Traurige Panther verlieren auch Spiel Nummer neun

Die Adler waren am Ende doch zu stark, aber in Düsseldorf sieht man einen deutlichen Aufschwung.
Am Ende weinte sogar der Himmel über Düsseldorf. Es regnete in Strömen. Viele Spieler, Verantwortliche und Trainer der Panther standen noch lange nach dem Spiel unter der kleinen Tribüne der kleinen Kampfbahn und unterhielten sich über die 9. Niederlage im 9. Spiel der Düsseldorfer. Sollte man sich nun freuen wegen der guten Leistung der Panther, oder ärgern wegen des Sieges der Berlin Adler?
Nicht wenige der 400 Zuschauer fragten sich wohl nach dem Spiel dasselbe. Was bleibt, ist eine 33:43 (7-10,14-19,6-0,6-14) Niederlage der Panther, die erst am Schluss nach einem hart umkämpften Spiel beider Mannschaften zustande kam. Im Publikum sah man schon vor dem Anpfiff, auf was sich die Panther vorbereiten müssen. Zu Gast war Michael Hap, Headcoach des möglichen Relegationsgegners Langenfeld Longhorns, der sich die Chance nicht entgehen ließ, die Panther bei einem spielfreien Tag der Longhorns anzusehen.
Und: Größer könnten die Gegensätze kaum sein: Bob Enger, Headcoach 1995 und 2004 der Panther, befand sich ebenfalls unter den Zuschauern. Zusammen mit seiner Ehefrau Marcia verbrachte er einen Tag seines Deutschlandurlaubes auf der kleinen Kampfbahn. Und er sollte sein Kommen nicht bereuen. Angeführt vom gut aufgelegten Panther Quarterback Philipp Lux und der sehr gut blockenden O-Line hielten die Düsseldorfer immer das Spiel spannend. Scheinbar mühelos brachte Lux zusammen mit seinem Runningback Christian Poschmann und seinen Receivern Daniel Schorn, Bastian Hensel, Claudio Bartolozzi, Alexej Mittendorf und natürlich Brent Adkins den Ball in die Berliner Endzone.
Nur leider: Die Berliner hatten ebenfalls keine Mühe, in die Panther Endzone zu kommen! Adler QB Eric Kresser hatte genug Möglichkeiten, die Düsseldorfer Punkte zu beantworten. Sebastian Judis, Estrus Crayton und Jörg Heckenbach waren eine Klasse für sich und von der Panther Defense nur schwer zu kontrollieren. Und doch hatten die Panther genug Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen. Beispiel? Mitte des dritten Quarters leistete sich der Berliner Running Back Martin Senz beim Stand von 29:27 für Berlin an der eigenen 20 Yard Linie einen Fumble. DB Daniel Slupinski konnte den Ball für die Panther sichern. Den Ball aber gaben die Panther schnell wieder her: Lux fumbelte den Ball genau wie Senz und Berlin war wieder am Ball.
Dass die Panther danach durch den überragenden Mann auf Seiten der Düsseldorfer, Brent Adkins, in Führung gehen sollten, änderte nichts daran, dass Kresser immer wieder antworten konnte. Estrus Crayton und Sebastian Judis stellten einen sicheren Abstand her, den die Panther nicht mehr egalisieren konnten.
Und doch kann man einiges in den Rest der Saison mitnehmen. Der Aufwind, der in Braunschweig noch schwach war, hat an Stärke zugenommen. Der Deutsche Meister, die Berlin Adler, standen am Rand einer Niederlage. Die Offense hat ein großes Spiel gemacht und gezeigt, dass man viele Punkte aufs Scoreboard bringen kann.
Nun kommen am Samstag die Hamburg Blue Devils, bei denen man im Hinspiel nur denkbar knapp mit 9:10 unterlag. Mit einer genauso konzentrierten und kämpferischen Leistung kann man das Spiel bestimmt genauso offen halten wie gegen die Adler.
MB














