die neunte Ausländerlizenz mit dem Abwehrspieler, der zuletzt für die Coachella Valley Firebirds in der American Hockey League (AHL) spielte, bes...

US-Amerikaner kommt von den SCL Tigers
Augsburger Panther sichern sich die Dienste von Stürmer Anthony Louis

Der Außenstürmer belegt die zehnte und vorerst letzte Importstelle im Kader des DEL-Clubs für die Saison 2024-25....