Mal wieder 2:1

Lesedauer: ca. 1 Minute

Ein Glücksschuss von Jeff Likens entschied die Party zwischen Nürnberg und Köln. Nachdem die Ice Tigers schon nach 69 Sekunden durch TJ Kemp in Führung gingen, versäumten sie es abermals diese auszubauen. Gegen Straubing rächte sich dies in der Vorwoche.Auch diesmal schien das Spiel zu kippen als Jason Jaspers in Unterzahl ausglich und die Haie immer besser in die Partie kamen. Kurz vor der zweiten Pause zog dann Likens fast vom Eck der blauen Linie in Überzahl einfach mal ab. Moritz Müller fälschte den Schuss mit der Hose unhaltbar für Keeper Adam Dennis – diesmal solide – ab.

Im Schlussabschnitt rettete Patrick Ehelechner den Ice Tigers mehrmals den Sieg. Vor allem in den Schlussminuten versuchten die Haie noch einmal alles, aber selbst Matt Pettinger schaufelte völlig frei vor dem leeren Tor die Scheibe drüber.

„Mit unserer Defensivleistung war ich zufrieden, aber ein Tor ist zu wenig, um zu gewinnen“, analysierte Bill Stewart nach der vierten Niederlage in Folge. Keine Frage, aber die Luft in Köln wird für Spieler und Trainer immer dünner.

Die Ice Tigers konnten nach zwei 1:2-Niederlagen nun mit demselben Ergebnis wieder in die Erfolgsspur finden: „Das Ergebnis scheint uns zu liegen“, scherzte Andy Brockmann hinterher.

„Man hat von Anfang an gesehen, dass es für beide Mannschaften um viel geht. Es war sehr intensiv, aber wir hatten Vorteile“, so Brockmann. Aber es fehlten mal wieder die Tore. „Das ist momentan unser Problem, es fällt uns schwer Tore zu schießen und dadurch spielen wir zu kompliziert.“

Gerade die für die Erfolgserlebnisse zuständigen Spieler, haben (noch) kein Glück am Schläger. Egal ob Aab, Chouinard, Bayda oder diesmal auch Wilm, der heute an der Latte scheiterte, brauchen Tore, um mit mehr Selbstvertrauen einfacher an die Sache zu gehen.

„Wir haben keinen Torjäger. Jeder Spieler hat zwei Hände, einen Schläger und bekommt Chancen“, ächzte Brockmann. „Wieviele Torjäger gibt es denn in der DEL?“, fragte er weiter. „Spieler, die Tore garantieren, sind für uns nicht zu bezahlen.“ Aber zum Glück TJ Kemp. Der ehemalige Augsburger Verteidiger erzielte bereits seinen dritten Saisontreffer. „Da habts euren Torjäger“, ulkte Brockmann zum Schluss.

Tore:
1:0 (00.69) TJ Kemp (Barta, G. Leeb)
1:1 (25.11) Jaspers
2:1 (39.35) Likens (Barta, B. Leeb) 5:4

Strafen: Nürnberg 8 min. - Köln 16 min.
Schiedsrichter: Jablukov
Zuschauer: 3741

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