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Der Hintergrund der beliebten Eishockey-Babyfotos

Die kleine Lara in Papas Fanghand

Lesedauer: 3 Minuten
Lara passt im Moment noch perfekt in Papas Fanghand. (Foto: Corinna Fippl von Schattenspiel Photography - Konnersreuth/Oberpfalz)

Wer weiß? In 14 Jahren etwa, da könnte Lara auf den Fanrängen stehen. Vielleicht feuert sie dann lauthals die Selber Wölfe an. Wenn Sie das macht, wird sie eine sympathische Geschichte von einem Fotoshooting zwei Wochen nach ihrer Geburt erzählen können. Und sie wird ein paar süße Bilder herumzeigen können. Bilder, die zeigen, wie ihr Papa sie vorsichtig festhält. In seiner Torhüterfanghand.

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Gut eine Woche ist es nun her, dass uns Michael Meyer die Bilder zugeschickt hat. Der Artikel fand ungeheuren Anklang. Der Artikel wurde häufig „geliket“, geteilt und kommentiert – die Leser fanden es einfach putzig. Dass die kleine Lara zudem noch Babysöcken im Schlittschuhlook trug, war die Sahnekrone der Geschichte. Also haben wir noch einmal nachgefragt bei Michael Meyer. Wie kam es eigentlich dazu? Gab es noch weitere Fotos – und wer hat sie eigentlich gemacht? „Ich bin beruflich oft im Ausland. Da habe ich Zeit, mir solche Dinge zu überlegen“, berichtet der 29-jährige Torhüter der Selber 1b-Mannschaft mit einem Augenzwinkern. Also ging es samt Torhüterausrüstung  zum Fotoshooting. „Die tollen Bilder sind entstanden dank der Zusammenarbeit mit der Fotografin Corinna Fippl von Schattenspiel Photography aus Konnersreuth/Oberpfalz. Frau Fippl hat sich auf Babyshootings spezialisiert und ist dabei immer wieder für neue Anregungen offen – siehe unser Projekt“, berichtet Meyer. „Es war tatsächlich mein erster Gedanke, Lara ihn der Fanghand zu tragen.“ Ein Leser hatte zwar ein ähnliches Bild im Internet gefunden. „Aber das kannte ich tatsächlich vorher nicht“, freut sich Meyer über den Zufall. Seine Frau Franziska hatte übrigens nichts gegen das Shooting einzuwenden – denn auch sie teilt seine Leidenschaft für den Eishockeysport. „Sie ist Betreuerin bei uns in Selb“, berichtet Michael Meyer. Dass der 29-Jährige aktuell in der Landesliga spielt, ist schon recht bemerkenswert. Denn erst mit 19 Jahren hat er mit dem Eishockeyspielen bei einer Hobbymannschaft, den Fireblades Weiden, angefangen. „In der Zeit von 2005 bis 2008 war ich als AuPair in den USA und kam dabei idealerweise in eine Eishockeyfamilie. Ich trainierte drei Jahre lang bei den Frederick Fury (Bundesstaat Maryland, CBHL) eine U14- bzw. eine U16-Mannschaft und war auch der Goalie-Coach des gesamten Vereins“, erzählt Meyer von seiner Zeit in Übersee. „Mit Turnieren in Nashille (TN), Detroit (MI), Lake Placid (NY) und Raleigh (SC) waren wir auch in den gesamten USA unterwegs. Zum Abschluss meines drei Jahre langen Aufenthalts in den Staaten gewannen wir dann auch noch die CBHL-Championship. Nach meiner Zeit in den USA schloss ich mich dem EHC Stiftland Mitterteich für zwei Jahre lang an. Seit 2011 spiele ich nun beim VER Selb in der 1b-Mannschaft. Von 2005 bis 2008 spielte er selbst natürlich auch Hockey, und zwar in der SFAHL (Liga der Stadt Frederick im Bundesstaat Maryland). „Die ist von der Spielstärke her vergleichbar mit der Landesliga. Peter Bondra spielte unter anderem auch ein paar Mal in dieser Liga mit“, so Meyer. Aktuell spielt die Selber 1b-Mannschaft in der Nordost-Gruppe der Landesliga Bayern – und kämpft um den Klassenerhalt. Die Wölfe-Reserve ist Viertletzter – die letzten beiden steigen ab. „Wir haben nur noch ein Spiel gegen den Tabellenletzten aus Ottobrunn zu bestreiten. Das sollten wir gewinnen, um ganz sicher zu sein.“ Nicht mehr lange – und die kleine Lara wird wohl auch im Eisstadion dabei sein und ihrem Papa die Daumen drücken.

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