Special-Teamer der Sea Devils auf dem Weg in die NFL
Kicker Todd France und Punter B.J. Sander sind derzeit Nummer 1 ihrer Teams auf der Position – sicher sind sie sich aber noch nicht.
Sie waren etwas ganz Spezielles für die Hamburg Sea Devils: Kicker Todd France und Punter B.J. Sander. Nach ihren Glanztaten in der NFL Europe stehen ihnen nun auch in der NFL alle Türen offen. Seit Ende Juli treten die Special Teamer gegen die Bälle ihres NFL-Teams in der Hoffnung, am Ende des Trainingscamps als Starter in die anstehende NFL-Saison gehen zu können. France kickt bei den Tampa Bay Buccaneers. Sander puntet für die Green Bay Packers.
Und nach anfänglichen Eingewöhnungsschwierigkeiten aufgrund der Zeitumstellung und des in Europa erlittenen leichten Gewichtsverlustes finden beide die Form, die sie im Frühjahr in Europa ausgezeichnet hat, wieder.
Besonders France weiß in Tampa zu glänzen. Dort muss er sich mit dem erfahrenen Matt Bryant um den Kicker-Posten streiten. France verwandelte seine letzten 31 Fieldgoals. Lob erhält er von höchster Stelle. "Das sind hervorragende Werte", freute sich Jon Gruden, Headcoach der Buccaneers. "Und wir reden hier nicht von Extrapunkten. Todd hat all diese Kicks aus 40 oder mehr Yards Entfernung verwandelt."
Momentan ist France die Nummer eins bei einem Team, das händeringend nach einem Kicker sucht. In den vergangenen beiden Jahren verwandelten Tampas Kicker nur magere 62 Prozent ihrer Fieldgoals. Ganz klar, dass der erfolgreichste Kicker in der Geschichte der NFL Europe in der Gunst seines Coaches vorne liegt. Dennoch bleibt France auf dem Boden: "Mein Kopf arbeitet richtig gut. Nun muss ich das Gezeigte aber auch noch in den Vorbereitungsspielen umsetzen." Gruden zweifelt nicht daran: "Todd ist momentan einfach herausragend."
Ganz so hoch gelobt wird B.J. Sander noch nicht. Dennoch hat auch der Punter der Sea Devils in Green Bay beste Chancen auf den Starter-Posten. Grund dafür ist auch die schwindende Konkurrenz im Norden Wisconsins. Im Juli entließen die Packers Brooks Barnard. Erst diese Woche musste Bryce Benekos seine Koffer packen. Bleibt einzig Sander.
"Ich werde trotzdem nicht leichtfertig mit der Chance umgehen", versicherte er. "Die Leute mögen sagen, ich hätte den Job sicher. Doch ich denke vielmehr, dass ich jetzt gegen jeden arbeitslosen Punter der USA antreten muss."
Beide – France und Sander – haben noch dreieinhalb Wochen und vier Vorbereitungsspiele Zeit, sich zu empfehlen.
TB














